Dersim Festival 2012 in Frankfurt

Am 25. und 26. Mai findet im Frankfurter Rebstockpark das Dersim Kultur Festival statt. Informationen dazu erhalten Interessierte aus Rüsselsheim z.B. im kurdischen Verein (Ferdinand-Stuttmann-Straße gegenüber Bistro Mitch).
Einfach nachfragen. Der Rebstockpark in F ist hier. Mit dem RMV hier.

Informationen über das
IV. Dêrsim Alewitisches Kulturfestival in Frankfurt (Eintritt: 10 Euro) (mehr…)

Nazi und Lügner: Dr. jur. Köbel

Heute berichtet die Main-Spitze über das antifaschistische Interview der Recherchegruppe zu Köbel. Dr. Walter Köbel dürfte bei Sachlage der Dinge bald als der frühere Lügen-Bürgermeister von Rüsselsheim mit NSDAP-Mitgliedschaft durchschlagende Bekanntheit genießen.

Bericht in der Main-Spitze – LiR hatte das Interview bereits hier dokumentiert.

ANTIFA sorgt für diplomatische Affäre im Rathaus

Bereits im letzten September hat die ANTIFA in Rüsselsheim wegen den verwucherten Gräbern der Opel-Zwangsarbeiter_innen bei acht Botschaften den unwürdigen Zustand bekannt gemacht.

Mit Erfolg. Zum 8. Mai (Tag der Befreiung vom Faschismus) wurden Blumen und offizielle Kränze an den Gräbern niedergelegt. Gleichzeitig scheinen die Interventionen der Botschaften bei Magistrat und Oberbürgermeister nicht nur dafür Veranlassung gewesen zu sein, mal wenigstens den Friedhofsboden vor den Gedenksteinen zu pflegen, sondern auch besser die unvertretbare Ehrung für den toten Bürgermeister, Walter Köbel (NSDAP), zu unterbinden.

Wegen der deutschen Wehrmachtsverbrechen in Kalavryta und Distomo (1944 in Griechenland) dokumentieren wir das Schreiben an die griechische Botschaft.

Ein Bericht über die diplomatische Affäre in Rüsselsheim, durch die ANTIFA ist hier zu lesen.

ANTIFA will keinen Ehrenkranz für einen Nazi

Seit Jahrzehnten bekommt der frühere Bürgermeister von Rüsselsheim, Walter Köbel (NSDAP seit 1937), einen städtischen Ehrenkranz auf sein Ehrengrab. Die Rüsselsheimer ANTIFA fordert jetzt von Oberbürgermeister Burghardt (CDU) ein Ende des Schauerspiels.

Die ganze Presseerklärung der ANTIFA hier.

Und so sah die Ehrung des NSDAP-Mitglieds im letzten Jahr aus.
Verantwortlich hierfür: Stefan Gieltowski (SPD), Josef Dreiseitel (Grüne), Siegbert Reinig (SPD), Folkmar Schirmer (Grüne), Horst Trapp (CDU) u.a.
Inzwischen ist der Posten des Oberbürgermeisters neu besetzt. Patrick Burghardt von der CDU hat Stefan Gieltowski (SPD) abgelöst.

UPDATE (09.05.): Nix mehr mit Ehrenkranz für NSDAP-Köbel.

Naziaufmarsch am 1. Mai in Mannheim verhindern!

Am 1. Mai ruft die NPD, unterstützt von so genannten „freien Kameradschaften“ zu einer Demonstration in Mannheim-Neckarau auf. Unter dem Motto „Raus aus dem Euro“ wollen sie ihre rassistische und nationalistische Ideologie der „Volksgemeinschaft“ propagieren. Antifaschistische Gruppen rufen zum Widerstand gegen den Naziaufmarsch auf.

