Archiv für März 2011

Stolpersteine Rüsselsheim 3. Verlegung

Am kommenden Mittwoch (30.03.2011) werden ab 11 Uhr in der Bahnhofstr. 15 (Volksbank) die nächsten Stolpersteine für die Opfer und die Widerständler gegen den Hitler-Faschismus verlegt.
Zuvor sind bereits Presseartikel in der Lokalpresse über die zu ehrenden Personen erschienen.
Mit Albert Steube wird erneut ein Kommunist und KPD-Mitglied für seinen Widerstand gewürdigt. Hier wird wieder die Rüsselsheimer K-Frage gestellt werden. OB Gieltowski fällt diesmal aus, sprechen wird dafür als Repräsentantin der Stadt Renate Meixner-Römer, als noch Stadtverordnetenvorsteherin.
Mit dem Leben von Bertram Mayer kommt wiederum die Rolle der Rüsselsheimer Banken in den Mittelpunkt. Diese haben ähnlich wie alle andere Banken, auch in Rüsselsheim, eine sehr unrühmliche Rolle gespielt.
Das Programm liegt in Rüsselsheim aus, oder hier.
Der vormittägliche Termin ist allerdings erneut eher etwas für Rüsselsheims Polit-Akteure, als für breitere Schichten aus Rüsselsheim.

Tote Hose für die Bundeswehr bei der Ausbildungsmesse in Rüsselsheim

Während der Stand von Opel, und selbst Aldi, reges Interesse bei der Rüsselsheimer Jugend fand, blieb der Informationsstand der Bundeswehr eher links liegen. Da gönnte sich der Häscher des Militärs schon mal lieber eine ausgedehnte Zigarettenpause. Wenn doch mal ein paar Jugendliche stehen blieben, entsprachen diese eher nicht dem militärischen Anforderungsprofil der deutschen Wehrmacht.
Eingekeilt zwischen Aldi und Rüsselsheimer Echo saßen die zwei Propagandisten des Kriegsführens ziemlich verloren da, und machten auch nicht gerade einen glücklichen Eindruck im Anblick des Rüsselsheimer Menschenmaterial, was sich mal an ihren Stand verirrte.
Aber ganz so blöd sind die Rüsselsheimer Jugendlichen auch nicht. Jugendliche, die sich Infomaterial der Bundeswehr geben ließen, bekundeten auf Nachfrage, dass sie das Material nur genommen haben, um es ordentlich im Altpapier zu entsorgen. „Wir sind doch nicht beschränkt und halten für andere den Kopf hin“, so die cleveren Jugendlichen, die noch zum besten gaben, dass sie bei „den Bundeswehrtypen nur schleimen, um die zu verarschen. Wir verachten die voll. Die sind das Letzte!“ (mehr…)

Dietzenbacher Nazi im ÖD schon gefeuert!

Das nennt man einen kurzen Prozess. Was bei Opel nicht ging, erledigt ein CDU-Landrat im Handumdrehen. Der Nazi bei der Kreisverwaltung in Dietzenbach ist seinen Job los.
Störung des Betriebsfriedens. Geht doch! Eine Meldung des HRs.

Nazi-Auszubildender im Öffentlichen Dienst

Noch nicht vergessen ist in Rüsselsheim der Opel-Azubi, der mit einer Nazi-Gesinnung in die dortige Jugendvertretung gewählt wurde. AntifaschistInnen aus dem Kreis Offenbach haben jetzt mit einer Aktion vor der Kreisverwaltung in Dietzenbach auf einen Nazi in der dortigen Dienststelle hingewiesen. Hier ist der Jungnazi nicht nur als Azubi beschäftigt, sondern auch in die Jugendvertretung gewählt worden.
Ähnlich wie in Rüsselsheim bei Opel, versäumten es die GewerkschaftskollegInnen von ver.di, sich die KandidatInnen zur Jugendvertretungswahl mal genauer zu betrachten und die nötigen Schritte einzuleiten. Genau wie im Fall des Opel-Azubis, hatte nämlich der Azubi in der Kreisverwaltung ein eindeutiges Nazi-Profil in den sozialen Netzwerken im Internet!
Der Offenbacher Landrat hat jetzt ein Problem, und das vor der Kommunalwahl. Bei Quilling (CDU) kann Protest kundgetan werden: landrat@kreis-offenbach.de – Fax: 06074 / 8180-6666. (mehr…)

18.März : Internationaler Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an die Tradition der ArbeiterInnenbewegung an.

Der 18. März 1848 steht für die Kämpfe des neu entstandenen Proletariats gegen die alten Herrscher und auch die neu entstandene Bourgeoisie. Am 18. März 1871 übernahm die Nationalgarde in Paris die Macht und läutet somit den Beginn der Pariser Commune ein. Beide Versuche, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, werden brutal niedergeschlagen. So kostete die Rache der französischen Bourgeoisie 25000 Menschen das Leben, 3000 starben in den Knästen, 13700 wurden verurteilt, die meisten zu lebenslänglichen Strafen. Dieser Tag wurde zuerst Tag der Pariser Kommune genannt.

1922 wurde auf dem IV. Weltkongress der kommunistischen Internationale die Internationale Rote Hilfe (IRH) gegründet und u. a. die Durchführung eines internationalen Tages der politischen Gefangenen beschlossen, der am 18. März 1923 erstmals ausgerufen werden konnte. Mit diesem Tag sollte vor allem das Bewusstsein und die Solidarität für die Lage der politischen Gefangenen weltweit erzeugt und verankert werden und auf diese Weise auch praktisch zum Ausdruck kommen. (mehr…)

Türkei: 5 Monate Knast für einen einzigen Satz

Von Gunnar Köhne

Als MP3 beim DLF hören

In der Türkei gilt die Wehrpflicht. Wer den Militärdienst verweigert, landet für gewöhnlich im Knast. Doch damit nicht genug: Auch Kritik an der Wehrpflicht steht unter Strafe – ein Gesetz, das offenbar immer konsequenter angewendet wird. (mehr…)

MTK: CDU-Landrat hofiert Gegner der Stolpersteine

Es sind die ganz feinen Töne, die im Main-Taunus-Kreis von Landrat Gall (CDU) angestimmt werden. Wahrscheinlich nicht nur wegen Galls Unterredung mit Lixenfeld, zog dieser seinen Beitrag für das Jahrbuch des Kreises zurück. Da wird der öffentliche Druck auch eine Rolle gespielt haben. Im gleichen Atemzug allerdings, gibt der CDU-Mann für Lixenfeld eine äußerst bedenkliche „Ehrenerklärung“ ab und stellt sich somit vor Hermann Lixenfeld, der wegen seiner judenfeindlichen und den Holocaust verharmlosenden Aussagen vor Wochen in der Öffentlichkeit aufgefallen war. Gall fischt hier wohl am äußerst rechten Rand des Wählerspektrums. (mehr…)