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Skandal ohne Ende? Wohnhaus im Hassengrund 44

Im Juni letzten Jahres berichtete die Main-Spitze zuletzt über Rüsselsheims „berühmtestes“ Hochhaus und die Probleme der Mieter_innen dort. Jetzt gibt es Hinweise, dass nichts gut wird und das es für die Mietparteien dort unerträglich bleibt.
Schon rein äußerlich fällt der nicht instandgesetzte Wohnblock am Adam-Opel-Straße und Kurt-Schuhmacher-Ring-Kreuz auf. Vor Kurzem sind die Bäume um den Block radikal niedergemäht worden.
Aber wie lange braucht die GHG Immobilienverwaltung um eine einfache Sprechanlage funktionsfähig zu machen?
Ein fünf Wochen altes Schreiben zeugt von den laufenden Problemen. Vielleicht liegt es daran, den aller billigsten Reparaturservice zu suchen? Wird Zeit, dass das Haus zur Ruhe kommt und wieder unter städtische Kontrolle kommt.

Kauft die GEWOBAU das Haus im Hasengrund 44?

Die über viele Jahre andauernden Probleme in dem Hochhaus im Hasengrund 44 könnten jetzt gelöst werden. Das ehemalige Haus der GEWOBAU könnte genau von dieser zurückgekauft werden. So zumindest einige Stimmen aus Mieterkreisen. Vorteil wäre hier, das Hochhaus wäre wieder Teil eines größeren Wohnungbestandes und umfängliche Sanierungsarbeiten könnten durch den „erfahrenen Wohnraumanbieter“ zeitnah und nachhaltig gelöst werden. Nach der Privatisierung also eine „Rekommunalisierung“ nach Rüsselsheimer Art. Das Hochhaus selbst kann nach den jahrelangen Skandalberichten eigentlich nur noch zu „einem Spottpreis“ für die GEWOBAU zu haben sein, so die Mieter_innen.
Ansonsten wird es wohl ewig wie bisher weitergehen…
Tolle Possen eines Eigentümers. Für Mieter_innen eher der reinste Horror, selbst Richter haben Mitleid.

Gewobau will mit Kunst ihre Mieterhöhungen verschönern

Keine Frage, Kunst ist was Schönes und Notwendiges. Wenn allerdings die Rüsselsheimer Gewobau zu einem bundesweiten Kunstwettbewerb für professionelle Künstler_innen aufruft, muss gefragt werden, was damit bezweckt werden soll?
Die Gewobau ist in Rüsselsheim für Mieterhöhungen bekannt, die es in sich haben. Gerade für Rentner_innen und Geringverdiener_innen. In der Lenbachstraße nutzte man frech eine Sanierung, um den m²-Preis von 5 auf 8 Euro hochzutreiben. Das war im Juli 2014 und jetzt will man genau die Straße und den Stadtteil mit Kunst als „Malerviertel“ aufhübschen.
Unvergessen sind auch die Verkäufe von Gewobau-Wohnungen im Hasengrund oder in der Johann-Sebastian-Bach-Straße mit drastischen Folgen für die Mieter_innen. Oder die kostspielige Abschiedsparty für den Gewobau-Chef. Es reiht sich Skandal an Skandal.
Mit bis zu 81.000 Euro nimmt die Gewobau nicht gerade wenig Geld in die Hand, um sich als Gewobau mit Kunst am Bau zu schmücken. Nach mehr als 50 Jahren fällt dem Unternehmen wieder einmal ein, „die Identität des Viertels … und das Zugehörigkeitsgefühl… zu stärken“. Gestaltet sollen Werke, die sich auf dem Namen des Künstlers (Lenbach und Holbein) beziehen.
Mit Käthe Kollwitz wurde bereits vor Jahren eine Installation in eine Häuserecke gestellt, die ziemlich vergessen sein dürfte. Käthe Kollwitz würde sich aktuell wegen Krieg und Faschismus hervorragend für ein Kunstprojekt eignen. Stattdessen setzt die Gewobau aber gerade auf den Porträtmaler von Bismarck, nämlich Franz Lenbach. Und das auch noch genau an der Häuserecke Lenbach-und Käthe Kollwitz-Straße.

