Archiv für März 2015

Neuer Tiefpunkt in Rüsselsheim: Förderstipendiat Muschiol bei der AfD

UPDATE: Ist lieber bei der AfD, lässt den Initiativentermin sausen, Jan Muschiol.

Die rechtspopulistische/rassistische AfD in Rüsselsheim hat einen politischen Coup gelandet. Die Rechtsausleger-Partei hat den Preisträger für Kultur und Kunst von 2014, Jan Muschiol, zum Thema „Was soll aus der Innenstadt werden?“ eingeladen. Der Architekt, der ansonsten bei der BI Pro-Opel-Altwerk aktiv ist, hat damit keine Probleme gehabt, und hat die Rechten der AfD schon mal persönlich aufgewertet.
Die BI Pro-Opel-Altwerk, die nicht unmaßgeblich von der Linken/Liste Solidarität beeinflusst ist, scheint damit ebenfalls kein Problem zu haben.
Anderes Beispiel des Niedergangs: CDU-OB Burghardt redet mit dem VS und der Grüne Bürgermeister Grieser lädt den Verfassungsschutz sogar zur „Fachtachtagung“ ins Rathaus. Besser kann der VS nach den NSU-Morden und dessen Beteiligung nicht aufpoliert werden.

Rüsselsheim 25.März 1945: Schluss mit Krieg und Faschismus!

UPDATE 2.0: Auch die Unsere Zeit (UZ) berichtet auf Seite 16 über die Ehrung.
UPDATE 1.0: Nach einer Woche der Bericht in der Main-Spitze.
Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus gedachten 15 antifaschistische Rüsselsheimer_innen der mutigen Tat von Emilie und Fritz Zängerle, Rüsselsheim den US-Truppen friedlich übergeben zu haben.
Während das offizielle Rüsselsheim den Jahrestag ohne Ehrung verstreichen ließ, die Lokalpresse den Termin überging, fordert die Antifa
-> die Streichung der „Ehrenbürgerschaft“ von Jakob Sprenger (NSDAP) u.a.
-> zukünftige Ehrungen für das Ehepaar Zängerle,
-> eine Ende mit dem unwürdigen Nebeneinander von Stolpersteinen und z.B. Nazikünstlern wie Emil Hub,
-> die Umbenennung der Walter-Flex-Straße, weil ein faschistoider Kriegstreiber und
-> das die Bundeswehr aus Schulen und Hessentag draußen bleiben soll.
oder hier bei scharf-links.

Bundeswehr erhält Gegenwind auf der Rüsselsheimer Ausbildungsmesse

Kriegsgegner_innen haben gegen das Werben fürs Sterben auf der Ausbildungsmesse protestiert. Dankbare 14-15jährige waren offensichtlich froh, nicht nur die Propaganda der Bundeswehrkrieger_innen zu erhalten.
Ein Bericht bei linksunten. Das Echo lässt die Kriegsanimateure zu Wort kommen. Die Main-Spitze erwähnt die Bundeswehr diesmal nicht. Dafür aber ein Leser.

Rüsselsheim will 11 IS-Anwärter schaffen

UPDATE: Proteste gegen die Pläne des Magistrats

11 Ausbildungsplätze plus 200 reguläre Arbeitsplätze will die Stadt Rüsselsheim streichen. Die Städtischen Betriebshöfe, um die es geht, sollen mit den aus Raunheim und Kelsterbach zusammengelegt werden. Die Betriebshöfe in der Johann-Sebastian-Bach-Straße würden verschwinden.
Um ihre Zukunftsaussichten würden damit jedes Jahr mindestens elf Jugendliche gebracht werden, die zuletzt dort ausgebildet wurden. Jugend in Rüsselsheim? Voll am A….? Nur noch ein städtisches Jugendhaus mit Öffnungszeiten, die zu wünschen lassen und Angebote die die ganze Perspektivlosigkeit unterstreichen.
Rüsselsheim baut ab und will wohl nur noch „One-way-tickets zum IS in Syrien“ (Sedat Cakir) für die eigene Jugend bieten.
Hier die ver.di-Informationen: eins und zwei. Die Unterschriftenliste dagegen.

