Archiv der Kategorie 'Gewerkschaft'

Internationale 1. Mai Demo in Mainz

Es kommt darauf an, diese Welt zu verändern!
Internationale 1. Mai-Demonstration

1. Mai 2018 | 10 Uhr | Bahnhofsvorplatz MAINZ
Die Demonstration endet in der Nähe der DGB-Kundgebung am Leichhof.

Bereits an 30. April findet eine internationale Maifeier statt.

Opel: Lohscheller soll Arbeitsplätze abbauen

UPDATE: „Angesichts dieser Taktik schwinde überdies in der Belegschaft das Vertrauen in die Ankündigungen von Opel-Chef Michael Lohscheller und PSA-Boss Carlos Tavares …“

„Michael Lohscheller ist verantwortlich. Er berichtet an mich. Mein Job ist, dafür zu sorgen, dass an den Schlüsselpositionen die richtigen Leute sitzen. Dass Leistung belohnt wird und Talente gefördert werden“ , so der PSA-Boss Tavares in der Südddeutschen.

Keine Kekse, IPhones u.a.m. und vor allem keine Arbeitskämpfe?
Das Prinzip Hoffnung
Opel-Zukunftsplan: Vorläufig keine betriebsbedingten Kündigungen und Werksschließungen
Jörg Kullosa in Unsere Zeit 17.11.2017

Opel-Vorstandsvorsitzender Michael Lohscheller weiß, wie man es macht. Als er das Spar- bzw. Sanierungsprogramm für Opel auf der Betriebsversammlung in Rüsselsheim in der vergangenen Woche vorstellt und von Einsparungen bei den Personalkosten spricht, sagt er: „Wir fangen bei uns an – die Treppe wird von oben gekehrt“. Die Botschaft ist klar: Wir müssen in schwierigen Zeiten zusammenhalten und alle unseren Beitrag leisten zur Sanierung des angeschlagenen Autoherstellers.
Seit der Übernahme von Opel durch den französischen PSA-Konzern lief die Gerüchteküche unter den Beschäftigten heiß, welche Pläne der neue Inhaber für die Opelaner hat. Und so war fast so etwas wie Erleichterung zu spüren, als die Grundzüge der neuen Zukunftsplan „PACE!“ vorgestellt wurden. Denn alle Pläne sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen auskommen. Zunächst einmal. Ob das funktionieren wird, ist mehr als fraglich, denn die Einsparvorgaben sind hart. PSA-Chef Tavares sagt deutlich: Nur wenn die Restrukturierung den gewünschten Erfolg bringe, also Profitabilität der Marke Opel bis 2020, können Entlassungen vermieden werden.
Offiziell sind bislang wenige Details des Sparprogramms bekannt. Die Produktionskosten sollen um 20 Prozent gesenkt werden, pro Fahrzeug sollen 700 Euro weniger ausgegeben werden. Entscheidender Schritt dafür ist die Umstellung auf Produktionssysteme und Technologien von PSA. Statt der bisherigen neun Fahrzeug-Plattformen werden die Opel-Autos auf zwei PSA-Architekturen umgestellt. Die zehn verschiedenen Motoren- und Antriebsstrangkombinationen werden auf vier optimiert, die auf zwei PSA-Motoren basieren. Die Komplexität in der Fertigung wird reduziert, beispielsweise indem Ausstattungsoptionen eingeschränkt werden. Das bedeutet zwangsläufig weniger Arbeit für die Opelaner. Im ersten Schritt soll dies durch die Rückführung der insbesondere im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim weitverbreiteten 40-Stunden-Verträge auf die tarifliche 35-Stunden-Woche aufgefangen werden. Außerdem werden Altersteilzeitprogramme auf weitere Jahrgänge ausgeweitet, Überstunden sind gestrichen und einige hundert Leiharbeiter werden nach Hause geschickt – so viel zum Thema „keine Kündigungen“. Damit die Arbeit in der Produktion trotzdem läuft, werden die auslernenden Auszubildenden ans Band übernommen. (mehr…)

Opel: Abrissbirne ab 2020?

In der aktuellen UZ gibt Jörg Kullosa einen Einblick zum Stand bei Opel. Zwei Prozent Gewinn ab 2020 und ab 2026 sogar sechs Prozent sind die Ziele für Opel unter dem PSA-Dach. Bei der „Sanierung“ der französischen PSA wurden die Löhne schon mal vier Jahre eingefroren und Überstunden geschrubbt. Ist das die Richtung bei Opel oder die gewerkschaftliche Forderung: Arbeitszeitverkürzung statt Stellenabbau?

