Linke Stellenstreicher in Rüsselsheim und ihre Bilanz

Die Linke Liste Solidarität, die mit gewerkschaftsfeindlichen Streichen von Stellen, sowie mit der Zustimmung von externen Verträgen bei Reinigungskräften aufgefallen ist, hat einen Rückblick auf ihre Parlamentsarbeit gewagt.
Wie nicht anders zu erwarten, ist das Ergebnis nicht selbstkritisch, sondern, na klar, die SPD, Grüne… sind die Schuldigen. Seit vier Jahren ist die Linken-Fraktion in einem Bündnis, mit dem so gut wie nichts erreicht wurde.
So wollen die „Linken“ beim Ostpark-Quartier mit einer 25% Sozialwohnungsquote gepunktet haben, verschweigen aber, dass die Gewobau zuvor bezahlbaren Wohnraum vernichtet hat. Die Vernichtung von günstigen Wohnungen hat die „Linken“ aber nicht auf die Barrikaden gebracht.
Weil selbst die Linke Liste Solidarität eingestehen muss, dass bei anderen Wohnungsbauplänen wenig (“Miniquote“) raus gekommen ist, bleibt also ein ziemliches Versagen im Bereich „Wohnen“ festzustellen.
Besser will die Fraktion im Bereich Bildungspolitik abgeschnitten haben. Und das obwohl die „Linken“ so gut wie keinen Handschlag gegen die Bundeswehr bei der Ausbildungsmesse und an Schulen unternommen haben, trotz vertraglicher Vereinbarung im Kreis Groß- Gerau. Auch das ist kein Wunder, hat(te) die Linken-Fraktion bisher sogar Stadtverordnete, die sich explizit für die Bundeswehr ausgesprochen haben.
In der verbleibenden Restzeit in der Stadtverordnetenversammlung wollen die „Linken“ sich für „demokratische Beteiligungsprozesse“ einsetzen. Sicher aber nicht wenn es um die Streichung von Stellen oder Verträge im Niedriglohn geht.
Die Main-Spitze hat die verlogene Erklärung sogar kostenfrei veröffentlicht, weil sie die sonst üblichen 29 Cent nicht wert ist.

Passendes Buch zur Ausstellung in den Opel-Villen

Für die aktuelle Ausstellung in Rüsselsheim „Liebesgrüße aus Havanna Zeitgenössische kubanische Kunst im internationalen Kontext“ gibt es ein spannendes Buch, das nicht nur Kunstfreundinnen und Kunstfreunde lesen sollten.
„Der andere Mann in Havanna“ von Raúl Capote handelt von CIA-Aktionen um bei Autoren, Musikern und anderen Künstlern subversiv zu landen. Nicht nur im Kapitel „Bei Kelly Keiderling zu Hause“ werden die teils vergeblichen Versuche der CIA mit Intellekuellen eine konterrevolutionäre Oppostion aufzubauen, geschildert.
Wer sich die Ausstellung ansehen möchte, für den ist das Buch Pflicht. Eine Buchbesprechung in die junge Welt. Bis 14. Juni in den Opel-Villen. 8 bzw. 6 Euro Eintritt. Für Rüsselsheim wie immer überteuert.

Bundesweite Demo in Hanau (22.02.)

UPDATE: BERICHT DER HESSENSCHAU über 6.000 Menschen gegen Faschismus in Hanau

Dazu Frankfurt.org und auf FB.

Nazi-Aktionen in Rüsselsheim

Vollmundig erklärte AfD-Frau Irmgard Horesnyi nach einer Veranstaltung Anfang November „öfters nach Rüsselsheim kommen zu wollen“.
“ />„Gekommen“ sind zunächst nur AfD-Aufkleber, die Rüsselsheim vermüllten. In der Adam-Opel-Straße, an der Kant-Schule und im Stadtteil Dicken Busch wurden einfallslose AfD-Aufkleber mit Slogans wie „Mut. Wahrheit. Deutschland.“ oder „Aus Liebe zu Deutschland“- Freiheit statt Sozialismus“ geklebt, die von Jugendlichen aus dem Stadtteil alle entfernt wurden.
Das Hakenkreuz (Bild) an der Großsporthalle und Kant-Schule wurde bereits entfernt.
Auffällig sind die selben Örtlichkeiten, die von AfD und Nazis genutzt wurden. Bekannt ist auch, dass gewaltbereite Nazis für die AfD nicht nur Plakate kleben.
Augen auf in Rüsselsheim.

