Archiv für Mai 2012

Im Sommer nach Dersim-Munzur

Nicht nur Interessierte aus Rüsselsheim haben im Juli die Möglichkeit die kurdische Region Dersim live zu erleben. Der Verband der Studierenden aus Kurdistan bietet eine Delegationsreise mit Programm zum kennenlernen von Land und Leuten für 500 Euro an.

Köbel-Schild erneut für drei Tage angebracht

http://linkedickerbusch.blogsport.de/images/WKHZusatzschildNSDAP19371945.JPG Taktisch klug wurde das Zusatzschild mit Köbels Lebensdaten (siehe Bild) am Pfingstwochenende an der Köbelhalle angebracht.
Mit rekordverdächtigen drei Tagen konnte die Zusatzinformation viele Hunderte Augenpaare auf sich ziehen. Das lahme Reagieren der städtischen Verantwortlichen deutet nicht nur auf eine psychische, sondern auch auf eine physische Erschöpfung der städtischen Entscheidungsträger hin. Vielleicht ist aber auch nur über ein verlängertes Wochenende die Sicherheit und Ordnung in der Mainstadt außer Kraft gesetzt?

Am Freitag zuvor fand im Rüsselsheimer Rathaus eine Podiumsdiskussion zum Fall Köbel, veranstaltet vom Rüsselsheimer Ausländerbeirat, statt. Alle auf dem Podium sitzenden Vertreter lehnten vor der Öffentlichkeit Walter Köbel als Namensgeber für die größte Rüsselsheimer Sporthalle ab.
Neben dem Ausländerbeirat haben sich Pfarrer Guth, der Künstler Vollrad Kutscher und Professor Metzner (SPD), sowie weitere SPD-Mitglieder gegen den bisherigen Namensgeber ausgesprochen. Mit dem Ehrenbürgermeister Gerhard Löffert (SPD) und Richter a.D. hat sich auch ein sozialdemokratisches Schwergewicht gegen Köbel und für das Zusatzschild, ausgesprochen.
Mit im Boot ist auch die Linke/Liste Solidarität, die ihr Statement aus dem Parlament gegen Köbel wiederholte. Ein einziger CDU-Vertreter sträubte sich noch, scheint aber nicht mehr die Zeichen der Zeit (wer zu spät kommt….), zu verstehen. Die aktuellen Signale aus der CDU deuten auf eine Kehrtwende der Unions-Politiker hin.

Rüsselsheimer „SPD allein zu Haus“ und Volksfront in Rüsselsheim gegen Alt-Bürgermeister Walter Köbel, könnten bald die bestimmenden politischen Leitlinien werden.

„Rüsselsheimer Echo“ floppt bei Walter Köbel

Die Hauspostille der Ehrenretter von Walter Köbel, das Rüsselsheimer Echo, hat bereits am Montag deutlich gemacht, dass die Redaktion weder in der Lage ist, einfache lokale Daten zu recherchieren, noch das öffentliche Interesse an der Person Walter Köbel und seine Nazi-Vergangenheit mit ausführlichen Berichten zu befriedigen.
Aufmerksame Leser_innen haben dem Echo eine Korrektur abgetrotzt.

Für das vormals noch „aufklärerische“ Echo ist die Köbelhalle z. B. während seiner Amtszeit gebaut worden. Jede/r Schülerzeitungs-Redakteur_in, wäre allerdings über das Todesdatum von Köbel, 1965 gestolpert, weil die größte Rüsselsheimer Sporthalle erst seit 1972 besteht. Kann also nicht sein. (mehr…)

Rüsselsheimer Magistrat macht mit bei Blockupy- aber nur beim Köbel-Zusatzschild

UPDATE: Köbel-Gegner_innen kritisieren Magistrat hier lesen.

In der letzten Sitzung des Magistrats in Rüsselsheim hat sich dieser gegen die Anbringung eines Zusatzschildes an der Köbelhalle („NSDAP-Mitglied 1937 – 1945“ und „SPD-Bürgermeister 1954 – 1965“) ausgesprochen.
Somit bleibt der Antrag, die Köbelhalle mit dieser Zusatzinformation über Köbels Leben allen Sportler_innen, Schüler_innen und Bürger_innen vertraut zu machen, unberücksichtigt. (mehr…)

Dersim Festival 2012 in Frankfurt

Am 25. und 26. Mai findet im Frankfurter Rebstockpark das Dersim Kultur Festival statt. Informationen dazu erhalten Interessierte aus Rüsselsheim z.B. im kurdischen Verein (Ferdinand-Stuttmann-Straße gegenüber Bistro Mitch).
Einfach nachfragen. Der Rebstockpark in F ist hier. Mit dem RMV hier.

Informationen über das
IV. Dêrsim Alewitisches Kulturfestival in Frankfurt (Eintritt: 10 Euro) (mehr…)

Nazi und Lügner: Dr. jur. Köbel

Heute berichtet die Main-Spitze über das antifaschistische Interview der Recherchegruppe zu Köbel. Dr. Walter Köbel dürfte bei Sachlage der Dinge bald als der frühere Lügen-Bürgermeister von Rüsselsheim mit NSDAP-Mitgliedschaft durchschlagende Bekanntheit genießen.

Bericht in der Main-Spitze – LiR hatte das Interview bereits hier dokumentiert.

ANTIFA sorgt für diplomatische Affäre im Rathaus

Bereits im letzten September hat die ANTIFA in Rüsselsheim wegen den verwucherten Gräbern der Opel-Zwangsarbeiter_innen bei acht Botschaften den unwürdigen Zustand bekannt gemacht.

Mit Erfolg. Zum 8. Mai (Tag der Befreiung vom Faschismus) wurden Blumen und offizielle Kränze an den Gräbern niedergelegt. Gleichzeitig scheinen die Interventionen der Botschaften bei Magistrat und Oberbürgermeister nicht nur dafür Veranlassung gewesen zu sein, mal wenigstens den Friedhofsboden vor den Gedenksteinen zu pflegen, sondern auch besser die unvertretbare Ehrung für den toten Bürgermeister, Walter Köbel (NSDAP), zu unterbinden.

Wegen der deutschen Wehrmachtsverbrechen in Kalavryta und Distomo (1944 in Griechenland) dokumentieren wir das Schreiben an die griechische Botschaft.

Ein Bericht über die diplomatische Affäre in Rüsselsheim, durch die ANTIFA ist hier zu lesen.

ANTIFA will keinen Ehrenkranz für einen Nazi

Seit Jahrzehnten bekommt der frühere Bürgermeister von Rüsselsheim, Walter Köbel (NSDAP seit 1937), einen städtischen Ehrenkranz auf sein Ehrengrab. Die Rüsselsheimer ANTIFA fordert jetzt von Oberbürgermeister Burghardt (CDU) ein Ende des Schauerspiels.

Die ganze Presseerklärung der ANTIFA hier.

Und so sah die Ehrung des NSDAP-Mitglieds im letzten Jahr aus.
Verantwortlich hierfür: Stefan Gieltowski (SPD), Josef Dreiseitel (Grüne), Siegbert Reinig (SPD), Folkmar Schirmer (Grüne), Horst Trapp (CDU) u.a.
Inzwischen ist der Posten des Oberbürgermeisters neu besetzt. Patrick Burghardt von der CDU hat Stefan Gieltowski (SPD) abgelöst.

UPDATE (09.05.): Nix mehr mit Ehrenkranz für NSDAP-Köbel.