Archiv für September 2012

GEWOBAU hat Ärger mit den Mieter_innen einer Senioren-Wohnanlage

Auch unter dem GEWOBAU-Chef Regenstein setzen sich die Skandale des Wohnungsunternehmens fort.
Nachdem die städtische GEWOBAU in den letzten Jahren durch Häuserverkauf negativ aufgefallen ist, der alte GEWOBAU-Chef Michael Hampel mit einer Luxus-Verabschiedungsfeier auf Kosten der Mieter in den Ruhestand geschickt wurde, sind es jetzt die Mieter_innen der „Senioren-Wohnanlage“ in Alt-Haßloch, die auf seltsame Unregelmäßigkeiten bei der Nebenkostenabrechnung aufmerksam machen.
Obwohl die GEWOBAU bereits im letzten Jahr peinliche Abrechnungsfehler nachgewiesen bekam, leistet sich das Unternehmen wiederum Kosten zulasten der Mieter_innen Am Burgraben 4.
Allerdings hat die GEWOBAU die Senior_innen unterschätzt. Die machten die neuerlichen GEWOBAU-Patzer öffentlich. Dem entsprechend offensiv ist man auch in der Wohnanlage in Alt-Haßloch. Man sei zwar „alt aber nicht dumm“, heißt es dort aus dem Mund der Mieter_innen.
An die Presse ist man Ende letzter Woche gegangen, und siehe da, die GEWOBAU lässt in dieser Woche ganz offensichtlich mal schnell die ungepflegte Außenanlage vom Unkraut befreien.
Eben ertappt!

Welche Musik wird zukünftig am Kant-Gymnasium gespielt?

UPDATE: Guss inthronisiert: „Kinder“ jetzt „wertvolle Individuen“ und „Kader-Chef“ hat „einen der schönsten Jobs“

Die besten Zeiten des Rüsselsheimer Kant-Gymnasiums sind vorbei. Bei den Wünschen der gymnasialen Fünftklässler_innen liegt „das Kant“ auf den letzten Platz. Keiner will da mehr hin.
In Zeiten dauerhafter Umbrüche, auch im Schulsystem (G8 u. a. m.), ist die Postenvergabe an einen Schulleiter wie dem Kant-Gymnasium mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen.
Mit Rainer Guss (45) kommt ein neuer Chef an das Kant-Gymnasium, der zuvor an der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn tätig war. Die Schule hat einen musikalischen Schwerpunkt. Guss hatte hier z. B. eine Big Band geleitet.
Was musikalisch vielleicht eine Geschmacksfrage ist, ist sein Engagement für die „Anschlussperspektiven“ der Gymnasiasten_innen bestimmt weniger.
So verkündete der stolze Schulleiter der Lokalpresse auch gleich, dass er OB Burghardt (CDU) von seinen Plänen berichtet hat.
Diese Pläne sind aber alles andere als wünschenswert für Eltern, Schüler_innen und bestimmt auch für das Lehrer_innen-Kollegium.
In Eschborn nämlich hatte Guss, kein geringeres Unternehmen als die Leiharbeitsfirma Randstad an die Schule geholt. Gerade eine Leiharbeitsfirma sollte dort die Schüler_innen auf „die Arbeitswelt“ vorbereiten und konnte dabei gleich eine Menge Imagewerbung für das Sklavengewerbe machen. Rainer Guss hatte hier zynische Worte gefunden, indem er erklärte als „oberstes Ziel, die jungen Menschen auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten“. Der neue Kant-Schulleiter meinte also auf prekäre Arbeitsverhältnisse, Schlechterstellung und hecheln nach einem festen Arbeitsplatz.
Auf die Frage, ob das nicht „problematisch“ sei, hatte Rainer Guss die merkwürdige Antwort parat, dass die Schule viele Möglichkeiten aufzeigen wolle, mit ihren Vorzügen und Nachteilen, sodass die Schüler selbst entscheiden können, welchen Weg sie wählen“.
Ob Rainer Guss z. B. die Alkohol- Tabak- und andere bedenkliche Industriezweige an die Kant-Schule holen möchte, ist bisher unklar. Interessierte Schüler_innen können sich aber berechtigte Hoffnungen machen.
Überhaupt scheint Rainer Guss ein Faible für die Lobby-Verbände der Wirtschaft zu haben. In Eschborn vertrat Guss seine Schule in der „Wir machen Schule“ Initiative. Hier geht es bei den schulischen Aufgaben mehr um Synergieeffekte und Benchmarking. Jeder Mensch kennt das aus seinem Betrieb, und was es bedeutet. Die passenden Partner dazu: FRAPORT, Lions Club usw.

Müßig hier anzufügen, dass die Eschborner Schule von Rainer Guss eine mit Schuluniform ist, und dass die Schule den Ruf hat, früher von einer reaktionären Schulleitung geführt worden zu sein, die ziemlich alles für eine Ungleichbehandlung zwischen den einzelnen Schulzweigen unternahm.
Hoffentlich passen hier einmal die GEW und der DGB auf?

Rüsselsheim: Adam-Opel-Denkmal bereit zur Demontage

Noch immer trägt die größte Rüsselsheimer Sporthalle weiter den Namen WALTER KÖBEL (Bürgermeister mit NSDAP-Mitgliedschaft u. a. m.), da macht die Rüsselsheimer
ANTIFA eine neue Nazi-Altlast bekannt.
Das bundesweit bekannte Denkmal für den Gründer der Adam-Opel-Werke vor dem Rüsselsheimer Hauptportal ist von einem Frankfurter Bildhauer mit Nazi-Hintergrund geschaffen worden. Emil Hub, so heißt der Mann, hat nicht nur 1937 den 4,5 Tonnen schweren und überlebensgroßen Opel in unternehmerischer Führerpose gestaltet, sondern, weil er wohl schon gerade dabei war, auch noch Büsten von Adolf Hitler. Die „Führer-Büsten“ stellte Hub, der an allen „Kunstausstellungen“ der Nazis in München beteiligt war aus, und verkaufte die auch. Hub, konnte seinen Nazi-Kitsch auch an so prominente Nazis wie Goebbels verkaufen. Von dem kassierte er 12.000 RM, das wären nach heutiger Währung ca. 120.000 Euro!
Die ANTIFA will jetzt, dass an dem Denkmal die Nazi-Affäre des Bildhauers auf einer Informationstafel öffentlich gemacht wird, weil bisher die Geschichte des Denkmals „verfälscht“ dargestellt werde.
Von der ANTIFA ist auch zu vernehmen, dass sich die Antifaschist_innen auf einen langen Kampf gegen die fortbestehende Ehrung von Walter Köbel (der mit der Nazi-Vergangenheit) einstellen, und man genügend Material habe, zu jeder passenden Gelegenheit die Finger in die Wunde Faschismus zu legen.

Die Lokalpresse: Das Rüsselsheimer Echo (hier fällt schon mal der Nazibegriff für die Ausstellungen in München hinten runter)

Und hier präsentieren sich zumeist in den Kommentaren Rüsselsheims „geistige Elite“ in der Main-Spitze.