Die Gewobau sollte zuerst ihre Hausaufgaben im Interesse der Mieter_innen, und nicht gegen diese, erledigen. Kunst am Bau muss Bestandteil einer Kulturarbeit in ganz Rüsselsheim sein, und nicht isoliert in Gewobau-Ecken. Genau das ist nicht das Interesse der Gewobau und ihrem Geschäftsführer Regenstein. Die möchten sich lieber selbst in Medien und Hochglanzbroschüren als kunstsinnig präsentieren.

Mieterbund Rüsselsheim: Nur mit der GEWOBAU

Abtritt der Altvorderen und ein Neuer, der angeblich der „ideale Nachfolger für Hans-Jürgen Birkholz“ ist. Immerhin soll er, „eine fundierte Mieterberatung“ organisieren können. Und außerdem soll er sich durch „sein politisches Engagement …Gehör verschaffen“, also in der Presse verlautbaren lassen! So war es jahrzehntelang Tradition der Rüsselsheimer Mieterorganisation.
Ohne Widerspruch konnte die Gewobau Häuser verkaufen, Mieter_innen die Mieten ohne Maß erhöhen und Häuser z.B. in Haßloch Nord abreißen und dann hochpreisige Wohnungen errichten.
Diese Praxis wird sicherlich fortgestetzt, deshalb verwundert es nicht, das Gewobau-Chef Regenstein, diese „konstruktive Zusammenarbeit“ weiterhin fortsetzen will. Alles beim Alten beim Rüsselsheimer Mieterbund: gemeinsam mit der Gewobau und weniger für die Mieter_innen!

GEWOBAU-Haus verscherbelt – jetzt stinkt es zum…

In dem von der Rüsselsheimer GEWOBAU abgestoßenen Hochhaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 53 gibt seit Monaten „unerträglichen Gestank“. Seit dieser Zeit kämpfen auch die Ex-Mieter_innen der GEWOBAU dagegen an.
Die frühere Eigentümerin, die GEWOBAU, hat nach völlig inakzeptablen Erfahrungen mit einem verkauften Hochhaus im Hasengrund 44, die Hausverwaltung vorsichtshalber behalten. Doch auch mit dieser Dienstleistung kann die GEWOBAU nicht überzeugen. Proteste der Mieter_innen haben zumindest die GEWOBAU dahin bewegt, dass die jetzt offenbart, „dass Arbeiten in einem Umfang nötig seien, die die Leistungen im Rahmen der normalen Instandhaltung übersteigen.“ Die neuen Eigentümer wollen „noch mal untersuchen“ woran es liegt, so der Rechtsanwalt (!) der Gebäudeeigentümer.
Vor gerade einmal vier Jahren hat die GEWOBAU, anstatt zu sanieren, das Hochhaus samt Mieter_innen für nicht gerade viel Geld privatisiert. Und wie es scheint, steht eine nicht gerade billige Sanierung des „maroden Abfluss-Systems“ an. Die „Gelackmeierten“ sind wie immer bei der GEWOBAU, die Mieter_innen.
Oder wie Jens Grode von der SPD sich ausdrücken würde: „Die GEWOBAU leistet eine tolle Arbeit“!
Bei der GEWOBAU selbst wird man zumindest „innerlich“ über diesen gelungenen Coup jubeln, das Objekt J-S-B 53 aus dem Bestand der städtischen Gesellschaft verkauft zu haben.

Grode (SPD) zur GEWOBAU: „Tolle Arbeit“?

