Archiv der Kategorie ' Antimilitarismus'

Entnazifizierung korrekt

Mit 118 verhängten und vollstreckten Todesurteilen gegen Nazi- und Kriegsverbrecher zwischen 1949 und 1965, hat die DDR die nötigen Konzequenzen aus Faschismus und Krieg gezogen.

OB-Kandidat Walczuch bei Milli Görüs (IGMG)

UPDATE: „NEUER-OB“ sieht sich bei Facebook „verleumdet“ und kurvt als Bundeswehr-Befürworter mit einem Rüsselsheimer Produkt auf vier Rädern durch die Gegend.

Am 8. Juni hat sich der Oberbürgermeister-Kandidat Joachim Walzuch in Raunheim beim Hessischen Unternehmerbund (HUB) mit der islamistischen Milli Görüs (IGMG) getroffen. Anlass war u.a. eine Spendenaktion für Hasene, die auch der IGMG zuzurechnen ist. Ebenfalls zugegen war der FDP-Stadtverordnete Abdullah Sert. Beide klemmten sich für ein Fotoshooting auf ein Bild für türkische Blätter. Die türkischen Zeitungen Bizim Haber und Hayat verbreiteten die frohe Botschaft. Bei der OB-Wahl im September sollen für Stimmen aus dem islamistischen Spektrum Absprachen getroffen worden sein. So zumindest die Aussagen, die in der türkischsprachigen Community vor Ort zu vernehmen sind. „Jederzeit für Sie ansprechbar“ ist Walczuchs Motto, was er für den islamistischen Bereich deutlich belegt hat.

Milli Görüs (IGMG) wurde von dem Moslembruder Yusuf Zeyn el-Abidin gegründet. Ziel ist es ein islamistisches Regime aufzubauen. Ihre Zeitung Milli Gazete (Nationalzeitung) soll „unsere Mitbürger vor der Assimilierung im barbarischen Europa…“ schützen. Der offene Antisemitismus („Ein Jude unterscheidet sich von dem Satan durch nichts“) u.v.a.m. ist durch eine taktische Abkehr „entschärft“ worden. Die IGMG verfügte bereits 1994 über einen beachtlichen Immobilienwert von satten 100 Millionen DM. OB-Kandidat Walczuch ist Immobilienmakler. Das Jahresbudget der IGMG soll 1994 300 Millionen DM betragen haben.
Die Pressefreiheit in diesem Lande versucht die IGMG nicht nur durch Gerichtsverfahren zu behindern. So haben gleich mehrere Herren zusammen in dunklen Anzügen Redakteure der hiesigen Lokalpresse ungebeten aufgesucht. Grund hierfür waren Presseberichte die ihnen offensichtlich nicht passten.

Hessentag: Bundeswehr-Panzer besetzt

Junge Welt: Gekapert!

UPDATE: Echo-Bericht O-Ton Bundeswehr: „So lange niemand gegen geltendes Recht verstößt,… sagt einer für eine Truppe, die sich wenig an Recht hält. Die Main-Spitze: Polizeihilfe für kooperationswillige Demonstraten.

Aus Protest haben Kriegsgegner_innen und Mitglieder der SDAJ ein gepanzertes Fahrzeug der deutschen Kriegsarmee auf dem Hessentag in Rüsselsheim besetzt. „Wir lassen nicht zu, dass die Bundeswehr mit Kriegspropaganda auf einem großen Familienfest für Kriege wirbt und organisieren gemeinsam mit anderen Organisationen und Jugendlichen Proteste gegen den Bundeswehrauftritt am 10. Juni 2017. Wir fordern, dass die Milliarden statt in Rüstung in die Bildung gesteckt werden und dass jeder Jugendliche ein Recht auf einen zivilen Ausbildungsplatz hat“ so die SDAJ und ruft zu weiteren Störaktionen auf.
Eine mäßige „Friedensdemonstration“ am Sonnabend Vormittag wurde von unverhältnismäßigen starken Polizeikräften weg von der Bundeswehr stadtauswärts begleitet, äh gelatscht.

Bundeswehr Arbeitgeber mit Risiken und Nebenwirkungen

Von Horsta Krum

Die Bundeswehr wirbt junge Leute mit dem Versprechen »Hier sicherst du deine Zukunft und die von Deutschland«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie

beispielsweise die »Heimkehrer«, die von Auslandseinsätzen

verwundet oder mit einer PTBS zurückkommen

(posttraumatischen Belastungsstörung)

und die sich im zivilen Leben nicht mehr zurechtfinden.

