Archiv für Februar 2012

SA-Sportler Walter Köbel der richtige Namensgeber?

Wenige Tage vor einem „Antirassistischen Fußballturnier“ in der Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim, gibt die ANTIFA neue Details über die Nazivergangenheit des früheren SPD-Bürgermeisters bekannt.

Gleich drei neue Erkenntnisse werden präsentiert:
Walter Köbel, der bereits am 1.1.1937 trotz Aufnahmesperre der Nazipartei, Mitglied in der NSDAP wurde, hat auch das Goldene Ehrenabzeichen der HJ erhalten. Dies war eine höchste Auszeichnung des Nazistaates, so die ANTIFA. Darüber hinaus ist der Jurist Köbel auch Mitglied in der Vereinigung der Nazi-Juristen geworden. Am 1.März 1942 ist Köbel in den NS-Rechtswahrerbund aufgenommen worden. Hier waren alle „furchtbaren Juristen“ der Nazis vereinigt.
Besonders pikant dürfte aber sein, dass Walter Köbel ein ganz besonderer Sportler war, der die besonders hohen Anforderungen des SA-Wehrabzeichens erfüllt hat.
Die paramilitärischen Übungen der SA – beispielsweise zielgenaue Keulenwürfe, die Keule war passend nach einer Handgranate der Wehrmacht geformt , Schießübungen, Geländemärsche und das Tarnen- dürften aller Voraussicht das Ende der größten Rüsselsheimer Sporthalle für den Namen Walter Köbel bedeuten, wenn sich die Stadt Rüsselsheim nicht vollends in der Angelegenheit „Dr. Walter Köbel“ blamieren will.

Blamiert hat sich wiederholt der Rüsselsheimer DGB. Nach dem peinlichen Auftritt 2007, der NPD in Rüsselsheim, am Kampftag der Arbeiterklasse (1.Mai) nicht nur den Lassalleplatz(!) kampflos zu überlassen und die Nazis dann auch noch ungestört durch Rüsselsheim marschieren zu lassen, hat der DGB keine bessere Sporthalle für sein „Antirassistisches Fußballturnier“ gefunden, als eine Halle, die den Namen des SA-Wehrsportlers Walter Köbel trägt.
Der DGB-Vorsitzende, Bernhard Grunewald und Mannen, dürften damit den Kolleginnen und Kollegen des Darmstädter DGB-Jugendbüros eine Peinlichkeit der besonderen Art bereitet haben. Völlig unkollegial hat der Rüsselsheimer DGB dem DGB-Jugendbüro in Darmstadt die Organisation zugeschoben, ohne über den geschichtlichen Hintergrund von Köbel zu informieren.

Die Rüsselsheimer Lokalblätter MSP und das RE

So spart OB Burghardt (CDU)

Besonders ältere Bürger_innen in Rüsselsheim dürften nicht erfreut über Rüsselsheims jüngste Einsparung sein. 9.000 Euro spart die Stadt durch die arg reduzierten Einträge in den Telefonbüchern. Waren es früher lesefreundliche drei Seiten (2006), sind in dem aktuellen Telefonbuch daraus nur noch eine kleinergedruckte halbe Seite geworden.
Angegeben sind jetzt nur noch 40, statt vormals 160 städtische Telefonnummern.
Kein Thema für die Stadt, schließlich kann Mensch ja die „Zentrale“ anrufen und sich durchstellen lassen, oder einfach im Internet nachschauen, so die Stadtsprecherin Frey.
Bürger_innen-freundlich ist das jedenfalls nicht.

Ganz anders die alljährliche Sportler_innen-Ehrung. Jung-OB Burghardt (CDU) bleibt nicht mehr Hausherr im städtischen Theater, sondern mietet sich lieber in das „Opel-Auditorium“ ein. Die 9.000 Euro, die durch den Parlamentsbeschluss von 2010 eingespart wurden, dürften somit sofort verpulvert worden sein, weil Opel den Jung-OB plus Sportler_innen bestimmt nicht sponsern wollte. Steckt das Unternehmen doch selbst in einer schweren Krise.

