Archiv für Februar 2011

Was die DKP-Führung nicht so gerne sieht

sdaj Im letzten August hatten wir hier über die SDAJ und ihr aktuelles Verhältnis zur DKP-Führung berichtet. Der damalige Vorsitzende der DKP, Heinz Stehr, war wenig begeistert, dass der SDAJ-Bundesvorsitzende, Björn Schmidt, auf einer Konferenz „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ ein Referat hielt. In der letzten Ausgabe der SDAJ-Zeitung „Position“ waren einige Passagen des Referats zu lesen.
Das ganze Referat gibt es hier zu lesen.
Nix für Stehr- und PV-Fans!

Jetzt 48 tote Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

Während am Freitag um 8.30 Uhr (MEZ) zuerst ein 30-Jähriger, dann ein 21-Jähriger und Stunden später ein 22-jähriger Soldat der Bundeswehr in Afghanistan sterben, hat der zuständige Kriegsminister andere Sorgen. Guttenberg zieht mit seiner vergeigten Doktorarbeit die ganze mediale Öffentlichkeit auf sich, so das nicht der Tod der Soldaten die Meldung des Tages ist, sondern die fehlenden Fußnoten des Adligen. Insgesamt sind damit 48 Soldaten am Hindukusch „gefallen“.

Dankbar für die adlige Zitatenpanne werden die Häscher der Bundeswehr sein, die in den Schulen auf der Suche nach neuem Kanonenfutter gehen. Geriet doch durch die schlampige Arbeit des Kriegsministers der dreifache Tod und die weiteren Verletzten, z.B. in den ZDF-Nachrichten nur zu einer wenige Sekunden dauernden Meldung. (mehr…)

Dresden 19. Februar 2011

Informationen, Busse etc.

UPDATE: „Nirgendwo wird für Nazis soviel getan“ Interview jW
Tauziehen in Dresden und der – kurdische Mobilisationsaufruf für Dresden.

Das Interview als pdf.

UPDATE: Ziemliche Pleite für Nazis in Dresden! Erneut ist es gelungen einen Aufmarsch der Nazis in der Dresdener Innenstadt zu verhindern. Zehntausende verhinderten mit Blockaden und Aktionen den faschistischen Marsch der Nazis. Die haben offensichtlich nicht nur nicht Marschieren können, sondern auch ihre braunen Kameraden nicht mobilisieren können.
Dafür stürmte die Polizei ohne rechtliche Grundlage das Büro Dresden nazifrei. Polizeibrutalität aber auch einen Durchbruch einer Polizeisperre gibt es bei der Tagesschau zu sehen (ab 0:25 Min.). UPDATE 1.0: Dresden blockiert und Markus Bernhardt: Großartiger Erfolg

Bundeskanzlerin: Franz-Josef Jung ist Schuld wegen Kunduz

Im Untersuchungsausschuss zu dem Kunduz-Bombardement hat Bundeskanzlerin Merkel (CDU), die ganze Schuld auf den früheren Kriegsminister Jung (gleichfalls CDU) abgewälzt. Sozusagen ein (Wein-) Bauernopfer. Jung beharrte im Bundestagswahlkampf 2009 zu den 142 toten Afghanen darauf, dass es sich um tote Taliban-Kämpfer handelt. Diese Linie hielt Jung bis zu seinen Rücktritten als Kriegs- und Sozialminister durch, und gewann damit sogar noch das Direktmandat im Wahlkreis Groß-Gerau.
Inzwischen ist der Mann "Hinterbänkler" im Bundestag und wird mit der gleichen Nibelungentreue, wie er den Kopf für das Kriegskabinett hingehalten hat, vom Groß-Gerauer CDU-Kreisverband, sowie vom Rüsselsheimer Stadtverband der CDU sogar noch zu Kommunalkampfzwecken eingesetzt.
Das ist die CDU ihm wohl schuldig, hatte doch der Kreisverband, Jung, bei nur einer Gegenstimme zu ihrem Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2009 erkoren.
Aber vielleicht bringt es ja Spaß in den lahmen Wahlkampf am 27. März mit einem Kriegsverbrecher aufzutreten?
Die Tagesschau.

