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GEWOBAU: Studentisches Wohnen für 10,50 Euro pro m² kalt?

GEWOBAU-Chef Regenstein verkündet frohe Kunde für Student_innen und Renter_innen. In der Rüsselsheimer Innenstadt gibt es neuen Wohnraum. In der Frankfurter Straße, der Taunus- und der Waldstraße baut die GEWOBAU, wo „sämtliche Wohnungen frei finanziert, aber keine Sozialwohnungen sind. Einziehen sollen die verschiedensten Altersgruppen: sowohl Pendler und Senioren als auch Studenten sowie junge Familien“, frohlockt die GEWOBAU.
Und GEWOBAU-Chef Torsten Regenstein nennt auch die Mietpreise: die Kaltmiete soll zehn bis 10,50 Euro pro Quadratmeter kosten. Und das für Student_innen und Rentner_innen.
Der angeschlagene Oberbürgermeister Bausch, der wegen seiner Kontakte zu türkischen Faschisten (Graue Wölfe) in Erklärungsnot ist, nennt das einfach „Innenstadt-Wohnen“ und „in unsere Innenstadt gehören Menschen, die hier wohnen, einkaufen, Dienstleistungen und Gastronomie nutzen“.
Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass vielleicht die Grauen Wölfe sich schon die ersten Wohneinheiten der Gewobau direkt bei dem Treffen mit OB Udo Bausch gesichert haben.

Parkplatz-Abzocke bei der GEWOBAU

Wie bei den Wohnungsmieten der Rüsselsheimer GEWOBAU, ist die Gewobau auch bei den Parkplatz-Mieten Preistreiber Nummer eins. Lange Jahre waren in Rüsselsheim Parkplätze für Mieter_innen vor der Haustür kostenlos. Bis der GEWOBAU einfiel, auch damit die Taschen der Mieter_innen zusätzlich zu plündern. Andere Anbieter haben dann nachgezogen.
Im Rüsselsheimer Echo ist heute anlässlich eines Nachbarschaftfestes in der Brandenburger Straße zu lesen, dass die GEWOBAU satte 20 Euro für einen Parkplatz kassiert. Das liegt wie immer sogar über den Preisen anderer Wohnungsbaugesellschaften in Rüsselsheim.
Die von GEWOBAU-Chef Regenstein genannten 9,50 bis 10 Euro Miete (kalt) hat der Wohnungsanbieter inzwischen auch schon gesprengt. 694,00 Euro für 68,44 qm. Natürlich kalt!

Wer, wie die Rüsselsheimer Gewobau, Geschäftsführer pompös hoffiert und überbezahlt, und außerdem mit einer jährlichen Zusatzrente von über 40.000 Euro überversorgt, muss eben die „geschätzten Mieter_innen“ der Gewobau ausnehmen wo es nur geht.
Mieten runter, Löhne rauf!

GEWOBAU macht 4,6 Millionen Gewinn

Im Rechnungsjahr 2016 hat die Rüsselsheimer Gewobau einen Überschuss von 4.585.363 Euro eingenommen. In den Vorjahren waren das nur rund 2,4 Millionen Euro.
Woher kommt die Erhöhung des Gewinns der Gewobau? Dazu heißt es im Beteiligungsbericht der Stadt Rüsselsheim:

„Insbesondere höhere Mieten und Umsatzerlöse aus der Umlagenabrechnung 2015 trugen zu dieser Verbesserung bei…“
Wie immer werden die Gewobau-Mieter_innen voll abkassiert.

Bereits Tage zuvor hatte Gewobau-Chef, Thorsten Regenstein, in einem Interview mit der Main-Spitze erklärt, dass die Gewobau „derzeit (mit) 9,50 Euro bis 10 Euro Miete pro Quadratmeter“ für neue Wohnungen kalkuliert und damit indirekt die massiven Mietsteigerungen durch die Gewobau eingestanden. Trotz niedriger Zinsen.

Tragen sollen die Mieter_innen außerdem die Zusatzrente von Gewobau-Chef im Ruhestand, Michael Hampel, für den zuletzt über 458.000 Euro Rückstellungen in der Bilanz stehen (S. 59).
Vielen Mieter_innen ist es unerklärlich, wieso Hampel vier Jahre nach seinem Abschied plötzlich eine Zusatzrente von über 40.000 Euro jährlich erhält.

Glückwunsch Thorsten Regenstein von der Gewobau!