„Die Gewobau leiste in Rüsselsheim eine tolle Arbeit. Besonders im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, aber auch bei attraktiven Neubauwohnungen und energetischen Modernisierungen für alle Bevölkerungsschichten …“, geht nichts ohne GEWOBAU, meint Jens Grode von der Rüsselsheimer (SPD).
Wer jetzt an einer Büttenrede in der Fastnachtszeit denkt, liegt ziemlich daneben. Der Mann meint das im vollen Ernst.
Dafür gibt es von Gewobau-Mieter_innen harsche Kritik. „ Der hat keine Ahnung, verdient wohl genug, um sich keine Gedanken um unsere Mieten zu machen. Der soll hier mal vom Mindestlohn (8,50 Euro) eine passende Wohnung finden!“
„Bezahlbare Mieten sehen anders aus“, meint ein langjähriger Mieter, der statt die hohe Miete in der Robert-Bunsen-Straße zu zahlen, sich lieber ein Haus gekauft hat, und Rüsselsheim den Rücken gekehrt hat. „Die Gewobau zockt doch nur die Leute ab“, so eine andere Mieterin mit Hinweis auf den zuletzt bekannt geworden Skandal in Haßloch-Nord.
Nur Jens Grode von der Hartz-IV-Partei ,SPD, hat wohl eine ganz andere Sichtweise. Grode findet es „toll“, dass die Mieten dauernd erhöht werden, die Modernisierungen immer auf die Miete umgelegt werden und sogar Mieter_innen vergrault werden.
Wem es nicht passt, kann ja…. oder wird als Mieter_in samt Haus von der GEWOBAU verkauft.

Klatsche für die GEWOBAU

UPDATE: Die Gewobau kündigt an wieder nach Wohnfläche für den Müll zu berechnen. Nach zehn Jahren verschweigt der Gewobau-Chef z.B. den „Mülltourismus“, den die „tolle Gewobau“ (Grode/SPD) verursacht hat. Müll wurde seitdem über Mülltonnen, die nicht zum Gewobau-System gehören, entsorgt. Weder konnte die Gewobau eine volumengenaue Abrechnung des Mülls bieten, noch konnte sie die Mieter überzeugen. Bis zu 50% Verweigerer weiß Regenstein auf einmal zu nennen. Bis zur zweifachen Niederlage vor Gericht hat es die Gewobau null interessiert!

Vor Gericht hat sich die Rüsselsheimer GEWOBAU die inzwischen zweite Niederlage für das umstrittene Chipsystem für Hausmüll eingeholt.
Richter Wellenreuther konnte keinen erzieherischen Effekt erkennen, wo es doch „Drecksäcke gibt, die ihren Abfall einfach in den Wald schmeißen.“

GEWOBAU: Gebäudedämmung für den A…?

Rüsselsheims Wohnungsunternehmen, allen voran die städtische Gewobau, haben auf Kosten der Mieter_innen Häuser „wärmeisoliert“. Inzwischen gibt es von Experten kritische Stimmen dagegen.
Vor allem das bekannte Styropor (Polystyrol) ist nicht nur aus Umweltsicht ein Problem, sondern auch aus Brandschutzgründen sehr problematisch. Genau die Punkte, die in Rüsselsheim bei der Gewobau u.a. nicht berücksichtigt wurden („die Mieter zahlen ja“). Die groß verkündete Kostenersparnis bei den Heizkosten sind nach Rückmeldungen von Mieter_innen ebenfalls eine Luftnummer.
Dazu ein Radiobeitrag bei DLF und ein Beitrag der 3sat-Sendung nano.

