Archiv für Oktober 2014

Internationaler Aktionstag für die Solidarität mit Kobanê in Frankfurt

Im Rahmen des “Internationalen Aktionstages für die Solidarität mit Kobanê“ organisieren das Internationalistische Aktionsbündnis Frankfurt (IAB-FFM), Nav-Dem – Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V. und die Interventionistische Linke Frankfurt, eine Demonstration in Solidarität mit Kobanê. Hierzu laden wir als Initiatoren alle fortschrittlichen, demokratischen und linke Kräfte dazu ein, am 01.11.2014 – 15:00 Uhr – Frankfurt HBF für die Revolution in Rojava sich dieser Demonstration anzuschließen.
Diese Demonstration findet im Rahmen des Internationalen Aktionstages für die Solidarität mit Kobanê statt und sieht sich als ein Teil dessen.

Samstag 01.11.2014 – 15 UHR
Kaiserstraße Frankfurt/M.
(am Hauptbahnhof Frankfurt am Main)

Der Aufruf hier.

Und wer will ein Text von David Graeber mit einer voll beknackten deutschen Überschrift. Englisch hier.

Bald Hungerlöhne bei real/ Globus?

Die ver.di-Informationen Handeln Nr. 72 haben für die vielleicht zukünftigen Globus-Beschäftigten im noch real-Markt in Rüsselsheim-Bauschheim keine erfreulichen Neuigkeiten.
Bisher wurde nach Tarif gezahlt, was auch nicht gerade viel war. Zukünftig gibt es eine „globusseigene Entgeltstruktur“ (GLENS). Gezahlt wird bei Einstellungen grundsätzlich in der jeweils ersten Stufe des Entgeltsystems. Im Einzelhandelstarifvertrag wurden bisher frühere Beschäftigungszeiten berücksichtigt, was mehr Geld bedeutete. Damit ist Schluss. 1.550 Euro im Backshop oder 1.700 Euro für den Metzger, statt 2.545 Euro nach Tarif des Einzelhandels für den Metzger. Immer Brutto!
Schlimmer. Die Horrortabelle hat noch mehr zu bieten: Urlaubsgeld nur 938,88 € statt 1.182 €; Weihnachtsgeld nur 5o% statt 62,5% nach Tarif des Einzelhandels, Abschaffung der Zuschläge für Spätöffungszeiten und andere Zuschläge werden spürbar gekürzt. Alle Beispiele nach ver.di.
Kein Wunder, dass da die real-Leitung in Raunheim für die Abschlussfeier des real-Marktes, dass Fleisch spendierte. Das werden sich wohl die Beschäftigten mit Globuslöhnen nicht mehr leisten können.
Damit dürfte die Aussage von Oberbürgermeister Burghardt (CDU) „Globus zeige großen Einsatz und die Bereitschaft, Verantwortung für die Mitarbeiter des Real-Markts zu übernehmen“, und derzeit würden „mögliche Modelle im Sinne der Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer“ geprüft, ziemlich mies von den real-Leuten aufgenommen werden.
Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel heißt die Übersetzung der Globuslöhne!
Die ver.di Information Handeln Nr. 72 demnächst hier.

Voll im Trend: Fahnenflucht bei der Bundeswehr

Nicht erst seit Bölls Erzählung „Ende einer Dienstfahrt“, die 1966 erschien, können sich Soldat_innen immer mal Gedanken machen, für was sie so den „Kopf hinhalten“.
Ein Fallschirmjäger der Bundeswehr hat das auch getan, und ist zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist gegen Faschisten in der Ukraine zu kämpfen. Mitgenommen hat er dazu seine Ausrüstung, aber keine Schusswaffe.
Ein wenig ausgleichende Gerichtigkeit also. Während die BRD ganz offiziell das Putschistenregime mit einer halben Milliarde Euro und weiterer großzügiger Hilfen beim „Antiterrorkrieg“ gegen die Ost-Ukraine unterstützt, gibt der Bundeswehrsoldat sein Bestes gegen die Faschisten.
Für die mutige Tat gehört er nicht wegen „Fahnenflucht“ angeklagt, sondern für diese gewissenhafte Entscheidung gegen die verfassungsfeindliche Politik der Bundesregierung, ausgezeichnet.
Der Ehrengast für den Hessentag 2017 in Rüsselsheim ist: Ein Deserteur der Bundeswehr!
Desertieren, sabotieren, blockieren…..
Die jW und das Nato-Organ FAZ

BANDISTA im ExZess

Im Frankfurter ExZess spielt am kommenden Samstag (18.10.) die Band BANDISTA.
Die Kultband aus Istanbul bringt revolutionäre Schwingungen mit. Außerdem gibt es einen Film über die Proteste im Istanbuler Gezi-Park. Urteil: Schwer angesagt!