20.000 Euro fürs Opel-Denkmal vom Nazi-Bildhauer

In der Nacht wurde das Adam-Opel-Denkmal wieder am Bahnhofsplatz aufgestellt. Das von Emil Hub (der auch Hitlerbüsten anfertigte) geschaffene Denkmal, steht jetzt nur wenige Meter vom Stolperstein des holländischen Zwangsarbeiters Izaak de Hartog entfernt. Die Rüsselsheimer Verantwortlichen im Rathaus lieben offensichtlich solche Unvereinbarkeiten. So gibt es auch eine öffentliche Toilette ebenfalls nur wenige Meter von einem Stolperstein der jüdischen Familie Nachmann entfernt.
Gekrönt wird der aktuelle Vorgang dadurch, dass die Stadt 20.000 Euro an die durch die Nazizeit schwer belastete Firma Strassacker zahlt. Diese Firma hatte den Nazis Monumentaldenkmäler geliefert.
Max Strassacker war NSDAP-Mitglied und heute macht die Kunstgiesserei sein Geld mit allen die zahlen. In den Fonds für Zwangsarbeiter hat die Firma Strassacker eingezahlt, mutmaßlich weil die Firma auch Zwangsarbeiter beschäftigte, wie die Antifa vermutet. Gelernt hat das Unternehmen offensichtlich nichts. So lieferte die Firma vor ein paar Jahren dem Emir von Katar Portale und Wandreliefs für seinen Palast. Katar gilt seit vielen Jahren als Finanzier von islamistischen Terrorgruppen.
„Für Nazi-Dreck hat die Stadt 20.000 Euro. Das recyceln der Statue hätte wenigsten noch etwas Geld z.B. für die Flüchtlinge gebracht, die vor den islamistischen Terrorgruppen fliehen mussten“, so eine Antifa-Sprecherin zu dieser Rüsselsheimer Lokalposse.

PEGIDA in Rüsselsheim

Mit den rassistischen Äußerungen der Anwohner im Berliner Viertel, ist deutlich geworden, dass es „Pegidaanhänger“ auch in Rüsselsheim gibt.
Im Königstädter Konrad-Adenauer-Ring haben die Rüsselsheimer NO-PEGIDA-Aktivist_innen eine PEGIDA-Sprühaktion entdeckt. Die haben auch nicht gezögert, PEGIDA durchzustreichen und ein NO vor PEGIDA zu setzen. „Ist super bei den Königstädtern und Migrant_innen angekommen“, so die Aktiven, die auch gleich LiR und die ANTIFA informierten.

Auf der Schneckenberger-Gassitour
Stadtverordnete aus Königstädten wie Karl-Heinz Schneckenberger (LINKE/Liste Solidarität) oder der CDU-Mann Thorsten Weber haben natürlich nichts bemerkt.

SPD Rüsselsheim in alle politische Richtungen offen

Der Niedergang der SPD ist nicht nur an Zahlen zu erkennen. Keine 300 Mitglieder kann die Sozialdemokratie in der „Arbeiterstadt“ bei 60.000 Einwohnern vorweisen. Und nur jedes sechste Mitglied schleppte sich in den Lassalle-Saal der Stadthalle.
SPD-Chef Nils Kraft musste dann auch noch „einräumen, dass die Abgrenzung zur politischen Konkurrenz extrem schwierig wird, weil die wichtigen Felder wie … Wohnen, Arbeit, .. und Bildung ähnlich positioniert auch von den anderen Parteien besetzt würden“.
Richtig gelesen. SPD „ähnlich positioniert“ wie CDU, FDP, AfD und … in Sachen weltweite Kriege ist ja seit 1999 und Schröder mit dem Jugoslawienkrieg alles klar.
SPD-Fraktionschef Jens Grode sieht die Parteirolle in der „konstruktiv-kritische“ Mitarbeit anstatt wie „Andere“ nur Nein zu sagen. Wie das aussieht konnten Beobachter_innen an Opel-Forum, Hessentag, „Rettungsschirm“ u.v.m. erkennen. Erst dafür, dann dagegen oder umgekehrt. Eben parteirollig. (mehr…)

Rüsselsheimer Hausbesitzer-PEGIDA

UPDATE 2.0: Der Magistrat macht nur Mist und läßt die Hausbesitzer-PEGIDA auch noch als Sieger erscheinen!
UPDATE 1.0: Voll toll, voll kühn die SPD. Und der SPD-Landrat und Nazibeschüzter, Thomas Will, meint gar das PEGIDA „keine Chance“ hätte. Also diesmal keine Waffenscheine für Nazis, Herr Landrat?

Flüchtlinge bitte immer schön an städtischen Rändern unterbringen. Das ist die Regel. In Rüsselsheim hat man kein Problem damit, geflohene Menschen z.B. auf den Parkplatz des Friedhofes zu verfrachten. Da ist ja sonst nichts. Oder in Alt-Haßloch, wo in den 1990ern Nazis mal zündelten. Auch schön außerhalb.
Im Berliner Viertel, hier schneidet die NPD in manchen Stimmbezirken doppelt so gut ab, wie im Durchschnitt, sorgt sich das Eigentümerklientel jetzt mit rassistischen Klischees. Da ist die Rede von „Wertminderung durch die Asylberwerber“ und „Ausgleichzahlungen“, die man kassieren möchte. Für die Forderung nach Ausgleichszahlungen z.B. von Fraport fehlt aber offensichtlich der Mut. Selbst von Konflikten, die nach Rüsselsheim importiert werden, will man sich bedroht sehen.
Dabei machen Rathausspitze und Magistrat eine schlechte Figur. Völlig einfallslos agieren die Rathausvertreter mit der Aufgabe Flüchtlinge unterzubringen.