Archiv für November 2012

Rüsselsheim vor dem Kahlschlag

Über die Presse ist die Liste der einzusparenden Rüsselsheimer Institutionen bekannt geworden. Von Theater, Musikschule, Schwimmbad bis Museum steht so ziemlich alles auf der Streichliste.
Die ver.di-Vertrauensleute bei der Stadt haben jetzt mit Aktivitäten dagegen ihre Aktionen begonnen. Prominenter Unterstützer war auch gleich der bekannte Kabarettist Georg Schramm bei seinem Auftritt im Rüsselsheimer Stadttheater.
In einer gemeinsamen Presseerklärung haben der Fachbereich Musik in ver.di und die Deutsche Orchestervereinigung die Schließungspläne als „leichtfertig“ und „gefährliches Spiel“ kritisiert.

Das ver.di-Flugblatt.
Die Unterschriftenliste für die Musikschule und für das Stadttheater.

Die Listen kann Mensch z. B. im Rathaus bei den ver.di-Leuten oder bei einschlägig bekannten Leuten abgeben.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich…

UPDATE: Wenn Pack Hunde hat – die können nichts dafür!

Wenn Polizisten sich mal unversehens selbst verdreschen. Das geht so: Die Polizei sieht zufällig im Garten eines Privatgrundstückes zwei mit Aufräumarbeiten beschäftigte Männer, die auch noch Dachlatten in den Händen haben. Dafür gibt es ohne Vorwarnung eins auf die Fr…..
Die die Dresche beziehen sind dann auch noch zufällig selbst Polizisten, aber gerade nicht im Dienst. Es kommt zum Prozess mit bedenklichen Aussagen der diensthabenden Polizisten und deren Verurteilung.
Höchstwahrscheinlich wären die Prügelpolizisten freigesprochen worden, wenn die Opfer nicht selbst welche gewesen wären. Ein Lehrstück über Polizei und Justiz.

Kuba braucht Solidarität

Solidarität mit dem sozialistischen Kuba!
Die durch den Hurrikan „Sandy“ verursachten Schäden in Kuba haben sich als erheblich größer erwiesen, als zuerst abgeschätzt. Es wurden über 200 000 Gebäude beschädigt oder zerstört. Der Schaden an den elektrischen Leitungen und Elektrizitätswerken ist enorm. Große landwirtschaftliche Anbauflächen der Region sind verwüstet.
Mindestens 100 000 Hektar landwirtschaftliche Fläche wurden laut UN-Angaben beschädigt. Die Schäden belaufen sich in den betroffenen Gebieten auf etwa zwei Mrd. US-Dollar.
Auf dem Solidaritätskonto der DKP sind inzwischen ca. 6 500 Euro Spenden mit dem Stichwort „Hurrican-Hilfe“ eingegangen. Diese Spenden werden umgehend an die zuständigen kubanischen Stellen weitergeleitet.

Das Kuba-Solidaritätskonto der DKP:
DKP Parteivorstand
Konto Nr.: 253 525 502
Postbank Köln
BLZ 370 100 50
Stichwort: Hurrican-Hilfe

Ebenfalls Spenden sammelt die AG der Linken „Cuba Si“.

Überstunden, miese Ausbildung und in der Berufsschule ist es auch nicht besser

So der Tenor des dritten Ausbildungsreports, den der DGB Hessen vorgelegt hat.
Der Klage über den „Fachkräftemangel“ steht somit eine Realität gegenüber, die den jahrelang jammernden Unternehmern ein miserables Zeugnis ausstellt.
Total übermüdete Auszubildende, wegen Überstunden usw., usf. . Trotzdem sollen die dann noch den Laden schmeißen, wie man z. B. in Rüsselsheimer Discounterläden feststellen kann, wo auf dem Namensschild auch die eigentliche Aufgabe „AUSZUBILDEN/R“ vermerkt ist.

Ausbildungsreport Download

EDEKAS schöne neue Handelswelt

In der Werbung gibt es die Wurst grammgenau. Die dort arbeiten, erhalten aber Dank einer Ausgliederungswelle von Edeka mit ihren Niedriglöhnen nur die Wurstreste. Funktioniert so: Ausgebildete Kaufleute bei Edeka übernehmen den Laden und werden damit selbstständige Einzelhändler. Das gibt es auch in Rüsselsheim und Nauheim.
Und das brummt richtig gut für den Konzern Edeka, aber auch für die REWE-Kette, die das selbe Mittel zur Profitmaximierung nutzt.
Nicht nur in den Konzernkassen klingelt es mehr, sondern Betriebsräte und Gewerkschaft haben dadurch ein Problem die Rechte der Beschäftigen zu vertreten.
Dazu gibt es jetzt eine ver.di-Studie und einen Fernsehbeitrag.

Und zwei Artikel aus der Jungen Welt. Einszwei.

Bundestag debattiert nicht über Köbel (NSDAP), aber über andere Nazis

Im Bundestag wurde heute über den Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in der BRD debattiert.
Nachdem zum gleichen Thema, eben zu Bürgermeister Köbel und seine Nazizeit äußerst kläglich im Rüsselsheimer Stadtparlament lamentiert wurde, wird hier der Redebeitrag des Linken-Abgeordneten Jan Korte dokumentiert.

Die Antwort auf die Große Anfrage der Linksfraktion zu den Nazikarrieren nach 1945 ist hier.

Akten wurden bei Nazis schon immer geschreddert, wie Jan Korte sagt.

Auch der Autokonzern Hyundai hat kein Bock auf Betriebsrat

UPDATE: Welche Rolle gekaufte „Gewerkschaften“ (Stichwort AUB) spielen, wird hier beleuchtet.

In Rüsselsheim gibt es immer mehr Betriebe, wo gewerkschaftliche Rechte nicht mehr gelten.
Insbesondere bei den Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren in Rüsselsheim ansiedelten, sind Betriebsräte unerwünscht und gezahlt wird gerne unter Tarif. Obi, Kaufland und die Echo-Druckerei sind nur einige Beispiele dafür.

Im Gewerbegebiet „Blauer See“, direkt an der Autobahn, spielt sich ein wahres Schauerstück bei dem Autobauer, nein, diesmal nicht Opel, sondern den südkoreanischen Hyundai, ab.
Dort muss der IG Metall Betriebsrat, den es erst seit drei Jahren gibt, reihenweise Prozesse für Arbeitnehmerrechte führen. Die verlor Hyundai der Reihe nach, ohne seinen Kurs zu ändern.
Vor Ort wird schon mal versucht eine Flugblattverteilung zu verhindern, die Flugblätter wurden sogar den Beschäftigten wieder abgenommen. Darüber hinaus haben leitende Angestellte (!) eine Unterschriftenliste zur Auflösung des Betriebsrates den Hyundai-Beschäftigten mit den entsprechenden Mitteln zur Unterschrift vorgelegt, und so mehr als 100 Unterschriften den Leuten abgenötigt. Wie die Gewerkschaft berichtet, scheint das Vorgehen von Hyundai kein Einzelfall zu sein, sondern eine Strategie, die das Unternehmen auch in Südkorea und in Tschechien verfolgt.
IG Metall-Chef Berthold Huber, hat den Autokonzern angeschrieben, und zur Antwort erhalten, dass das Unternehmen die „lokalen Gesetze respektieren“ will. Schon diese Formulierung deutet darauf hin, dass Hyundai davon ausgeht, dass Gewerkschaftsrechte nicht zwingend vorhanden sein müssen.
Demokratie hört aber eben nicht am Betriebstor auf!