Claudia Roth (Grüne) fordert Partnerschaften mit kurdischen Städten

Die grüne Bundestagsabgeordnete, Claudia Roth, hat sich in der ARD-Sendung „moma“ für den Aufbau von „Partnerschaften“ mit kurdischen Orten ausgesprochen.
Aufgrund der „Tragödie“ und „humanitären Katatrophe“ in Kobanê forderte sie u.a. „sofortige Hilfe“. Die Bundestagsabgeordnete hält Städtepartnerschaften sinnvoll und schlägt solche beispielsweise „zwischen Mardin und Bielefeld“ oder „ Diyarbakır und Hannover“ vor. Weiter will Roth „dass wir (eine) direkte Verbindung herstellen, denn es braucht auch eine Solidarität mit den Menschen“.
Damit liegt Claudia Roth mit der Forderung nach einer Städtepartnerschaft zwischen Dersim (türk. „Tunceli“) und Rüsselsheim auf einer Linie.

Newsticker aus Kobanê

Wer sich nicht auf die bürgerlichen Massenmedien verlassen will und Informationen zur aktuellen Lage in Kobanê sucht, kann hier nachsehen.

GEGENBUCHMASSE präsentiert in Frankfurt…

Seit gestern werden in Frankfurt an verschiedenen Orten (ExZess u.a.) Bücher gegen den Mainstream der bürgerlichen Medienverlage präsentiert.

Real Rüsselsheim: Perspektive für Mitarbeiter?

Gerade der erfolglose CDU-Oberbürgermeister Burghardt, der zuletzt herbe politische Niederlagen einstecken musste (Opelforum, Hallenbad u.a.m.), wagt heute in der Lokalpresse ein „Weihnachtsgeschenk“ für die real-Beschäftigten anzukündigen.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch vor Weihnachten eine Perspektive geben können“, sagt aber nichts genaueres. Beruhigend soll wohl der Satz „derzeit würden „mögliche Modelle im Sinne der Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer“ geprüft, wirken.
Der CDU-Mann möchte offensichtlich einen reibungslosen (ohne gewerkschaftlichen Aktionen) Übergang zu Globus. Für die Beschäftigten im Bauschheimer real-Markt ist auch diese Meldung ohne Substanz. Weiterhin bleibt es nach wie vor bei der langen Schließungszeit des Supermarktes, was keine nahtlose Übernahme der Beschäftigten zur Folge hat. Weiter bedeutet der „Dank“ an die „guten Gespräche zur Zukunft“ an die ARBEITSAGENTUR sicher nichts Gutes.
Beschäftigte von real werden sicherlich von der Gewerkschaft ver.di und deren Betriebsräte belastbarere Informationen erhalten.

Solidaritätsdemo mit Kobanê und Rojava in Frankfurt

UPDATE 07.10.14: Nächste Demo Sa. 11.10. 15 Uhr Frankfurt
UPDATE 06.10.14: Pressebericht der FNP und junge WeltVon linken Kreisen in Deutschland erwarten sie Verständnis, dass sie Luftanschläge von den USA fordern.“ ?!
UPDATE: Über 2.000 Menschen aus verschiedenen politischen Gruppen haben am Sa. 04.10. gegen IS und imperialistische Einmischung in Frankfurt demonstriert. Gleichfalls demonstriert hat man z.B. in Berlin ca. 4.000 Leute. Dort sammelt man inzwischen für die Spendenkampagne: Waffen für die YPG/YPJ! Geld.
Samstag, 04.10. um 15 Uhr: Demonstration ab Kaisersack. Um gegen ein drohendes Massaker an der Bevölkerung Rojavas zu protestieren, finden auf Aufruf von NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) am Wochenende bundesweit erneut Demonstrationen und Kundgebungen statt. (mehr…)

Kurdische Guerilla erbeutet drei Panzer

Während die westlichen Medien einen Brei von vernebelnden Meldungen fabrizieren, melden die Einheiten der YPG und HPG in Rabia „drei Panzer und zahlreiche schwere Waffen des IS erbeutet“ zu haben. Entgegen den türkischen Darstellungen gegen den IS „zu kämpfen“ wurden Berichte bekannt, nach denen IS-Mörder ungehindert von türkischen Soldaten die Grenze nach Syrien passieren. Die Türkei bereitet sich unterdessen auf eine Intervention in das Nachbarland vor um seinen Machtbereich auszudehnen.
In Frankfurt haben kurdische Student_innen die SPD-Geschäftsstelle besucht. Die Studies „wünschen“ sich u.a. Gespräche mit Abgeordneten aus den Parlamenten, „eine öffentliche Positionierung der SPD bezüglich der Angriffe des IS in Kobanê“ und wollen, dass „… SPD und die deutsche Regierung … die Möglichkeiten, die Türkei unter Druck zu setzen, damit sie ihre Unterstützung der IS einstellt“ ausübt. Ein Knackpunkt, der nicht genug betont werden kann!
Die von unterschiedlichen kurdischen Vertretern vorgebrachte Forderung nach Waffen und Bombenangriffen ist jedoch völkerrechtlich nicht haltbar und könnte sich schnell gegen die Kurden richten, wenn z.B. kurdische Kantone nicht mehr in das imperialistische Konzept passen. Jugoslawien u.a. Länder sollten Warnung genug sein.