Die üblichen Anstandsbesuche bei Opelchefs etc. hat der CDU-Mann Burghardt bereits absolviert. Besonders der Bundestagsabgeordnete seiner Partei, Franz-Josef Jung, auch bekannt durch seine Verantwortung für das Bombardement in Kunduz, dürfte dabei Hilfestellung im meistern von Krisen, Skandalen u. a. Peinlichkeiten losgeworden sein.
Beispiel: OB Burghardt möchte endlich ein Rüsselsheimer KFZ- Kennzeichen. Seins wird wohl sein RÜ: OB – 0815

300 Afghanen vertreiben 50 Bundeswehrsoldaten

Und das nur mit STEINEN! Das Bundeswehrlager Talokan in Afghanistan ist vorzeitig und wohl ziemlich fluchtartig von den mit Milliardenbeträgen gesponserten Bundeswehrsoldaten
verlassen worden.
Besonders brisant dabei dürfte sein, dass die wackeren Soldaten nicht mit Waffen angegriffen wurden, sondern lediglich mit Steinen beworfen wurden. Die Berichte aus Afghanistan gehen sogar soweit, dass von landesweiten Aktionen dieser Art gegen die westlichen Interventionstruppen gesprochen wird. Dies wäre wiederum ein Indiz für einvorzeitiges und völliges Scheitern der NATO-Truppen in Afghanistan.
Einstellen kann Mensch sich bereits jetzt schon auf eine historische Niederlage à la Vietnam für den Westen und die NATO.
Waren es in Vietnam noch flüchtende US-Kollaborateure, die in den letzten Hubschrauber rein wollten, um das Weite vor den siegreichen Vietnamesen zu suchen, und die US-Imperialisten selbst Helicopter einfach in das Meer stürzten, um schlicht nur wegzukommen, könnten steinewerfende Afghanen gegen die bestausgerüstete und stärkste Militärmacht der Welt besonders brisant für die kriegsführenden Länder (bsw. Bundeswehr & BRD) werden.

Es bleibt dabei: BUNDESWEHR SOFORT RAUS AUS AFGHANISTAN!

GEWOBAU: Leser_innen Kritik

Eine Kritik hat die Redaktion erreicht. Kritisiert wird das Auslassen der Gewobau-Probleme in Rüsselsheim.
Hier die Leser_innen Kritik:

„Leider vergessen gegangen ist hier zuletzt das Thema Gewobau. Nicht nur das die „gemeinnützige“ Wohnungsbaugesellschaft ihre Häuser weiterverkauft (Hasengrund 44) und die Mieter verprellt, wohnen sie noch da, fliegen die auch schnell mit fadenscheinigen? Gründen aus ihren Wohnungen.
Ex-Gewobau-Chef Michael Hampel, der sich generös auf Mieterkosten hat verabschieden lassen, spielt jetzt den Gutmenschen ( „…indem er auf persönliche Geschenke verzichtete „ Haha) in einer Stiftung. Vergessen machen will er wohl seine Tat, dass er sich zu Lasten aller Gewobau-Mieter für einen fünfstelligen Betrag mit einer Ruhestandsparty hat feiern lassen. Wer da nicht verzweifeln muss.

Genauso verlogen verhält sich die Gewobau-Haus-Verkaufspartei (SPD). Die machen ganz im Stile einer Oppositionspartei Front gegen die CDU-Verkaufspläne bei den Häusern der Nassauischen Heimstätte, die in Rüsselsheim 560 Wohnungen unterhält. Allerdings heißt es „wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“.

Georg Schramm statt Gauck

Während die Diskussion parteiübergreifend für Gauck abgeschlossen ist, hat die von diesem Notkonsens ausgenommene Partei DIE LINKE noch keinen Gegenkandidaten nominiert.
Allerdings bedarf es für einen Staat, der sich „demokratisch“ ausgibt immer auch Gegenkandidaturen, um die „freie Wahl“ zu kaschieren (?). Nicht nur deshalb gibt es jetzt dafür einen interessanten Vorstoß aus Hamburg.
In einer Online-Petition fordern bereits über 500 Unterstützer DIE LINKE auf, den bekannten Kabarettisten Georg Schramm für das höchste Amt der BRD aufzustellen.