Wer es 25 Jahre bei der Rüsselsheimer GEWOBAU aushält, dem darf schon gratuliert werden.
Davon auch noch acht Jahre gemeinsam mit Michael Hampel, der mit der skandalträchtigen Abschiedsfete – als Geschäftsführer. Respekt.
Die geschätzte 12.000- Euro-Fete im Museum mit anschließenden Wirbel darum, hat ja offensichtlich dazu geführt, dass es eine Nummer kleiner wurde, für Sie selbst:
Nur ein Empfang in der hiesigen Hochschule? Na gut, wie Sie damals selbst meinten: „Die Verabschiedung von Herrn Geschäftsführer i.R. Hampel entspricht in der Form der Wertschätzung seiner Tätigkeit, seines Einsatzes und seines Engagements für das Unternehmen und die Stadtgesellschaft Rüsselsheim.“ Die Welt ist eben ungerecht! 25 Jahre buckeln und dann eine läppische „Ehrenurkunde“ von Oberbürgermeister Udo Bausch, der sich an Ihrem Ehrentag erdreistet, Ihnen durch die Blume ins Gewissen zu reden: Dabei habe er (OB Bausch) auch eine deutliche Zufriedenheit der Mieter mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen erfahren, wenn zum Beispiel Aufzüge erneuert und zweite Rettungswege installiert worden seien.“ Wenn zum Beispiel Aufzüge erneuert wurden… unverschämter geht es nicht mehr. Der fliegt aus seiner Wohnung raus!
Zurück zu Vorgänger Hampel. Was sind das denn für schöne Zahlungen, die Hampel seit 2015 (Seite 59) in Höhe von 41.193,00 Euro und 2016 46.280,00 Euro kassiert? Und noch ganze 458.384,00 Euro Rückstellungen für Michael Hampel, die die Gewobau_Mieter_innen bezahlen müssen. Zusatzrente?
Und im Stiftungsvorstand der Alten Synagoge zu sein und schon wieder faschistische Schmierereien an Gewobau-Garagen am „Lache-Freibad“ zu haben, ist das nicht peinlich?
Bild: (Parolen türkischer Faschisten in Rot)
Besser werden!
Ihre LiR

Zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter

In Rüsselsheim werden preiswerte Wohnungen immer mehr zur Mangelware. Rüsselsheims größer Wohnungsanbieter, die GEWOBAU, gilt bei vielen in Rüsselsheim als Preistreiber par excellence. Billige Quartiere werden abgerissen, andere Mieten drastisch erhöht.
Auf demselben Trip ist man bei Office Twenty M und bei deren Marke „Diwo Living“. Für die extrem unattraktive Lage glauben die Immobilienhaie zehn Euro kalt und mehr kassieren zu können. Das ehemalige HP-Gebäude (ein Bürogebäude!) „soll optisch Hotelcharakter aufweisen“ und mit der Idee ein Stockwerk oben drauf zusetzen, um damit „Penthäuser“ anzubieten, sind andere in Rüsselsheim auch erst einmal auf den Bauch gelandet.
Nur, wer will diesen Ausblick auf das Gewerbegebiet Hasengrund, den „Dicken Busch“ und einer vielbefahrenen Ampelkreuzung, dazu noch Polizeihubschrauber, genießen?

Skandal ohne Ende? Wohnhaus im Hassengrund 44

Im Juni letzten Jahres berichtete die Main-Spitze zuletzt über Rüsselsheims „berühmtestes“ Hochhaus und die Probleme der Mieter_innen dort. Jetzt gibt es Hinweise, dass nichts gut wird und das es für die Mietparteien dort unerträglich bleibt.
Schon rein äußerlich fällt der nicht instandgesetzte Wohnblock am Adam-Opel-Straße und Kurt-Schuhmacher-Ring-Kreuz auf. Vor Kurzem sind die Bäume um den Block radikal niedergemäht worden.
Aber wie lange braucht die GHG Immobilienverwaltung um eine einfache Sprechanlage funktionsfähig zu machen?
Ein fünf Wochen altes Schreiben zeugt von den laufenden Problemen. Vielleicht liegt es daran, den aller billigsten Reparaturservice zu suchen? Wird Zeit, dass das Haus zur Ruhe kommt und wieder unter städtische Kontrolle kommt.

Kauft die GEWOBAU das Haus im Hasengrund 44?

Die über viele Jahre andauernden Probleme in dem Hochhaus im Hasengrund 44 könnten jetzt gelöst werden. Das ehemalige Haus der GEWOBAU könnte genau von dieser zurückgekauft werden. So zumindest einige Stimmen aus Mieterkreisen. Vorteil wäre hier, das Hochhaus wäre wieder Teil eines größeren Wohnungbestandes und umfängliche Sanierungsarbeiten könnten durch den „erfahrenen Wohnraumanbieter“ zeitnah und nachhaltig gelöst werden. Nach der Privatisierung also eine „Rekommunalisierung“ nach Rüsselsheimer Art. Das Hochhaus selbst kann nach den jahrelangen Skandalberichten eigentlich nur noch zu „einem Spottpreis“ für die GEWOBAU zu haben sein, so die Mieter_innen.
Ansonsten wird es wohl ewig wie bisher weitergehen…
Tolle Possen eines Eigentümers. Für Mieter_innen eher der reinste Horror, selbst Richter haben Mitleid.