Treffpunkt für Antifaschist_innen

Gemeinsame Demonstration, 9 Uhr, Gewerkschaftshaus
Danach antifaschistische Aktionen im Mannheimer Süden

Mehr Informationen beim AK Antifaschismus Mannheim

UPDATE: 3.000 stoppen NPD-Aufmarsch in Mannheim

Interview über die Nazi-Vergangenheit von Walter Köbel

Auf indymedia hat die Recherchegruppe zu Walter Köbel ein Interview veröffentlicht, das wir hier dokumentieren:

Während das Rüsselsheimer Echo mit dem Marburger Professor Eckart Conze ein Interview über die Nazi-Vergangheit des früheren Bürgermeisters Köbel führte, sprachen Antifaschist_innen mit den Aktiven der Recherchegruppe zu Köbel, die mit der ANTIFA in Rüsselsheim zusammenarbeitet.

Frage: Was sagt ihr zu der jüngsten Entwicklung im Fall Köbel?

Recherchegruppe: Natürlich ist die Richtung, in die es jetzt geht, erst einmal ein Schritt vorwärts. Bisher sind ja nur die Erkenntnisse von Journalisten der FR und der MSP, sowie unsere Ergebnisse, die die ANTIFA in die Öffentlichkeit gebracht hat, der Rüsselsheimer Bevölkerung bekannt gemacht worden. Wir freuen uns auch sehr darüber, dass es nun einen Antrag für eine Namensänderung der Köbelhalle gibt, der durch die RFFW-Fraktion eingebracht wurde. Andreas Andel hat hier sehr engagiert in den Ausschüssen und in der letzten Stadtverordnetenversammlung debattiert. Das immer noch so getan wird, als wären keine „Fakten“ bekannt und man müsse ganz „neutral“ Köbel bewerten und erst auf die in Auftrag gegebene Studie über Köbel abgewartet werden muss, ist eine weitere Verzögerung dieser Affäre. Wir schätzen es so ein, dass sich die politisch Verantwortlichen selbst entwerten und diskreditieren, weil sie nicht Willens sind, aus der bekannten Nazi-Karriere von Köbel die nötigen Entscheidungen zu treffen. Reizvoll ist aber sicher zu sehen, ob unsere eigenen Nachforschungen auch von Professor Conze und Sabine Kühn thematisiert werden und vor allem welche nicht. Schließlich war der „politisch-historische Wettbewerb“ mit der Parteikommission der SPD, angeführt von Siegbert Reinig, ein sehr langweiliges einseitiges Spiel, weil Reinig und die SPD total versagt haben. (lacht)

Frage: Stichwort Stadtarchiv in Rüsselsheim (mehr…)

Köbel-Debatte in der Lokalpresse mit Falschmeldung

UPDATE: Und heute (23.04.) musste das Rüsselsheimer Echo den Fehler eingestehen.

Gerade das Rüsselsheimer Echo, das seit Mai 2011 dadurch aufgefallen ist, möglichst nicht über die Nazi-Vergangenheit von Walter Köbel zu berichten, berichtet heute in einem Punkt falsch.

„Grieser erinnerte daran, dass es zuerst die Linken waren, die im Sommer 2011 den Antrag gestellt hatten, Köbels Nazi-Vergangenheit aufzuarbeiten.“

Die Linken? Und zuerst einen Antrag gestellt? So blind und taub kann Mensch in Rüsselsheim nicht sein, dass gerade die Linke/Liste Solidarität bis dato KEINEN ANTRAG zu Köbel in das Parlament eingebracht hat.
Obwohl das Echo nun wiederholt vermeldet, dass die Linke/Liste Solidarität (jetzt sogar zuerst!) einen „Antrag“ eingebracht hat, stimmt genau das Gegenteil. Bisher ist die Liste durch Schweigen, ja sogar beschönigende Aussagen zu Köbel aufgefallen. Eine Presseerklärung, die das Echo schon zuvor als „Antrag“ umdeutete, kann getrost als Alibi abgetan werden.
Dennoch ist zu würdigen, dass sich Vertreter der Linke/Liste Solidarität erstmalig (nach fast einem Jahr!) im Parlament gegen Walter Köbel geäußert haben.

