Archiv der Kategorie 'Kultur'

Warten auf Bausch

Oberbürgermeister Udo Bausch in der Klemme. Seit Donnerstag Nachmittag hat Rüsselsheims OB ein Problem: GRAUE WÖLFE.
Überfällig seit Freitag mit einer Erklärung zu seinem Treffen mit den türkischen Faschisten ist Udo Bausch ins Wochenende ohne Worte geflüchtet. Nur wann spricht der OB? (Foto: indymedia FB) Als Zeitvertreib das nette Bild des Grauen-Wölfe-Vereins hier. Oberbürgermeister Bausch (weißes Hemd 2.v.l.). Keine weiße Weste.

Glückwunsch Thorsten Regenstein von der Gewobau!

Wer es 25 Jahre bei der Rüsselsheimer GEWOBAU aushält, dem darf schon gratuliert werden.
Davon auch noch acht Jahre gemeinsam mit Michael Hampel, der mit der skandalträchtigen Abschiedsfete – als Geschäftsführer. Respekt.
Die geschätzte 12.000- Euro-Fete im Museum mit anschließenden Wirbel darum, hat ja offensichtlich dazu geführt, dass es eine Nummer kleiner wurde, für Sie selbst:
Nur ein Empfang in der hiesigen Hochschule? Na gut, wie Sie damals selbst meinten: „Die Verabschiedung von Herrn Geschäftsführer i.R. Hampel entspricht in der Form der Wertschätzung seiner Tätigkeit, seines Einsatzes und seines Engagements für das Unternehmen und die Stadtgesellschaft Rüsselsheim.“ Die Welt ist eben ungerecht! 25 Jahre buckeln und dann eine läppische „Ehrenurkunde“ von Oberbürgermeister Udo Bausch, der sich an Ihrem Ehrentag erdreistet, Ihnen durch die Blume ins Gewissen zu reden: Dabei habe er (OB Bausch) auch eine deutliche Zufriedenheit der Mieter mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen erfahren, wenn zum Beispiel Aufzüge erneuert und zweite Rettungswege installiert worden seien.“ Wenn zum Beispiel Aufzüge erneuert wurden… unverschämter geht es nicht mehr. Der fliegt aus seiner Wohnung raus!
Zurück zu Vorgänger Hampel. Was sind das denn für schöne Zahlungen, die Hampel seit 2015 (Seite 59) in Höhe von 41.193,00 Euro und 2016 46.280,00 Euro kassiert? Und noch ganze 458.384,00 Euro Rückstellungen für Michael Hampel, die die Gewobau_Mieter_innen bezahlen müssen. Zusatzrente?
Und im Stiftungsvorstand der Alten Synagoge zu sein und schon wieder faschistische Schmierereien an Gewobau-Garagen am „Lache-Freibad“ zu haben, ist das nicht peinlich?
Bild: (Parolen türkischer Faschisten in Rot)
Besser werden!
Ihre LiR

Kollegah kneift

Mit den Worten: „Ich würde auch nicht empfehlen, das jetzt noch zu machen. Aber es ist natürlich Entscheidung des Magistrats, ob ein weiterer Anlauf unternommen werden soll“, macht der abgewählte Oberbürgermeister Burghardt (CDU) den ganzen Wahnsinn um den Rap-Musiker Kollegah und seiner Hessentags-Entscheidung amtlich. Zuvor bekundete Burghardt, die Entscheidung pro Kollegah jederzeit wieder zu treffen. Nach dem Hessentag hatte Kollegah (mit der Kohle in der Tasche) wahrnehmbar keinen Bock mehr auf Rüsselsheim.

Mainz feiert die Oktoberrevolution

   Und zwar am 28. Oktober ab 18 Uhr in der Kulturei in der Zitadelle. Veranstalter sind die DKP, SDAJ und die TKP in der BRD. Auf dem Programm: Arnold Schölzel (Junge Welt), Erich Schaffner rezitiert sein Programm »Lenin, Majakowski und ich« und DJ Josch. Kein Eintritt – Spenden sind aber erwünscht.