Trotz „Lindenstraße“ will man in Okriftel keine Stolpersteine

Wer Fan der ARD-Sendung „Lindenstraße“ ist, weiß Bescheid. Dank „Mutter Beimer“, „Klaus“ und anderen, wurden auch in der Lindenstraße Stolpersteine für die Opfer des Faschismus verlegt.
Vielleicht muss „Mutter Beimer“ auch im hessischen Hattersheim-Okriftel eingreifen? Dort gibt es einen ganz besonderen „Dorfhistoriker“ (so die Weilbacher Kerbeburschen). Von Beruf ist Hermann Lixenfeld eigentlich „Konstrukteur“, dem wohl ein Faible für Heimatgeschichte nachgesagt werden kann.
Lixenfeld ist durch Heirat („eingeheiratet“) in Besitz eines Hauses in Okriftel gekommen. Seine Schwiegereltern allerdings sind ganz anders in den Besitz dieses Hauses gekommen, nicht durch Heirat, sondern durch „Ersteigerung“ bei dem drangsalierten Juden Adolf Schwarz. Just vor jenem Haus sollen jetzt in Okriftel Stolpersteine verlegt werden. Aber nicht mit Hermann Lixenfeld! (mehr…)

Wiederaufbau von Dersim

Wie aus kurdischen Kreisen in Rüsselsheim zu erfahren war, wurde nach dem Dersim Kulturfestival in Rüsselsheim, (Bericht hier) der Wiederaufbau in der Region Dersim mit über 40.000 Euro unterstützt.
Unterstützt wurde damit auch der Bau einer Bäckerei und eine physiotherapeutische Praxis.
Das türkische Militär hatte nicht nur in den 1990er Jahren kurdische Dörfer in der Türkei zerstört.

Weitere Informationen zu Dersim und dem Wiederaufbau (leider nur sehr wenige Seiten auf deutsch!).

Entwicklungen in der Türkei

Wir dokumentieren einen Artikel aus der türkischen Zeitung Evrensel, der sich mit der Politik der regierenden AKP befasst.

Von Ender Imrek *
Der Präsident und seine Freunde sind eifrig dabei, grob wie die Holzfäller, ihre nationalistisch-konservativen Netze zu erweitern. Sie würden hierbei am liebsten alle geltenden wissenschaftlichen Grundsätze aufheben, wenn sie das bloß könnten.
Jungen und Mädchen im Grundschulalter wird verboten, einander näher als 45 cm zu kommen, mit der Begründung, dies sei Sünde. Es wird von Maßnahmen in Schulen gesprochen, dass die Tischbänke der Mädchen mit Vorhängen behangen werden, damit ihre Beine nicht zu sehen sind. Als eine Erziehungsmaßnahme verbringen in einigen Schulen die Schülerinnen ihre Pausen auf der Terrasse, während die Schüler auf dem Hof ihre Zeit verbringen, damit die beiden Geschlechter sich nicht begegnen! In Mersin, in Istanbul, und hier und da in einer Groß- oder Kleinstadt wurden und werden diese geschlechter-trennenden Maßnahmen probeweise ein- und durchgeführt. (mehr…)

GEWOBAU „kauft“ sich seine Mieter

Die Rüsselsheimer GEWOBAU fällt immer mehr mit unseriösen Geschäftspraktiken auf.
Zum Beispiel die energetische Modernisierung in der Spitzwegstraße, wo die Gewobau selbstredend keine Mietminderung anbot. Gleichzeitig wurde dort auch im nahe gelegenem Einkaufzentrum ein neuer REWE-Markt hochgezogen. Natürlich auch mit den entsprechenden Belastungen für die Mieter. (mehr…)