Angespannte Ruhe
Opel-Kollegen warten auf das Zukunftskonzept

Von Jörg Kullosa UZ Ausgabe vom 25. August 2017

Seit dem 1. August ist der Deal perfekt: der französische Automobilkonzern PSA (Peugeot, Citroen, DS) hat Opel/Vauxhall von der bisherigen Konzernmutter General Motors übernommen. Nun hat das Opel-Management hundert Tage Zeit, um ein Zukunftskonzept vorzulegen, das Opel wieder in die Gewinnzone bringt. Opel schreibt seit 1999 Verluste und war schon mehrfach kurz vor dem Verkauf bzw. der Insolvenz.
Bei der Entwicklung des Zukunftskonzepts lässt PSA den Opel-Bossen freie Hand – eine Tatsache, die von vielen Opel-Kollegen als Befreiungsschlag wahrgenommen wird. Endlich sind wir das Gängelband der Konzernmutter General Motors los und können selbst zeigen was in uns steckt, hoffen die Kollegen. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass GM Opel künstlich mies gerechnet hat und die Verluste gar nicht existieren. Daher verbinden viele Beschäftigte große Hoffnungen mit der Übernahme durch PSA. (mehr…)

Hält nichts von Gesetzen: Kaufland Rüsselsheim

Wie Ver.di bereits in der Kuckuck-Ausgabe im Februar öffentlich machte, hält sich die Einzelhandelskette weder an das Hessische Ladenöffnungsgesetz, noch an die gültigen Tarifverträge. Ver.di kann belegen, dass am 24.Dezember! noch um 14:29 Uhr an der Kasse geschuftet wurde. Das Gesetz sieht nur eine Ladenöffnungszeit bis 14 Uhr vor. Auch der Tarifvertrag sieht ein Arbeitsende um 14 Uhr vor.Wer allerdings am 24. Dezember gegen 14 Uhr einen Laden betritt, gehört ordentlich…

DGB sammelt Unterschriften gegen „Kollegah“

UPDATE: Auch der Zentralrat der Juden ist gegen Steuergelder für Antisemitismus und im Echo
Immer größer wird der Widerstand gegen die Haßrapper „Kollegah“ und „Farid Bang“. Zuletzt hatte sich die CDU/Grüne Landesregierung in Hessen gegen die Rapper ausgeprochen und zumindest für die Zukunft auf den Hessentagen untersagt. Selbst Rüsselsheimer CDU-Mitglieder haben ihre Stimme erhoben. Grüne Politiker wie Christian Vogt ändern ihre Meinung...
Jetzt will der DGB Kreisverband Groß-Gerau mit einer Unterschriftensammlung Front gegen das Konzert machen.

GEWOBAU-Kunst gegen die Mieter_innen

Was LIR vor über einem Jahr hier kritisierte, ist jetzt Realität geworden. Ohne zuvor die eigenen Mieter_innen zu informieren, bekommen diese im nächsten Jahr „hohen Besuch“ von Despoten, Kriegstreibern und Fundamentalisten.
Nicht aus dem Osten, sondern als Wandgemälde auf Zierbalkonen (!) in Gestalt von solch elenden Figuren der Geschichte, wie Bismarck, Kaiser Franz Joseph und auch noch Papst Leo XIII.
Das Projekt erhält dann den Namen „Balkonien“, in einem Viertel, in dem sich viele keinen Urlaub mehr leisten können.
Sollen hier Miete zahlende Einwohner_innen einfach vera….. werden?
Schon den Kriegstreiber Bismarck, der mit den Sozialistengesetzen, die damals revolutionäre Sozialdemokratie bekämpfte und dem „Erbfeind“, Frankreich, Gebiete durch Krieg entriss, als „netten Balkonien-Urlauber“ zu verherrlichen, ist eine Unterwerfung im herrschenden Diskurs, bei dem Krieg heute wieder von deutschem Boden aus geht.
Die Gewobau reiht sich damit in dem immer niederen Instinkten ansprechenden Kulturbetrieb in Rüsselsheim ein, der sich nicht nur mit der Schwulenhasser „Rap-Night“ auf dem Hessentag, schon überregional blamiert hat.
Die Gewobau und ihr Geschäftsführer Regenstein konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich als nobler „Kunstmäzen“ in den Medien zu präsentieren, und ist gleich im ersten Anlauf blambel gescheitert.

