Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Kollegah nein Danke!

Wer noch einen Grund sucht für die Konzertabsage auf dem Rüsselsheimer Hessentag: Der Studie »Out im Office?!« zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen zufolge machen immer noch mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Befragten Erfahrungen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und sexueller Belästigung.

Kundgebung für Deniz Yücel

UPDATE 15. März Bericht im Echo und in der Main-Spitze

#FREE DENIZ Dienstag, 14. März, 18:00 Uhr Bahnhofsvorplatz Rüsselsheim

Kundgebung: #FREE DENIZ – Sofortige Freilassung des Journalisten Deniz Yücel aus der Untersuchungshaft im türkischen Hochsicherheitsgefängnis Silivri und Freiheit für alle inhaftierten Journalist/innen in der Türkei – Am 14. März 2017 ist Deniz Yücel nunmehr einen Monat wegen Polizeigewahrsams und Untersuchungshaft seiner Freiheit beraubt.

Veranstalter: Freund/innenkreis Deniz Yücel Rüsselsheim

Die dju in ver.di.
Ein ver.di-Bericht. Und der Herr Krug hat auch was...und das Echo.
UPDATE: CDU nicht auf Merkel-Kurs. Inzwischen fordert die Kanzlerin die Freilassung von Yücel.

Update 17.März: Kritischer sehen das Kommunisten. Der Einwand hier.

GALF fordert Freilassung des aus Flörsheim stammenden Deniz Yücel

UPDATE: Mal die taz
Aus der Main-Spitze:
Von Jens Etzelsberger

FLÖRSHEIM – Die Grüne alternative Liste Flörsheim (GALF) und die Kreisgrünen Groß-Gerau haben die Freilassung des aus Flörsheim stammenden Journalisten Deniz Yücel gefordert. Yücel, Türkei-Korrespondent der Tageszeitung Die Welt, wird seit vergangener Woche von der türkischen Polizei festgehalten.
Der 43-Jährige Yücel ist der erste deutsche Journalist, der seit Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei in Polizeigewahrsam genommen wurde. In Flörsheim leben nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Schwester und seine zwei Nichten. Zuletzt war Yücel im vergangenen Oktober anlässlich der Frankfurter Buchmesse in seiner Geburtsstadt.

In Rüsselsheim hat Yücel vor zwei Jahren, damals noch Mitarbeiter der Tageszeitung, im Rind bei der Veranstaltung „Hate-Poetry“ aus hasserfüllten Leserzuschriften zitiert. In seiner Jugend war Deniz Yücel für kurze Zeit auch Mitarbeiter der Main-Spitze.< !--more-->

NSU: Sechs tote Zeugen

NSU-Ermittlungen: Eine 46jährige Szenebekannte des Trios starb Anfang Februar. Sie wurde bereits eingeäschert
Von Wolf Wetzel

Schon vor dem jüngsten Todesfall im Dunstkreis der NSU-Ermittlungen konnte selbst die Reporterin der Welt-Gruppe, Hannelore Crolly, dieses Zeugensterben nur noch mit Sarkasmus aushalten: »Im Angebot als Todesursachen sind (…) zwei Suizide, einer aus Liebeskummer, einer einfach nur so, außerdem die Lungenembolie einer 20jährigen und der ›unerkannte Diabetes‹ eines V-Mannes im mittleren Lebensalter. Der starb, so die offizielle Version, aus heiterem Himmel am Zuckerschock.«

Als diese Zeilen im Februar 2016 geschrieben wurden, waren es vier – und wenn man den mysteriösen Feuertod des 18jährigen Arthur Christ hinzunimmt, fünf. Anders als die übrigen war Christ, ein mutmaßlicher Augenzeuge des Mordes an der Polizistin Michèle Kiesewetter, bereits Jahre vor der Aufdeckung des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) in der Nähe von Heilbronn tot aufgefunden worden – im Januar 2009. Ob es Mord oder Selbstmord war, blieb unklar. (mehr…)

CDU-OB Burghardt lädt „Kollegah“ nach Rüsselsheim ein

UPDATE: Diskussion mit „Kollegah“, Zentralrat und Schwulen?/ Gelöschte antisemitische Kommentare in der MSP.

“ „Viel haben wir über #Kollegah diskutiert, es wird Zeit, dass wir mit ihm diskutieren. In einem Telefonat am heutigen Tag habe ich ihn nach Rüsselsheim eingeladen. Ich freue mich, dass er die Einladung angenommen hat und sich der Diskussion stellt. “ So der Rüsselsheimer Oberbürgermeister gestern Nacht bei Facebook. Und das vor der entscheidenden Stadtverordnetensitzung. Einfach mal am Parlament vorbei regiert, um bei der OB-Wahl besser dazu stehen.
KEIN FORUM FÜR „KOLLEGAH“ IN RÜSSELSHEIM!

Rap-Night geplatzt

Mit nur einer Stimme Mehrheit haben Rüsselsheims Stadtverordnete die Absage von „Kollegah“ u.a. Rappern beschlossen.
Damit wurde untermauert, dass es im Stadtparlament trotz der veröffentlichen Texte und Positionen der Rapper, genügend Kommunalpolitiker gibt, die mit öffentlichen Geldern Frauenverachtung, Homophobie und Antisemitismus fördern möchten.