Zur sicheren Zukunft von Deutschland: s. u.

In der Bundeswehr, so die Werbung, können Sie »­Teamgeist leben und persönlich wachsen«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie,

wie es um harte Rituale und sexuelle Belästigungen ­bestellt ist,

beispielsweise in der vierten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 in Bayern.

Dort wird gegen vier Unteroffiziere und zehn Mannschaftssoldaten ermittelt.

Dieser Fall ist beileibe nicht der einzige …

Die Kleidung der Bundeswehr-Angehörigen, so die ­Werbung, ist eine »neu entwickelte Kampfbekleidung mit ­Flammschutz, Insektenabwehr« usw., alles »in ­funktionellem Design« und »höchstmöglichem Tragekomfort«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie

die Männer und Frauen,

die sich ihre Schutzkleidung selbst kaufen.

Und zu »höchstmöglichem Tragekomfort« fragen Sie die Soldatinnen

mit kleinen Füßen. Für sie wird es vorläufig keine ­passenden Stiefel geben.

Die Werbung lässt gern Soldatinnen und Soldaten zu Wort kommen, die in der Bundeswehr ihren »Traumjob« ­gefunden haben, denen ihre Arbeit »Spaß« macht und für die es »nichts Schöneres« gibt. »Wenn ich mit meinem Eurofighter abhebe, dann ist das ein ganz besonderes ­Gefühl. Knapp 2.500 km/h und modernste Technik.
Zu Risiken und Nebenwirkungen

können Sie Tote nicht mehr befragen.

In den Auslandseinsätzen heißen getötete Zivilisten

»Kollateralschäden«.

Befragen, wie gesagt, können Sie diese nicht,

aber

Sie sollten sich nicht wundern

über zunehmenden Terrorismus.

jW 15.04.2017

Ex-Kriegsminister wird Rüstungslobbyist

Franz Josef Jung (CDU) hat keine Lust mehr auf den langweiligen Bundestag. Jung sucht eine interessante Tätigkeit, bei der er seine ganzen Fähigkeiten des Politikgeschäfts einbringen kann. Und er ist fündig geworden. Eine Branche die in kapitalistischen Krisenzeiten immer boomt, ist die Rüstungsindustrie. Das Geschäft von Rheinmetall (die Kriegsproduktion) z.B. ist „noch profitabler“. Und genau da will Jung in den Aufsichtsrat.
Gierig ist der Konzern natürlich auf Hochrüstung, also die 2% der Wirtschaftsleistung, die in den Rüstungshaushalten verbraten werden sollen. Dabei kann Franz Josef Jung nun wirklich helfen. Allerings ist er nur einer von vielen.

Bundeswehr Fake News

Ein adeliger (!) Oberstleutnant von Rabenau diktiert im Februar 2017 einer Journalistin der Main-Spitze den „wohl einer der flächenmäßig kleinsten Auftritte der Bundeswehr bei einem Hessentag“ ins Blatt. Um dann weiter auszuführen „Ein Tornado-Jet würde so viel Platz einnehmen, dass für andere Geräte kaum Platz bliebe. Daher bringe man diesmal nur das Triebwerk mit“.
Bereits am 3. März 2015 bekommt ein Journalist der HNA von den selben beiden zitierten PR-Soldaten (von Rabenau/Sönke Remmers) folgende Legende aufgetischt:
„Ein Leopard-Panzer kommt nach Hofgeismar, ein Hubschrauber aus Fritzlar auch, doch der Tornado-Jet muss zuhause bleiben“ und „in Hofgeismar wird es etwas enger, als es die Militärs gewohnt sind“.
Liest sich fast nahezu identisch, was auf einen stumpfsinnigen Dienst bei der Truppe schließen lässt.
Für den geringen Zuspruch der Bundeswehr bei der Bevölkerung fällt also nur die ziemlich dämliche „Wird-alles-nicht-so-schlimm-Beruhigungspille“ ein. Lahme Fake News. Bundeswehr wegtreten!