Wie korrupt ist Rüsselsheim?

Ein Immobilienmakler der Wir sind Rüsselsheim-Fraktion (WsR) sitzt im Stadtparlament. Geschäft und Politik zusammen hat in Rüsselsheim Tradition und ist nicht neu. Aktuell hat sich Joachim Walczuch (WsR) einmal für das „Quartier am Ostpark“ interessiert und eine „lose Anfrage“ dazu eingereicht. Jetzt ist der Escher-Immobilien-Mann passend dazu Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses und sieht keinen Interessenskonflikt, wie ihn die in solchen Fällen sehr erfahrene CDU erkennt.
Bereits im Kommunalwahlkampf 2016 hatte der frühere Stadtkämmerer Karl-Heinz Seibert bei der WsR von „Verletzung der Amtspflicht, Verquickung von Parteispenden mit Auftragsvergaben, Betrug, Lüge …“ im Rathaus berichtet. Namen wurden noch nicht genannt.

Kriegsbefürworter Gerold Reichenbach (SPD-MdB) hört auf

UPDATE: Nicht mehr „an vorderster Front“ aber das Bombardement von Kundus (2009) mit über 100 Toten komfortabel im Bundestag als Verantwortlicher überlebt und sogar noch gegen Reichenbach direkt gewonnen – Franz Josef Jung (CDU) hört auch auf . TUSCH!

So was hört Mensch gerne: Gerold Reichenbach, der im Bundestag zu fast jedem weltweiten Bundeswehr-Einsatz seine Stimme gab, will nicht mehr. Stattdessen will er jetzt „Gärtnern“ und nicht mehr „ständig zwischen zwei Wohnsitzen hin und herpendeln zu müssen“. Ist aber auch ein harter Job für Krieg und Sozialabbau (Hartz IV) im Bundestag zu sitzen.
Wenn Reichenbach mal „bei den Menschen war“, wie bei einer Demonstration der Opel-Azubis, hat er und sein Gefolge noch nicht einmal gemerkt, dass der Nachwuchs mit Böhse Onkels-, Freiwild – und sogar Thor Steinar-Klamotten rumgelaufen ist. Die Sozialdemokratie, die inzwischen selbst in ihrer früheren Hochburg Rüsselsheim bei gerade mal 25 % und im weiteren Sinkflug ist, hat eben nichts mehr zu bieten, außer gut dotierte Jobs für das SPD-Personal. Wie für die SPD-Fraktionschefin Sanaa Boukayeo, die ohne Erfahrung in Gewerkschafts- oder Betriebsarbeit persönliche Referentin von Opel-BR Schäfer-Klug geworden ist.

Expert Klein in Raunheim – noch ein Laden ohne

Ohne Tarifvertrag und ohne Betriebsrat ist im Raunheim/Rüsselsheimer Raum keine Seltenheit.
Zu Obi, Kaufland, Globus u.a. gesellt sich der Experte gegen Betriebsratswahlen „Expert Klein“ in Raunheim. Und das mit ziemlich rabiaten Methoden: drei Kündigungen und Hausverbote vom Band sollen den Raunheimer Laden für Elektroartikel ohne Rechte in Sachen Mitbestimmung usw. wohl als gewerkschaftsfreie Zone sichern. Nach Tarif wird auch nicht gezahlt.
Dennoch will Expert Klein nicht Täter sondern Opfer sein. Durch die Bekanntmachung der skandalösen Vorgänge in Raunheim durch ver.di im September, sieht sich die Elektrokette als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kriminalisiert“. Hier der O-Ton von ver.di.
Käufer_innen sollten das berücksichtigen, wenn ein Einkauf ansteht.

REAL/GLOBUS: 155 x Tariflohn weg

155 Mitarbeiter_innen im Real-Markt Rüsselsheim-Bauschheim sind ihren Tariflohn los. „Viele“ sind sogar „aus Altersgründen“ erst einmal arbeitslos.
142 haben das ungnädige Globus-Angebot angenommen. Bezahlt wird deutlich sclechter nach dem Glens-Lohn von Globus.