Im Archiv von linksunten

Im Archiv von „linksunten“ sind zu Rüsselsheim, Raunheim und Groß-Gerau interessante Beiträge zu lesen:

Groß-Gerau
Raunheim
und Rüsselsheim etwas mehr.

Rüsselsheimer Grauzone in der „hessenschau“

Am vergangen Donnerstag berichtete die „hessenschau“ über die neuen Pläne für das Opelwerk.
Interessant waren die Personen die sich vor den HR-Kameras äußerten:

Heinz-Jürgen Krug, diesmal nicht für DIE LINKE… Attac usw., sondern für die BI Pro Opel-Altwerk. Als Linken-Stadtverordneter, streicht er schon mal Stellen im Bäderbereich und stimmt ganz gewerkschaftsfeindlich für externe Stellenvergabe, die natürlich schlechter bezahlt werden als die bei der Stadt Rüsselsheim.
Udo Bausch, der parteilose Oberbürgermeister von Rüsselsheim, hat die unrühmliche Ehre in seinen Räumlichkeiten türkische Faschisten hofiert zu haben (Bild Banner oben), ohne sich dazu näher zu erklären, oder seinen Fehler einzuräumen.
Nils Kraft von der SPD will nicht das Rüsselsheim ein Luftkurort wird, wusste aber die Nazi-Vergangenheit von Walter Köbel (NSDAP/SPD) genau einzuordnen.
Und noch der Ex-Förderstipendiat Jan Muschiol, jetzt mit Martin in der Mitte des Namens, der schon 2015 als Referent bei der AfD in Rüsselsheim auftrat und mit dem der „Linke“ Heinz-Jürgen Krug in der BI Pro Opel-Altwerk gemeinsam aktiv ist.

Meinungsumfrage: Steuerzahler haben kein Bock auf Rüstungsausgaben

Das Bundesfinanzministerium hat eine repräsentative Umfrage durchführen lassen mit einem wenig überraschenden Ergebnis. Bei der Frage wofür die Befragten die Steuern verwenden würden, antworteten das 23 Prozent den Schuldenabbau für am Wichtigsten halten, das brachte dem Thema den vorletzten Platz ein. Auf dem allerletzten Platz landeten die Ausgaben für Rüstung und Verteidigung mit nur 8 Prozent.

Mit deutschem Giftgas gegen die Kurden in Dersim

In der ARD-Sendung ttt erregte ein Bericht über das Massaker an den Kurden in Dersim 1938 Aufmerksamkeit.
Schätzungsweise 50.000 Menschen wurden auch mit faschistischer Hilfe und Giftgas, das Atatürk in Hitler-Deutschland bestellte, vernichtet. Als Dokument erhalten geblieben ist die Bestellung Atatürks.
Kemalisten, Faschisten u.a. wollen das nicht wahrhaben und protestieren gegen den TV-Beitrag.

Betriebsrat bei Globus Baumarkt gewählt

Betriebsrats-Wahlen sind hierzulande nichts selbstverständliches. Im Golbus-Baumarkt in Rüsselsheim-Bauschheim haben das die Initiator_innen einer Wahl erfahren müssen. Es entstanden zwei Lager. Die einen, die einen Betriebsrat wollten, die anderen, die diesen ablehnten.
Die letztere Stimmung nutzte der stellvertretende Marktleiter (!) des Baumarktes, der mit seiner Liste nach ver.di-Informationen drei der fünf Sitze im Betriebsrat gewonnen hat. Die Enttäuschungen dürften vorprogrammiert sein.
Chefs, die Interessenvertreter sein wollen? Geht nicht.

Hintergrund: real und globus

AfD am 1. November in Rüsselsheim

Die rassistische AfD will am Freitag, den 1. November um 19 Uhr in die Rüsselsheimer Stadthalle einziehen. Anderswo erhält die AfD keine Räume, in Rüsselsheim gerade die stadteigene Stadthalle. Bisher konnte die AfD in Rüsselsheim keine Parteistrukturen aufbauen.

Ab 18 Uhr will der DGB Rüsselsheim dagegen protestieren und zeigen „dass die AfD in Rüsselsheim nicht willkommen ist.“
Natürlich will die Polizei „vorbereitet“ sein.
Der DGB-Aufruf.

Freitag 1. November 18 Uhr
Stadthalle Rüsselsheim