Archiv der Kategorie 'Gewerkschaft'

Hält nichts von Gesetzen: Kaufland Rüsselsheim

Wie Ver.di bereits in der Kuckuck-Ausgabe im Februar öffentlich machte, hält sich die Einzelhandelskette weder an das Hessische Ladenöffnungsgesetz, noch an die gültigen Tarifverträge. Ver.di kann belegen, dass am 24.Dezember! noch um 14:29 Uhr an der Kasse geschuftet wurde. Das Gesetz sieht nur eine Ladenöffnungszeit bis 14 Uhr vor. Auch der Tarifvertrag sieht ein Arbeitsende um 14 Uhr vor.Wer allerdings am 24. Dezember gegen 14 Uhr einen Laden betritt, gehört ordentlich…

DGB sammelt Unterschriften gegen „Kollegah“

UPDATE: Auch der Zentralrat der Juden ist gegen Steuergelder für Antisemitismus und im Echo
Immer größer wird der Widerstand gegen die Haßrapper „Kollegah“ und „Farid Bang“. Zuletzt hatte sich die CDU/Grüne Landesregierung in Hessen gegen die Rapper ausgeprochen und zumindest für die Zukunft auf den Hessentagen untersagt. Selbst Rüsselsheimer CDU-Mitglieder haben ihre Stimme erhoben. Grüne Politiker wie Christian Vogt ändern ihre Meinung...
Jetzt will der DGB Kreisverband Groß-Gerau mit einer Unterschriftensammlung Front gegen das Konzert machen.

GEWOBAU-Kunst gegen die Mieter_innen

Was LIR vor über einem Jahr hier kritisierte, ist jetzt Realität geworden. Ohne zuvor die eigenen Mieter_innen zu informieren, bekommen diese im nächsten Jahr „hohen Besuch“ von Despoten, Kriegstreibern und Fundamentalisten.
Nicht aus dem Osten, sondern als Wandgemälde auf Zierbalkonen (!) in Gestalt von solch elenden Figuren der Geschichte, wie Bismarck, Kaiser Franz Joseph und auch noch Papst Leo XIII.
Das Projekt erhält dann den Namen „Balkonien“, in einem Viertel, in dem sich viele keinen Urlaub mehr leisten können.
Sollen hier Miete zahlende Einwohner_innen einfach vera….. werden?
Schon den Kriegstreiber Bismarck, der mit den Sozialistengesetzen, die damals revolutionäre Sozialdemokratie bekämpfte und dem „Erbfeind“, Frankreich, Gebiete durch Krieg entriss, als „netten Balkonien-Urlauber“ zu verherrlichen, ist eine Unterwerfung im herrschenden Diskurs, bei dem Krieg heute wieder von deutschem Boden aus geht.
Die Gewobau reiht sich damit in dem immer niederen Instinkten ansprechenden Kulturbetrieb in Rüsselsheim ein, der sich nicht nur mit der Schwulenhasser „Rap-Night“ auf dem Hessentag, schon überregional blamiert hat.
Die Gewobau und ihr Geschäftsführer Regenstein konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich als nobler „Kunstmäzen“ in den Medien zu präsentieren, und ist gleich im ersten Anlauf blambel gescheitert.

Wie korrupt ist Rüsselsheim?

Ein Immobilienmakler der Wir sind Rüsselsheim-Fraktion (WsR) sitzt im Stadtparlament. Geschäft und Politik zusammen hat in Rüsselsheim Tradition und ist nicht neu. Aktuell hat sich Joachim Walczuch (WsR) einmal für das „Quartier am Ostpark“ interessiert und eine „lose Anfrage“ dazu eingereicht. Jetzt ist der Escher-Immobilien-Mann passend dazu Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses und sieht keinen Interessenskonflikt, wie ihn die in solchen Fällen sehr erfahrene CDU erkennt.
Bereits im Kommunalwahlkampf 2016 hatte der frühere Stadtkämmerer Karl-Heinz Seibert bei der WsR von „Verletzung der Amtspflicht, Verquickung von Parteispenden mit Auftragsvergaben, Betrug, Lüge …“ im Rathaus berichtet. Namen wurden noch nicht genannt.

Kriegsbefürworter Gerold Reichenbach (SPD-MdB) hört auf

UPDATE: Nicht mehr „an vorderster Front“ aber das Bombardement von Kundus (2009) mit über 100 Toten komfortabel im Bundestag als Verantwortlicher überlebt und sogar noch gegen Reichenbach direkt gewonnen – Franz Josef Jung (CDU) hört auch auf . TUSCH!

