Archiv für Mai 2013

Jugendhäuser schließen? Husby grüßt Rüsselsheim!

Ein Blick nach Schweden zeigt in welche Richtung es geht, wenn gestrichen, gekürzt und geschlossen wird.
In Rüsselsheim will die Politik oberschlau sein und schließt zunächst einmal die Jugendräume in Königstädten. Fraglich ist, wie lange sich das Jugendhaus im Dicken Busch noch hält.

Wie radikal die Kürzungen bei den Jugendtreffs sind, zeigt, dass die 4 1/2 Stellen für alle Jugendeinrichtungen in Rüsselsheim zu anderen Zeiten alleine im Dicken Busch vorhanden waren. Die Jugendräume Berliner Viertel, Ahornallee u.a. sind schon lange Geschichte.
Offensichtlich wollen die „Boys im Rathaus“, dass die Sozialarbeit von der Polizei und mit deren Methoden übernommen wird. Früher siehe Frankreich – heute siehe Schweden.

Morgen geht es los: Dersim Festival in Frankfurt

Morgen beginnt um 17 Uhr im Frankfurter Rebstockpark das 5. Dersim Festival. Die Eintrittskarte kostet 10 Euro und ist u.a. beim kurdischen Verein in Rüsselsheim erhältlich.
Bei Facebook gibt es eine Gruppe und Informationen.

Zum 150. Geburtstag der SPD

Ein Lied zum Geburtstag nicht nur der Rüsselsheimer SPD.

Ottmar Hörl-Altlast in Rüsselsheim

(Bild links: Hörl-Figurengruppe im Hasengrund).
Ottmar Hörl, der während der Regentschaft von SPD-Oberbürgermeister Winterstein Rüsselsheim mit seiner Familien-Skulptur nicht nur vor dem Rathaus beglückte, hat jetzt in Trier etwas zu Karl Marx fabriziert.
Wurden schon in Rüsselsheim seine Kunstwerke entwendet, gehen die ziemlich inhaltslosen kindergroßen Marx-Figuren, weg, wie die berühmten Semmeln. Wie damals in Rüsselsheim, fällt dem Künstler Hörl zu dem bedeutendsten Kapitalismus-Analytiker, der Marx eben war, außer der seriellen Reproduzierbarkeit als Methode in dessen Geburtsort Trier, nichts ein. Und das sogar in der schwerwiegendsten Krise des Kapitalismus („Finanzkrise“) nach 1945.
Etwas anders verhält es sich bei der Gartenzwerg-Figur mit Faschistengruß. Hier will Hörl Nazis wenigstens satirisch vorführen: „Nazis sehen sich doch selbst als groß, blond und heldenhaft. Diese Eigenschaften hat doch kein Gartenzwerg.“ Allerdings darf er sich getrost mit dem Vorwurf der Verniedlichung des Faschismus auseinandersetzen. Selbst wenn die Folgen des Hitlerfaschismus ausgeblendet bleiben, sind 183 Tote durch neofaschistische Gewalttäter seit 1990, die krasse Realität zum „Nazi-Gartenzwerg“.

Allerdings zeigt der Trierer Vorgang auch, dass sich Hörl künstlerisch nicht weiterentwickelt hat, und er seine Marx-Figuren besser für Rüsselsheim produziert hätte. Hier weiß man weder wer Karl Marx ist, noch das er am 5.Mai seinen 195. Geburtstag hätte feiern können und schon gar nicht das der Kapitalismus durch eine andere, bessere Gesellschaft abgelöst wird. Das Klau-Risiko wäre also minimal.
Und wer ist eigentlich Ottmar Hörl?

Nazi-Outing in Raunheim

Bereits im April hat die Antifa in Raunheim ein NPD-Mitglied in der Weserstraße öffentlich bekannt gemacht.
Der Neonazi geht einen ganz besonderen sicherheitsgefährdenden Sport nach. Er schießt beim ASV Astheim mit der Großkaliber-Pistole. Allerdings wurde der NPDler nicht etwa aus dem Verein ausgeschlossen, sondern darf weiterhin seine Schießqualitäten gegen „Undeutsches“ und Raunheimer*innen, die nicht in seine Nazi-Ideologie passen, trainieren.
Mit Genehmigung der Kreisbehörden, wohl bis das erste Opfer zu beklagen ist.
Inzwischen fordert nicht nur der Rüsselsheimer Ausländerbeirat die Beschlagnahme der Waffen des Neonazis aus Raunheim.

Mehr zu dem skandlösen Fall hier.

Und wieder ein toter Bundeswehrsoldat mehr

Der Bundeswehrabzug 2014, der kein richtiger sein wird, hat die Zahl der toten deutschen Soldaten erhöht. Der 53. deutsche und erste „Elitesoldat“ der KSK hat in Afghanistan sein Leben ausgehaucht. Dazu das „NATO-Kampfblatt“.