Den ansonsten informativen Bericht aus dem Echo dokumentieren wir hier:

Schild zu Köbel bleibt abgehängt
Walter-Köbel-Halle – RFFW-Antrag findet keine Mehrheit im Stadtparlament (mehr…)

Walter Köbel (NSDAP): SPD sucht ihr Heil im „Bürgervotum“

Köbel und seine Nazi-Vergangenheit waren gestern auch Thema im Stadtparlament.
Erhellt wurde dabei auch die Frage, was der Magistrat seit dem Parlamentsbeschluss im Juni 2011 über Köbel und seine Vergangenheit zu informieren, passiert ist.

Wegen allzu überschwänglichen Lob in dieser Sache für den neuen OB, Patrick Burghardt (CDU), sah sich der grüne Noch-Bürgermeister, Dreiseitel genötigt, seine Sicht der Dinge abzugeben.
Nach Dreiseitels Aussage lag die Beauftragung für einen Köbel-Bericht beim Dezernat I. Bis Oktober 2011 ist von dort aus rein gar nichts passiert. Das Dezernat I wurde vom damaligen SPD-Oberbürgermeister, Stefan Gieltowski, geleitet. Damit hat Köbels Amtsnachfolger erfolgreich eine Aufklärung verschleppt. Aber nicht genug. Offensichtlich durch den ANTIFA-Wirbel um das Köbel-Ehrengrab wurde die Sache dann „halb“ angepackt. Die toughen Männer aus dem Rathaus meldeten sich bei der historischen Kommission des hessischen Landtages in Wiesbaden. Dort bringen sie in Erfahrung, dass wenig zu Nazi-Köbel, und wenn überhaupt, erst im Jahr 2014 ein Ergebnis vorliegt.
„Das wussten wir bereits im Frühsommer 2011 aus dem Landtag“ höhnt dazu die ANTIFA. (mehr…)

Magistrat macht kurzen Prozess mit Zusatzschild

Heute kann die Rüsselsheimer Öffentlichkeit über die Main-Spitze erfahren, dass das Schild an der Köbel-Halle mit den Nazidaten von Walter Köbel, auf Anordnung des Magistrats entfernt wurde.
Weil das Schild „ohne Genehmigung“ an die Sporthalle angebracht wurde, wäre es „ohnehin entfernt worden“ und hätte dazu keinen Magistratsbeschluss gebraucht. So die offizielle Verlautbarung!
Abgesehen davon, dass die Lebensdaten von Köbel auf dem Zusatzschild absolut korrekt und für Rüsselsheimer Verhältnisse in ansprechender Weise angebracht wurde, mutet das Agieren des Magistrats sehr unsouverän an.
Zwar wird wiederum betont die Diskussion um die Nazi-Vergangenheit von Köbel nicht zu „behindern“, allerdings hat der Magistrat nach fast einem Jahr rein gar nichts der Rüsselsheimer Öffentlichkeit vorzuweisen. Auch die monatelange Prozedur eine Studie zu Köbel in Auftrag zu geben, deutet in eine andere Richtung, als reinen Tisch zu machen. (mehr…)

Auch andere haben ein Nazi-Problem (DIE PIRATEN)

UPDATE: Und noch mehr Probleme mit dem Nazi-Umgang bei den PIRATEN

Nicht nur Rüsselsheim hat ein Problem mit einem Nazi, der später sogar Bürgermeister wurde, sondern auch die PIRATEN.
Besonders in Antifa-Kreisen ist es kein Geheimnis, dass bei es den PIRATEN Mitglieder gibt, die wenig Berührungsängste z. B. mit Holocaust-Leugner haben. Und das sogar folgenlos.
Aber vielleicht geht ja der Kreisverband GG der PIRATEN und seine Rüsselsheimer Gruppe in die Offensive? Die könnten mit einem klaren Antrag/Stellungnahme gegen solche politischen Einstellungen von Mitgliedern Klarheit schaffen.



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