UPDATE: Georg Schramm tritt nicht an, ist aber für die Abschaffung des Bundespräsidentenamtes.

Gauck, wer? Der nächste bitte!

Der Gießener Michael Beltz hat bereits im Januar den gescheiterten Kandidaten Gauck, auf seine Reputation näher beleuchtet. Im aktuellen Ge-Gauck-el wichtig nicht den Überblick zu verlieren:

Über einige Details seiner Vergangenheit möchte Gauck heute gerne den Mantel des Schweigens breiten. Im Sommer 1990 hat er sich mit seinen eigenen persönlichen Akten stundenlang alleine im Rostocker Bezirksarchiv beschäftigt (vgl. Spiegel 17/91), ein Vorgang, den der damalige Innenminister Diestel als „eindeutig illegal und rechtswidrig“ bezeichnete.
Kaum einer weiß, daß er seinen guten Beziehungen zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) manche Privilegien verdankte: Seine beiden Söhne durften in die BRD übersiedeln und konnten jederzeit wieder die DDR besuchen; Gauck selbst durfte ebenfalls aus diesem Anlaß in den Westen. Und auf seinen Wunsch hin wurde für seine persönlichen Zwecke ein VW Transporter importiert.
Ähnliches bestätigte auch die „Welt“, die am 23.4.91 über ein 90minütiges Gespräch berichtete, das Gauck am 28.7.88 mit dem MfS-Mitarbeiter Terpe geführt hatte. Darin findet man dann solche Äußerungen von Gauck wie: „daß es dringend notwendig ist, die Attraktivität des Sozialismus entscheidend zu steigern“ und „die Bürger ein echtes Heimatgefühl entwickeln“ sowie „daß letzten Endes auch er versagt
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DRESDEN: Die Busse ab Frankfurt

Wer am Samstag noch zu den Blockaden gegen Nazis nach Dresden möchte, kann das für 25€/18€ ab Frankfurt machen.
Die Adressen für den Kartenvorverkauf findet ihr hier.

Allgemeine Informationen (EA u.v.a.m.) hier.

UPDATE: DRESDEN – Nazi-Aufmarsch futsch

Hände weg von Iran und Syrien

Im Anschluss an eine bundesweite friedenspolitischen Aktionsberatung, zu der der Friedensratschlag am Sonntag nach Kassel eingeladen hatte, erklärte der Sprecher des Bündnisses:

In dramatischer Weise haben die USA, die EU und mit ihr die Bundesrepublik Deutschland die Drohkulisse gegenüber Syrien und Iran ständig erhöht. In beiden Fällen geht es aber – entgegen den offiziellen Bekundungen – nicht um Menschenrechte und Atompolitik, sondern um die Vorherrschaft in einer der geostrategisch bedeutendsten Regionen.

Libyen, darin waren sich die Teilnehmer/innen der Beratung einig, dürfe nicht zur Blaupause einer Militärintervention in Syrien werden. Innergesellschaftliche Auseinandersetzungen – so unversöhnlich sie momentan auch geführt werden mögen – dürfen keinen Vorwand für ein militärisches Eingreifen Dritter bieten. Libyen hat doch gerade gezeigt, dass der angebliche „Schutz“ der Bevölkerung vor den Angriffen des Regimes nicht funktioniert hat: Selbst nach Angaben der „Rebellen“ starben in dem NATO-Krieg 40- bis 50 Tausend Menschen. Die Friedenskonferenz stellt fest: „Die Gestaltung der politischen und gesellschaftlichen Ordnung eines Landes ist ausschließlich Angelegenheit seiner Bevölkerung. Sich mit ihr zu solidarisieren heißt vor allem, die Gewaltspirale zu beenden und sich jeglicher Intervention von außen zu widersetzen. Die Überwindung autoritärer Herrschaftsstrukturen und Ausbeutung ist nur in Abwesenheit äußerer Einmischung möglich.“ (mehr…)