Archiv für März 2014

Ausbildungsmesse: Bundeswehr lockt minderjährige Mädchen mit Büroarbeit

Die Veranstalter der Ausbildungsmesse in Rüsselsheim, der Gewerbeverein und die Stadt Rüsselsheim, vermieden es in ganzseitigen Anzeigen und auf der Internetpräsenz, die Bundeswehr als Teilnehmer der Messe aufzuführen. Erst kürzlich wurde der Auftritt der Bigband der Bundeswehr im Stadttheater kritisiert.
Offensichtlich wird versucht der Kritik aus dem Weg zu gehen.
Ein Bericht der „Main-Spitze“ enthüllt allerdings, dass die Bundeswehr sehr wohl anwesend war und sich um minderjährige 14jährige Mädchen für das Soldatenhandwerk des Tötens bemühte. Nach Rüsselsheim hat die Bundeswehr einen zwei Meter großen „Karriereberater“ geschickt, der auch vor kleine Mädchen nicht zurück schreckt, sie aber zunächst „fürs Büro“ ködern will. Der Bericht zeigt, wie skandalös die Auftritte der Bundeswehr sind.
Bundeswehr raus aus der Ausbildungsmesse!

Türkische Regierung zahlt 10 Millionen Euro für Vereine in Europa

Das türkische AKP-Regime hat Freunde in Europa. Vor allem türkische Vereine kassieren Geld von Erdogan (AKP). Die türkische Regierung legt zwar nicht offen, welche Vereine gesponsert werden, aber in die Bundesrepublik fließen so über die türkischen Konsulate mehr als 1 Million Euro. Kosten für Personal, Reisen usw. sind dabei nicht berücksichtigt. Die Konsulate nehmen nicht nur die Förderanträge für „Projekte“ entgegen, sondern sind dabei auch behilflich. Überhaupt zeigt man sich generös, wenn es um Unterstützung für die türkische Regierung geht. „Weiterbildungsveranstaltungen“ mit über 100 Teilnehmern werden finanziert und veranstaltet um dem Regime in Ankara den Rücken zu stärken.
Wie eng es für Erdogan ist, zeigt, dass die Ausgaben in den letzten Jahren sich vervielfacht haben, und, das sich neben den bisherigen offiziellen Geldempfängern (DITIB-Moscheen) jetzt auch andere „Lobbygruppen“ über Cash vom Bosporus freuen dürfen.
Nur eben nicht die protestierenden DemokratInnen vom Gezi-Park oder die Kurdinnen und Kurden in ihren Provinzen. KommunalpolitikerInnen sollten da mal Aufklärungsarbeit leisten.

Gerhard Schröder (SPD)- das Völkerrecht und seine Tornado-Bomber 1999 in Jugoslawien

Am 9. März 2014 hat Gerhard Schröder, SPD-Bundeskanzler a.D., öffentlich beim Zeit-Matinee zugeben, mit der Bombardierung von Jugoslawien das Völkerrecht gebrochen zu haben.

O-Ton eines Kriegstreibers und Zertörers von Sozialsystemen in der BRD:
Schröder: Aber wissen sie, warum ich ein bisschen vorsichtiger bin, mit dem erhoben Zeigefinger?
Das will ich ihnen gerade in solch einer Veranstaltung sagen: WEIL ICH ES NÄMLICH SELBST GEMACHT HABE!Frage:
Was haben sie gemacht? Schröder: GEGEN DAS VÖLKERRECHT VERSTOSSEN!

Schröder:
Als es um die Frage ging, wie entwickelt sich das in der Republik Jugoslawien, Kosovo-Krieg, da haben wir unsere Flugzeuge, unsere Tornados, nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt. Ohne das es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte.

Kundgebung in Rüsselsheim für toten Schüler

UPDATE: Die Lokalpresse, die nur kurz da war und einiges nicht mit bekam.