Viel Panzer, wenig Hirn auf dem Hessentag

UPDATE: In gewohnter Manier berichtete die hessenschau über die Tiger-Kampfeinheit auf den Weg nach Mali

Die Main-Spitze hat am Dienstag die Bundeswehr-Beteiligung auf dem Rüsselsheimer Hessentag im Juni hervorgehoben. Öffentlich macht die Bundeswehr, dass sie (offiziell!) mit bis zu 250 Soldaten ein Gelände am Main von 6.000 qm in ein militärisches Heerlager verwandeln will.
Das Zeitfenster für die Kriegswerbung und die Erhöhung des Rüstungshaushaltes auf 60 Milliarden Euro wird von 10 Uhr bis ca. 0.30 Uhr angegeben. Panzer, Hubschrauber und anderes todbringendes Gerät kann bis 19 Uhr als „ Ausstellung“ begutachtet werden. Die Bundeswehr sucht weiterhin Kriegskollaborateure, die wie ein „Poetry-Slam für Schüler… und der Shanty Chor“ sich für die Kriegspropaganda einspannen lassen. Willige Helferin ist dabei natürlich die Stadtverwaltung. Ziel ist, klarer Fall, die Nachwuchswerbung, wo die Bundeswehr nach wie vor nicht genügend Zuspruch erhält.
Bestätigt ist jetzt, dass das afghanistanerfahrene Kampfhubschrauberregiment aus Fritzlar da sein wird. Aufgabe dieser Soldaten ist z.B. „das bewusste Suchen und auf sich nehmen der Duellsituation mit dem Gegner“. Also töten. Dazu fliegt man den Kampfhubschrauber Tiger (Stückpreis ca. 74 Millionen Euro).
Die 3,7 Milliarden Euro, die für den Tiger versenkt wurden, können dem Steuerzahler auch schon mal vor die Füße klatschen. In Form eines Absturzes. Zu erwarten ist auch, dass wie beim Hessentag in Oberursel die „Elitekiller-Truppe“ KSK einen Auftritt hat. In Oberursel hat ein „Held der KSK“ sogar ein Absprung von einem Hubschrauber gewagt. Für die mediale Begleitung sorgte der HR zur Aufwertung der Truppe.
Sicher zu erwarten sind Proteste von Kriegsgegner_innen und Antimilitarist_innen aus der Region, die bestimmt mit Feldjägern, Zivilbullen und Soldaten, die „Geduld und Freundlichkeit“ an den Tag legen sollen, ihren Spaß haben werden. Und das nicht nur in dem angekündigten Zeitfenster von 10 bis kurz nach Mitternacht.

Bundeswehr von der Ausbildungsmesse vertreiben

Die Rüsselsheimer Ausbildungsmesse bekommt immer stärkeren Protest gegen die Bundeswehr. Bericht hier.
Ralph Keim überschlägt sich fast für die Bundeswehr im Echo. Und in der Main-Spitze nur eine Randnotiz.

Crowdfunding-Kampagne für das Festival der Jugend

Das Festival der Jugend mit langer Tradition und früher sehr großen Jugendtreffen, gibt es noch immer. Natürlich braucht es dafür Geld.
Diesmal haben sich die SDAJ-Aktiven zu einer Crowdfunding-Kampange entschlossen.
Wer will, darf unterstützen.

GEWOBAU-Kunst gegen die Mieter_innen

Was LIR vor über einem Jahr hier kritisierte, ist jetzt Realität geworden. Ohne zuvor die eigenen Mieter_innen zu informieren, bekommen diese im nächsten Jahr „hohen Besuch“ von Despoten, Kriegstreibern und Fundamentalisten.
Nicht aus dem Osten, sondern als Wandgemälde auf Zierbalkonen (!) in Gestalt von solch elenden Figuren der Geschichte, wie Bismarck, Kaiser Franz Joseph und auch noch Papst Leo XIII.
Das Projekt erhält dann den Namen „Balkonien“, in einem Viertel, in dem sich viele keinen Urlaub mehr leisten können.
Sollen hier Miete zahlende Einwohner_innen einfach vera….. werden?
Schon den Kriegstreiber Bismarck, der mit den Sozialistengesetzen, die damals revolutionäre Sozialdemokratie bekämpfte und dem „Erbfeind“, Frankreich, Gebiete durch Krieg entriss, als „netten Balkonien-Urlauber“ zu verherrlichen, ist eine Unterwerfung im herrschenden Diskurs, bei dem Krieg heute wieder von deutschem Boden aus geht.
Die Gewobau reiht sich damit in dem immer niederen Instinkten ansprechenden Kulturbetrieb in Rüsselsheim ein, der sich nicht nur mit der Schwulenhasser „Rap-Night“ auf dem Hessentag, schon überregional blamiert hat.
Die Gewobau und ihr Geschäftsführer Regenstein konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich als nobler „Kunstmäzen“ in den Medien zu präsentieren, und ist gleich im ersten Anlauf blambel gescheitert.