GEWOBAU Rüsselsheim macht Millionengewinn

Mit einem Gewinn von 1,19 Millionen Euro, den die Rüsselsheimer GEWOBAU für 2013 ausweist, unterstreicht das Unternehmen, wie man mit Mieter_innen „Profit macht“.
In diesem Sommer wurden zuletzt die Bewohner_innen in der Lenbachstraße mit Mietsteigerungen um „drei auf acht Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter“ ausgepresst. Mit solchen knüppeldicken Mietpreisexplosionen will die GEWOBAU im Jahr 2013 nur 170.000 Euo mehr kassiert haben, wobei dann die Mieterhöhungen aus dem Jahr 2012 nicht mehr „bilanziert“ werden.
Mit 1,19 Millionen Euro, die dann auch in den städtischen Haushalt fließen werden, präsentiert sich GEWOBAU-Chef Regenstein, „voller Stolz“. Und weil das mit den explodierenden Mieten bei der GEWOBAU so gut klappt, kündigt Regenstein schon mal 1,8 Millionen Gewinn für 2014 an. Der mit einem langfristigen sechsstelligen Vertrag versehene Thomas Regenstein, verblendet und streut auch gleich reine Propaganda über Mieten aus: „Trotz der Modernisierungen würden die Mieten stets nur moderat erhöht.“ Klar bei dem Gehalt lässt sich eine Mieterhöhung von 3 Euro pro Quadratmeter leicht verkraften. Rüsselsheimer Zwei-Klassen-System.
Zwei Klassen gibt es auch bei den Feierlichkeiten der GEWOBAU. Geht so ein GEOWBAU-Chef wie Hampel in Ruhestand, da sind es „fest­lich ein­ge­deck­te Ti­sche, ben­ga­li­sches Licht aus Thea­ter­schein­wer­fern, ein an­spruchs­vol­les me­di­ter­ra­nes Büf­fet, … mu­si­ka­li­sche Un­ter­ma­lung“….
Zur Ehrung langjähriger Mieterinnen und Mieter am 12. September 2014 bot man nur eine „Vereinsfeier“ à la „ Kaffee und Kuchen mit einem Hessisch-Internationalem Büfett“(!) . Bilder zeigen eher ein Kaffekränzchen. Geladen waren auch nur Mieter_innen, die „40, 45, 50 oder 55 Jahre ohne Unterbrechung bei der gewobau wohnen“, also ihr ganzes Leben. Sind ja schließlich nur Mieter_innen.
GEWOBAU-Hampel hatte nur acht Jahre auf dem Chefsessel verbracht und bekam einen exclusivsten Abschied.
Keinen Gewinn gibt es im Bericht der Main-Spitze.

GEWOBAU will Mieter in der Lenbachstraße ausnehmen oder loswerden

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Rüsselsheimer GEWOBAU über eine Modernisierung den monatlichen Quadratmeterpreis (kalt) von 5 auf 8 Euro erhöhen will. Betroffen davon sind langjährige Mieter_innen in der Lenbachstraße 80 bis 88.
Die stadteigene GEWOBAU in Rüsselsheim fällt immer wieder durch Skandale, Prunksucht und wenig Rücksicht mit den eigenen Mieter_innen auf.
Zuletzt wurde bekannt, dass der Geschäftsführer der GEWOBAU, Thorsten Regenstein, seinen Vertrag gleich um sieben Jahre verlängert bekommen hat. Eine Vertragsverlängerung von sieben Jahren gelten als unüblich. Sein Einkommen ist geheim. Regenstein kann sich jedenfalls mehr als acht Euro pro m² leisten.
Im März verramschte die GEWOBAU für schlappe 1,2 Millionen Euro ein Domizil in Haßloch-Nord. Ohne Ausschreibung. Zuvor wurde gleichfalls für 1,2 Millionen der alte Hauptsitz der GEWOBAU an den Mann gebracht, weil sich die GEWOBAU-Chefs für 8 Millionen Euro einen neuen Stammsitz leisteten.
Schließlich muss das ganze Geld wieder rein kommen und das bezahlen bekanntlich die Mieter_innen der GEWOBAU. Besonders im Rüsselsheimer Stadtteil Haßloch-Nord steht die GEWOBAU für das Plattmachen von bezahlbarem Wohnraum, um dann zahlungskräftigeren Klientel etwas zu bieten.
Selbstredend haben die Proteste der betroffenen Mieter_innen in der Lenbachstraße bisher kein Gehör bei GEWOBAU und dem Aufsichtsratschef, CDU-OB Burghardt, gefunden.
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