Rüsselsheim wegen Opeldenkmal in der Klemme

Es gibt keinen „Umgebungsschutzes“ für ein Denkmal der Nazizeit, so Ottmar Hörl, der Präsident der Kunstakademie in Nürnberg ist, zu der offensichtlichen interessensgeleitenden Entscheidung, dass Adam Opel Denkmal unter Annäherungsschutz von anderen Kunstaktionen zu stellen.

GEWOBAU-Regenstein kuscht vor Nazidenkmal-Lobby

Bereits zum Hessentag kassierte der Künstler Ottmar Hörl für seine Skulptur „Familientreffen“ vor der Adam Opel Statue eine Abfuhr wegen „Denkmalschutz“. Die Auftraggeberin, die GEWOBAU, und ihr Geschäftsführer Regenstein, geben jetzt klein bei.
Doch Regenstein versucht nicht nur die Leistung seines Unternehmens aufzuwerten. Er versucht auch die Grundidee des Künstlers Hörl zu bagatellisieren. So sollte die Einkreisung des Opeldenkmals des Nazi-Günstlings Emil Hub nach Regenstein von den Hessentagsgästen als Selfie-Kulisse genutzt werden. Der gut bezahlte GEWOBAU-Geschäftsführer entlarvt darüber hinaus noch sein naiv-kindliches Grundverständis zur deutschen Geschichte. Denn er erzählt, dass mit der Kunstaktion eine „humorvolle und sympathische Wahrnehmung unserer Stadtgesellschaft“ angestrebt werden sollte. Rumalbern vor dem Denkmal für Adam Opel, das von einem Hitlerbüsten-Hersteller 1937 für ein „Fressen-und-Saufen-Fest“ der Nazis aufgestellt wurde?
1937 waren die Kriegspläne der Nazis schon fertig, die Kriegsproduktion im vollem Gang, Guernica in Spanien bereits in einem „Auslandseinsatz“ der faschistischen Wehrmacht zerbombt. Ak Kulturshok.

Kollegah nein Danke!

Wer noch einen Grund sucht für die Konzertabsage auf dem Rüsselsheimer Hessentag: Der Studie »Out im Office?!« zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen zufolge machen immer noch mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Befragten Erfahrungen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und sexueller Belästigung.

Reaktionäre Kulturförderung in Rüsselsheim

Satte 21 000 Euro hat die Stadtverwaltung in die Restauration und Technik des „Kurbelwellenmannes“ gesteckt. Die Bronzeplastik wurde 1938 vom Bildhauer Ludwig Spiegel hergestellt. Noch im letzten Oktober wusste man beim Echo: „die Ästhetik des Brunnens (erinnert) an eine sehr dunkle Zeit. …. tatsächlich: „Körperhaltung und Gesichtsausdruck entsprechen dagegen der für die NS-Kunst typischen Heroik“, steht auf einem Schild am Brunnen. Und weiter: „1939 war die Plastik auf der jährlichen NS-Ausstellung ,Große Deutsche Kunstausstellung’ in München ausgestellt.“ Sicher zur Freude von Führer und anderen Nazigrößen.
Jetzt wird das faschistoide Denkmal auch noch beleuchtet. Die Beleuchtung wurde von den trunkenen Winzerfreunden und der Adam Opel AG mit schlappen 2.000 Euro gezahlt. Ein Opel-Sprecher meint gar „dass der Kurbelwellenmann in neuem Licht erstrahlt“. Nazikunst bleibt aber Nazikunst. Und wissen das schon die neuen Herren von PSA? Die laufenden Betriebskosten übernimmt selbstverständlich die Stadtkasse .
Anfang 2015 hatte das Rüsselsheimer Rathaus bereits 20.000 Euro für die Sanierung des Opel-Denkmals von Emil Hub, der ebenfalls im Dienste der Nazis stand, gezahlt. Ak Kulturshok.