Der Tod des 15jährigen Schülers Berkin Elvan in der Türkei ist Anlass für eine Kundgebung in Rüsselsheim. Der Junge, der während der Massenproteste gegen Erdogan im Juni vergangenen Jahres beim Brotkaufen von einer Tränengasgranate der Polizei am Kopf getroffen worden war und seitdem im Koma lag, war zu einem Symbol für die Polizeigewalt des Erdogan-Regimes geworden. Am Dienstag starb er in einem Istanbuler Krankenhaus. Elvan ist das achte Todesopfer im Zusammenhang mit den Gezi-Park-Protesten.
Linke Gruppen aus Rüsselsheim mit Wurzeln in der Türkei und Kurdistan wollen morgen ab 18 Uhr am Bahnhof demonstrieren.
In Frankfurt gibt es am Samstag (15.03.) eine Kundgebung zum Tag der Politischen Gefangenen 11-14 Uhr Frankfurt Merianplatz.
Danach gibt es ab 14.30 Uhr eine Kundgebung an der Hauptwache gegen die faschistische Gefahr in der Ukraine, wo Linke, Antifaschisten und Kommunisten auf Todeslisten stehen.

In Darmstadt findet aktuell eine empfehlenswerte Reihe unter dem Motto „ FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN“ statt.

Opel diktiert bald an der Kant-Schule

Die Rüsselsheimer Immanuel-Kant-Schule hat demnächst den Autobauer Opel als „offiziellen Bildungspartner“ . Schulleiter Guss hat das in der Lokalpresse ausgeplaudert.
Die Kant-Schule leidet an stark rückläufigen Wünschen von Schüler_innen an dieser Schule aufgenommen zu werden. Rainer Guss steuert mit G9 und anderen Maßnahmen dagegen.
Mit dem „Bildungspartner“ Opel holt sich das Gymnasium für den naturwissenschaftlichen Bereich einen dominanten Unterrichtsbetreiber an die Schule, der nicht nur direkten Zugriff auf den naturwissenschaftlichen Nachwuchs erhält, sondern auch einen Propagandisten der kapitalistischen Wirtschaft für die Themen „Marketing, Marktbeobachtung und Wirtschaftsethik“ an Bord, der hier das Steuer übernimmt. Das geht so weit, dass „beispielsweise ein Ethikkurs der Oberstufe Besuch eines Marketing-Spezialisten des Autobauers“ erwarten darf.
Offensichtlich erhofft sich Opel mit dieser Strategie auch Marktanteile bei den PKW-Käufen zurückzugewinnen. Damit gewinnt Opel aber gleichzeitig einen bisher so noch nie dagewesenen Einfluss auf Bildungsinhalte und auf die Köpfe von jungen Menschen in Rüsselsheim. Opel zementiert sich somit vor Ort ein. Schöne, neue Opel-Welt?
Unter Schulleiter Guss geht die IKS den Weg weiter, externe bildungsferne Kooperationspartner an die Schule zu holen. Selbst die Bundeswehr durfte sich schon breit machen.

Ukraine: Spendenkonto für Antifas/ Hannover: Nazis überfallen DKP

UPDATE 2.0: Auch Rüsselsheimerinnen mit ukrainische Wurzeln sehen die faschisitische Gefahr in Kiew.

UPDATE 1.0: „…die Faschisten des »Rechten Sektors«, die in paramilitärischer Formation durch Kiew patrouillierten und … Anschläge verüben. Es kursieren sogenannte Todeslisten mit den Namen linker Aktivisten …“ Interview mit der Roten Hilfe.

In Hannover haben Nazis DKP-Mitglieder gezielt überfallen. Unter den Überfallenen war eine blinde Frau. Typisch Nazis.
Die DKP dazu: Hannover hat ein Naziproblem !

Während die Mainstream-Medien hier von Faschisten in Kiew nichts wissen wollen, haben Linke unter den neuen Machtverhältnissen schwer zu kämpfen. Die Rote Hilfe hat ein Spendenkonto für Antifaschist_innen in der Ukraine eingerichtet:

Rote Hilfe e.V.
Kontonummer: 56036239
BLZ: 260 500 01
bei der Sparkasse Göttingen
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Stichwort: „Antifa Ukraine“