Gewobau will mit Kunst ihre Mieterhöhungen verschönern

Keine Frage, Kunst ist was Schönes und Notwendiges. Wenn allerdings die Rüsselsheimer Gewobau zu einem bundesweiten Kunstwettbewerb für professionelle Künstler_innen aufruft, muss gefragt werden, was damit bezweckt werden soll?
Die Gewobau ist in Rüsselsheim für Mieterhöhungen bekannt, die es in sich haben. Gerade für Rentner_innen und Geringverdiener_innen. In der Lenbachstraße nutzte man frech eine Sanierung, um den m²-Preis von 5 auf 8 Euro hochzutreiben. Das war im Juli 2014 und jetzt will man genau die Straße und den Stadtteil mit Kunst als „Malerviertel“ aufhübschen.
Unvergessen sind auch die Verkäufe von Gewobau-Wohnungen im Hasengrund oder in der Johann-Sebastian-Bach-Straße mit drastischen Folgen für die Mieter_innen. Oder die kostspielige Abschiedsparty für den Gewobau-Chef. Es reiht sich Skandal an Skandal.
Mit bis zu 81.000 Euro nimmt die Gewobau nicht gerade wenig Geld in die Hand, um sich als Gewobau mit Kunst am Bau zu schmücken. Nach mehr als 50 Jahren fällt dem Unternehmen wieder einmal ein, „die Identität des Viertels … und das Zugehörigkeitsgefühl… zu stärken“. Gestaltet sollen Werke, die sich auf dem Namen des Künstlers (Lenbach und Holbein) beziehen.
Mit Käthe Kollwitz wurde bereits vor Jahren eine Installation in eine Häuserecke gestellt, die ziemlich vergessen sein dürfte. Käthe Kollwitz würde sich aktuell wegen Krieg und Faschismus hervorragend für ein Kunstprojekt eignen. Stattdessen setzt die Gewobau aber gerade auf den Porträtmaler von Bismarck, nämlich Franz Lenbach. Und das auch noch genau an der Häuserecke Lenbach-und Käthe Kollwitz-Straße.

Die Gewobau sollte zuerst ihre Hausaufgaben im Interesse der Mieter_innen, und nicht gegen diese, erledigen. Kunst am Bau muss Bestandteil einer Kulturarbeit in ganz Rüsselsheim sein, und nicht isoliert in Gewobau-Ecken. Genau das ist nicht das Interesse der Gewobau und ihrem Geschäftsführer Regenstein. Die möchten sich lieber selbst in Medien und Hochglanzbroschüren als kunstsinnig präsentieren.

Mieterbund Rüsselsheim: Nur mit der GEWOBAU

Abtritt der Altvorderen und ein Neuer, der angeblich der „ideale Nachfolger für Hans-Jürgen Birkholz“ ist. Immerhin soll er, „eine fundierte Mieterberatung“ organisieren können. Und außerdem soll er sich durch „sein politisches Engagement …Gehör verschaffen“, also in der Presse verlautbaren lassen! So war es jahrzehntelang Tradition der Rüsselsheimer Mieterorganisation.
Ohne Widerspruch konnte die Gewobau Häuser verkaufen, Mieter_innen die Mieten ohne Maß erhöhen und Häuser z.B. in Haßloch Nord abreißen und dann hochpreisige Wohnungen errichten.
Diese Praxis wird sicherlich fortgestetzt, deshalb verwundert es nicht, das Gewobau-Chef Regenstein, diese „konstruktive Zusammenarbeit“ weiterhin fortsetzen will. Alles beim Alten beim Rüsselsheimer Mieterbund: gemeinsam mit der Gewobau und weniger für die Mieter_innen!

GEWOBAU-Haus verscherbelt – jetzt stinkt es zum…

In dem von der Rüsselsheimer GEWOBAU abgestoßenen Hochhaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 53 gibt seit Monaten „unerträglichen Gestank“. Seit dieser Zeit kämpfen auch die Ex-Mieter_innen der GEWOBAU dagegen an.
Die frühere Eigentümerin, die GEWOBAU, hat nach völlig inakzeptablen Erfahrungen mit einem verkauften Hochhaus im Hasengrund 44, die Hausverwaltung vorsichtshalber behalten. Doch auch mit dieser Dienstleistung kann die GEWOBAU nicht überzeugen. Proteste der Mieter_innen haben zumindest die GEWOBAU dahin bewegt, dass die jetzt offenbart, „dass Arbeiten in einem Umfang nötig seien, die die Leistungen im Rahmen der normalen Instandhaltung übersteigen.“ Die neuen Eigentümer wollen „noch mal untersuchen“ woran es liegt, so der Rechtsanwalt (!) der Gebäudeeigentümer.
Vor gerade einmal vier Jahren hat die GEWOBAU, anstatt zu sanieren, das Hochhaus samt Mieter_innen für nicht gerade viel Geld privatisiert. Und wie es scheint, steht eine nicht gerade billige Sanierung des „maroden Abfluss-Systems“ an. Die „Gelackmeierten“ sind wie immer bei der GEWOBAU, die Mieter_innen.
Oder wie Jens Grode von der SPD sich ausdrücken würde: „Die GEWOBAU leistet eine tolle Arbeit“!
Bei der GEWOBAU selbst wird man zumindest „innerlich“ über diesen gelungenen Coup jubeln, das Objekt J-S-B 53 aus dem Bestand der städtischen Gesellschaft verkauft zu haben.