Die Rüsselsheimer Kulturfrage und der Hessentag

Nicht erlaubt ist in Rüsselsheim das Adam-Opel-Denkmal am Bahnhof für ein „Familientreffen“ des Künstlers Ottmar Hörl zu „umzingeln“. Emil Hub, der das Opel-Denkmal 1937 für eine „Nazi-Orgie“ in Rüsselsheim schuf, und ansonsten Hitlerbüsten und anderen Nazikitsch produzierte, bleibt ein Tabu nicht nur im Rüsselsheimer Rathaus. Hier wurde die Untere Denkmalschutzbehörde im Rathaus vorgeschickt. Die Auftraggeber dazu können bisher nur vermutet werden.
Rüsselsheimer KünstlerInnen beziehen sich dagegen auffällig positiv und geschichtsblind auf das Denkmal. Die spielen gerne mit beim unkritischen Mitmachen wie beim vergangenen Hessentag.
KünstlerInnen die was gegen Krieg haben und keine Bundeswehr auf dem Hessenfest haben wollen? Fehlanzeige! Dafür ängstliche Äußerungen von den Fördertöpfen abgeschnitten zu werden.
Sollen es doch die Auswärtigen tun!
Tamara Dauenhauer, immerhin eine Rüsselsheimer Kulturförderstipendiatin bekam ebenfalls kein grünes Licht für ihre Performances. „Nicht umsetzbar“, so die Zuständigen der Stadtverwaltung.
Auffällig bleibt dabei, dass nicht nur die Künstlerszene vor Ort zur Kritik unfähig ist. Gleiches gilt für die politische Szene aus Rüsselsheim, die sich nicht nur zu den genannten kulturellen Vorgängen in Schweigen hüllt. AK Kulturshok.

Bundeswehr Arbeitgeber mit Risiken und Nebenwirkungen

Von Horsta Krum

Die Bundeswehr wirbt junge Leute mit dem Versprechen »Hier sicherst du deine Zukunft und die von Deutschland«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie

beispielsweise die »Heimkehrer«, die von Auslandseinsätzen

verwundet oder mit einer PTBS zurückkommen

(posttraumatischen Belastungsstörung)

und die sich im zivilen Leben nicht mehr zurechtfinden.

Zur sicheren Zukunft von Deutschland: s. u.

In der Bundeswehr, so die Werbung, können Sie »­Teamgeist leben und persönlich wachsen«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie,

wie es um harte Rituale und sexuelle Belästigungen ­bestellt ist,

beispielsweise in der vierten Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 in Bayern.

Dort wird gegen vier Unteroffiziere und zehn Mannschaftssoldaten ermittelt.

Dieser Fall ist beileibe nicht der einzige …

Die Kleidung der Bundeswehr-Angehörigen, so die ­Werbung, ist eine »neu entwickelte Kampfbekleidung mit ­Flammschutz, Insektenabwehr« usw., alles »in ­funktionellem Design« und »höchstmöglichem Tragekomfort«.

Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie

die Männer und Frauen,

die sich ihre Schutzkleidung selbst kaufen.

Und zu »höchstmöglichem Tragekomfort« fragen Sie die Soldatinnen

mit kleinen Füßen. Für sie wird es vorläufig keine ­passenden Stiefel geben.

Die Werbung lässt gern Soldatinnen und Soldaten zu Wort kommen, die in der Bundeswehr ihren »Traumjob« ­gefunden haben, denen ihre Arbeit »Spaß« macht und für die es »nichts Schöneres« gibt. »Wenn ich mit meinem Eurofighter abhebe, dann ist das ein ganz besonderes ­Gefühl. Knapp 2.500 km/h und modernste Technik.
Zu Risiken und Nebenwirkungen

können Sie Tote nicht mehr befragen.

In den Auslandseinsätzen heißen getötete Zivilisten

»Kollateralschäden«.

Befragen, wie gesagt, können Sie diese nicht,

aber

Sie sollten sich nicht wundern

über zunehmenden Terrorismus.

jW 15.04.2017