So was hört Mensch gerne: Gerold Reichenbach, der im Bundestag zu fast jedem weltweiten Bundeswehr-Einsatz seine Stimme gab, will nicht mehr. Stattdessen will er jetzt „Gärtnern“ und nicht mehr „ständig zwischen zwei Wohnsitzen hin und herpendeln zu müssen“. Ist aber auch ein harter Job für Krieg und Sozialabbau (Hartz IV) im Bundestag zu sitzen.
Wenn Reichenbach mal „bei den Menschen war“, wie bei einer Demonstration der Opel-Azubis, hat er und sein Gefolge noch nicht einmal gemerkt, dass der Nachwuchs mit Böhse Onkels-, Freiwild – und sogar Thor Steinar-Klamotten rumgelaufen ist. Die Sozialdemokratie, die inzwischen selbst in ihrer früheren Hochburg Rüsselsheim bei gerade mal 25 % und im weiteren Sinkflug ist, hat eben nichts mehr zu bieten, außer gut dotierte Jobs für das SPD-Personal. Wie für die SPD-Fraktionschefin Sanaa Boukayeo, die ohne Erfahrung in Gewerkschafts- oder Betriebsarbeit persönliche Referentin von Opel-BR Schäfer-Klug geworden ist.

Expert Klein in Raunheim – noch ein Laden ohne

Ohne Tarifvertrag und ohne Betriebsrat ist im Raunheim/Rüsselsheimer Raum keine Seltenheit.
Zu Obi, Kaufland, Globus u.a. gesellt sich der Experte gegen Betriebsratswahlen „Expert Klein“ in Raunheim. Und das mit ziemlich rabiaten Methoden: drei Kündigungen und Hausverbote vom Band sollen den Raunheimer Laden für Elektroartikel ohne Rechte in Sachen Mitbestimmung usw. wohl als gewerkschaftsfreie Zone sichern. Nach Tarif wird auch nicht gezahlt.
Dennoch will Expert Klein nicht Täter sondern Opfer sein. Durch die Bekanntmachung der skandalösen Vorgänge in Raunheim durch ver.di im September, sieht sich die Elektrokette als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kriminalisiert“. Hier der O-Ton von ver.di.
Käufer_innen sollten das berücksichtigen, wenn ein Einkauf ansteht.

REAL/GLOBUS: 155 x Tariflohn weg

155 Mitarbeiter_innen im Real-Markt Rüsselsheim-Bauschheim sind ihren Tariflohn los. „Viele“ sind sogar „aus Altersgründen“ erst einmal arbeitslos.
142 haben das ungnädige Globus-Angebot angenommen. Bezahlt wird deutlich sclechter nach dem Glens-Lohn von Globus.

Rüsselsheimer Presselandschaft

Die „beste Zeit“ der Rüsselsheimer Lokalpresse ist Geschichte. Bisher gibt es kaum politische Bemühungen sich für die Zukunft auszurichten.
In der Jungen Welt von gestern, wurde ein Blick darauf geworfen.
„…Der Gewerkschafter verwies darauf, dass bereits 2010, als Echo und VRM gemeinsam ein Druckzentrum in Rüsselsheim eröffneten, rund 130 Beschäftigte der Darmstädter Druckerei ihren Job verloren haben.
Auch die nun vollzogene Übernahme dürfte Arbeitsplätze kosten – zumindest im Raum Rüsselsheim, wo sowohl das Rüsselsheimer Echo als auch das VRM-Blatt Main-Spitze erscheinen. Moos betonte, ver.di erwarte vom neuen Eigentümer, »dass nunmehr ein langfristig tragfähiges Konzept für die Echo-Zeitungen vorgelegt wird und es nicht zu weiteren Arbeitsplatzverlusten kommt«. Dass sich VRM in Rüsselsheim dauerhaft zwei konkurrierende Lokalzeitungen leistet, ist allerdings nicht zu erwarten.“

Bundeswehr erhält Gegenwind auf der Rüsselsheimer Ausbildungsmesse

Kriegsgegner_innen haben gegen das Werben fürs Sterben auf der Ausbildungsmesse protestiert. Dankbare 14-15jährige waren offensichtlich froh, nicht nur die Propaganda der Bundeswehrkrieger_innen zu erhalten.
Ein Bericht bei linksunten. Das Echo lässt die Kriegsanimateure zu Wort kommen. Die Main-Spitze erwähnt die Bundeswehr diesmal nicht. Dafür aber ein Leser.

Rüsselsheim will 11 IS-Anwärter schaffen

UPDATE: Proteste gegen die Pläne des Magistrats

11 Ausbildungsplätze plus 200 reguläre Arbeitsplätze will die Stadt Rüsselsheim streichen. Die Städtischen Betriebshöfe, um die es geht, sollen mit den aus Raunheim und Kelsterbach zusammengelegt werden. Die Betriebshöfe in der Johann-Sebastian-Bach-Straße würden verschwinden.
Um ihre Zukunftsaussichten würden damit jedes Jahr mindestens elf Jugendliche gebracht werden, die zuletzt dort ausgebildet wurden. Jugend in Rüsselsheim? Voll am A….? Nur noch ein städtisches Jugendhaus mit Öffnungszeiten, die zu wünschen lassen und Angebote die die ganze Perspektivlosigkeit unterstreichen.
Rüsselsheim baut ab und will wohl nur noch „One-way-tickets zum IS in Syrien“ (Sedat Cakir) für die eigene Jugend bieten.
Hier die ver.di-Informationen: eins und zwei. Die Unterschriftenliste dagegen.