Neuer Stolperstein neben dem Opel-Denkmal des Nazi-Bildhauers?

Update: O-Ton Fa. Strassacker „Aber wir kennen in diesem Fall doch ganz besonders die Bedeutung der Skulptur als historisches Kunstwerk und wissen auch um das Ansehen Adam Opels“, sagt Martina Hartwich-Wolf. Echt?

Am 27. Januar soll vor dem Opel-Portal am Bahnhofsplatz der erste Stolperstein für einen Zwangsarbeiter bei Opel verlegt werden.
Kehrt das Opel-Denkmal des Hitlerporträtisten Emil Hub nach der Reparatur dorthin zurück, hätte man einen weiteren unrühmlichen Ort in Rüsselsheim.
Im November 2013 wurden in Rüsselsheim die Stolpersteine der Familie Nachmann entfernt und ein Klo darauf gebaut. Die Stolpersteine liegen heute nur wenige Meter von der Toilette entfernt.

Die Rüsselsheimer Antifa will darin System erkennen, weil das Gedenken für die Opfer des Faschismus „ritualisiert“ sei, welches zudem von Rüsselsheims Entscheidungsträgern für ihr „eigenes Prestige“ genutzt werde. Passt etwas nicht rein, wie die Nazi-Vergangheit des Bürgermeisters Köbel, tut man sich „sehr schwer“ und braucht dafür Jahre bis die Ehrungen verschwinden.

Überhaupt würden die Veranwortlichen in Rüsselsheim zu „pikanten Fehlgriffen tendieren“.
So wird das Opel-Denkmal ziemlich unpassend von der Firma Stassacker instandgesetzt. Gerade dieses Unternehmen erhielt nach 1933 „Aufträge für Monumentalskulpturen, zum Beispiel für die Weltausstellung in Paris 1937“. Der deutsche Pavillon in Paris ist mit der faschistischen Ausstellung in die Geschichte eingegangen. „Nazi-Kitsch“ sagen die Antifas. Außerdem sei Max Strassacker, der Firmenchef ab 1940, seit dem 1.Mai 1933 NSDAP-Mitglied gewesen.
Die Firma habe zweifelos vom Faschismus profitiert. Heute ist die Firma wieder gut im Geschäft, nur eine klare und eindeutige Distanzierung von der Zusammenarbeit mit dem faschistischen Mordsystem können die Antifaschist_innen zunächst „nicht erkennen“.

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1 Antwort auf „Neuer Stolperstein neben dem Opel-Denkmal des Nazi-Bildhauers?“


  1. 1 20.000 Euro fürs Opel-Denkmal vom Nazi-Bildhauer « Linke in Rüsselsheim Pingback am 20. März 2015 um 14:27 Uhr
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