Marx zum 200.

Bild: Presseamt Trier
Bild: Presseamt Trier

Karl Marx hat immer einen großen Bogen um Rüsselsheim gemacht. In seiner Geburtsstadt Trier bereitet man sich auf den 200. Geburtstag von „Charly“ im Jahr 2018 vor. Geschenkt bekommen die Trierer_innen von der Volksrepublik China einen laufenden Karl Marx mit Buch. Nach der Hörl-Peinlichkeit jetzt einen Schritt nach vorn. Die Skulptur ist von dem chinesischen Bildhauer Wu Weishan.

Stadtparlament beschließt schwulenfeindliches Konzi – Antifa will es platzen lassen

25.01.2017: Hessische Landesregierung gegen Hassrapper – Christian Vogt (Grüne) jetzt auch dagegen…

16.12.2016: Katholik_innen fordern Eingreifen der Landesregierung gegen die Hass-Rapper. Auch in der Main-Spitze.

Neues vom 10.11.16: Rüsselsheims schärfste Kritiker melden sich…hier.
UPDATE 30.11.: Für die politische Schwulenszene postet die dkp queer dagegen.
Auch das Aktionsbündnis gegen Sozialabbau kritisiert das Konzert mit Stadtkohle!

Rüsselsheims Stadtverordnete haben in der letzten Woche beschlossen, dass Frauenverachtung, Schwulenhass und Judenfeindlichkeit wieder förderungsfähig ist. Auf dem Hessentag in Rüsselsheim werden Kollegah und Farid Bang mit ihren Texten und Gehabe dafür sorgen, dass die nötige Stimmung entsteht. Ganz neu ist sicherlich, dass dies mit öffentlichen Geldern aus der Stadtkasse bezahlt wird.
Das will die Rüsselsheimer Antifa nicht akzeptieren und will das Konzert platzen lassen.

Für das homophobe, sexistische und Minderheiten verachtende Konzert hat auch ein Mitglied der Partei DIE LINKE gestimmt: Marcel Baymus.(Update 01.02.17: Marcel Baymus ändert seine Meinung) Immerhin hat seine „Liste“ dagegen gestimmt, erklärt aber fälschlich „Dafür wird es keine Stimme der Linken/Liste Solidarität geben“, trotz der vorherigen Ankündigung ihres „Kollegahs“ dafür zustimmen.

Wie korrupt ist Rüsselsheim?

Ein Immobilienmakler der Wir sind Rüsselsheim-Fraktion (WsR) sitzt im Stadtparlament. Geschäft und Politik zusammen hat in Rüsselsheim Tradition und ist nicht neu. Aktuell hat sich Joachim Walczuch (WsR) einmal für das „Quartier am Ostpark“ interessiert und eine „lose Anfrage“ dazu eingereicht. Jetzt ist der Escher-Immobilien-Mann passend dazu Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses und sieht keinen Interessenskonflikt, wie ihn die in solchen Fällen sehr erfahrene CDU erkennt.
Bereits im Kommunalwahlkampf 2016 hatte der frühere Stadtkämmerer Karl-Heinz Seibert bei der WsR von „Verletzung der Amtspflicht, Verquickung von Parteispenden mit Auftragsvergaben, Betrug, Lüge …“ im Rathaus berichtet. Namen wurden noch nicht genannt.

Kriegsbefürworter Gerold Reichenbach (SPD-MdB) hört auf

UPDATE: Nicht mehr „an vorderster Front“ aber das Bombardement von Kundus (2009) mit über 100 Toten komfortabel im Bundestag als Verantwortlicher überlebt und sogar noch gegen Reichenbach direkt gewonnen – Franz Josef Jung (CDU) hört auch auf . TUSCH!

So was hört Mensch gerne: Gerold Reichenbach, der im Bundestag zu fast jedem weltweiten Bundeswehr-Einsatz seine Stimme gab, will nicht mehr. Stattdessen will er jetzt „Gärtnern“ und nicht mehr „ständig zwischen zwei Wohnsitzen hin und herpendeln zu müssen“. Ist aber auch ein harter Job für Krieg und Sozialabbau (Hartz IV) im Bundestag zu sitzen.
Wenn Reichenbach mal „bei den Menschen war“, wie bei einer Demonstration der Opel-Azubis, hat er und sein Gefolge noch nicht einmal gemerkt, dass der Nachwuchs mit Böhse Onkels-, Freiwild – und sogar Thor Steinar-Klamotten rumgelaufen ist. Die Sozialdemokratie, die inzwischen selbst in ihrer früheren Hochburg Rüsselsheim bei gerade mal 25 % und im weiteren Sinkflug ist, hat eben nichts mehr zu bieten, außer gut dotierte Jobs für das SPD-Personal. Wie für die SPD-Fraktionschefin Sanaa Boukayeo, die ohne Erfahrung in Gewerkschafts- oder Betriebsarbeit persönliche Referentin von Opel-BR Schäfer-Klug geworden ist.