Archiv der Kategorie 'Rüsselsheim '

2.77 Millionen Euro Miese beim Hessentag

Eine erste Prognose sagt für den Rüsselsheimer Hessentag rund 2,8 Millionen Verlust voraus. Die ganze Rechnung gibt es aber erst Ende 2018!
OB Burghardt (CDU) will auf einmal allerdings mit mindestens 3 Millionen Euro Miese für den Hessentag gerechnet haben. In der Lokalpresse wird ihm dazu seine Aussage, dass die Stadtkasse durch den Hessentag nicht belastet wird, vorgehalten.
Mit 3 Millionen Euro für das Sicherheitskonzept sind die Ausgaben dafür verdoppelt worden.
Wie hoch der Anteil davon zum Schutz für die Bundeswehr war, wird wohl immer im dunkeln bleiben.

Opel: Abrissbirne ab 2020?

In der aktuellen UZ gibt Jörg Kullosa einen Einblick zum Stand bei Opel. Zwei Prozent Gewinn ab 2020 und ab 2026 sogar sechs Prozent sind die Ziele für Opel unter dem PSA-Dach. Bei der „Sanierung“ der französischen PSA wurden die Löhne schon mal vier Jahre eingefroren und Überstunden geschrubbt. Ist das die Richtung bei Opel oder die gewerkschaftliche Forderung: Arbeitszeitverkürzung statt Stellenabbau?

Angespannte Ruhe
Opel-Kollegen warten auf das Zukunftskonzept

Von Jörg Kullosa UZ Ausgabe vom 25. August 2017

Seit dem 1. August ist der Deal perfekt: der französische Automobilkonzern PSA (Peugeot, Citroen, DS) hat Opel/Vauxhall von der bisherigen Konzernmutter General Motors übernommen. Nun hat das Opel-Management hundert Tage Zeit, um ein Zukunftskonzept vorzulegen, das Opel wieder in die Gewinnzone bringt. Opel schreibt seit 1999 Verluste und war schon mehrfach kurz vor dem Verkauf bzw. der Insolvenz.
Bei der Entwicklung des Zukunftskonzepts lässt PSA den Opel-Bossen freie Hand – eine Tatsache, die von vielen Opel-Kollegen als Befreiungsschlag wahrgenommen wird. Endlich sind wir das Gängelband der Konzernmutter General Motors los und können selbst zeigen was in uns steckt, hoffen die Kollegen. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass GM Opel künstlich mies gerechnet hat und die Verluste gar nicht existieren. Daher verbinden viele Beschäftigte große Hoffnungen mit der Übernahme durch PSA. (mehr…)

Immobilienmakler Walzcuch greift nach dem Stadtteil Dicker Busch

Joachim Walzcuch, Oberbürgermeister-Kandidat und Immobilienmakler will einen stärkeren Dicken Busch. Auf Plakaten mit einer typischen Hochhausfront fordert der Immo-Makler: Dicker Busch stärken! Sicher würde er gerne auch im Dicken Busch höhere Umsätze mit Immobilien generieren. Egal. Zumindest die Titanic wusste die Makler als Terroristen zu klassifizieren.
Sicher ist allerdings, ein Friedensengel ist er nicht.

Rüsselsheim wegen Opeldenkmal in der Klemme

Es gibt keinen „Umgebungsschutzes“ für ein Denkmal der Nazizeit, so Ottmar Hörl, der Präsident der Kunstakademie in Nürnberg ist, zu der offensichtlichen interessensgeleitenden Entscheidung, dass Adam Opel Denkmal unter Annäherungsschutz von anderen Kunstaktionen zu stellen.

In Dersim brennt es

UPDATE: Flugblatt von NAV-DEM e.V. Meldung „…die Welt sieht zu“.
Während deutsche Hubschrauber vom Typ „Tiger“ in Afrika vom Himmel fallen, attakieren türkische Hubschrauber (Typ „Cobra“) in Dersim die Dörfer zwischen Zaxge (Sarıtaş) und Deşt (Doğantaş) mit Beschuss. Zusätzliches Artilleriefeuer sorgt aktuell in vielen kurdischen Gebieten für Waldbrände und Schäden für die Bevölkerung. Das türkische Militär setzt in der Sommerzeit auf dieses Mittel der Kriegsführung ohne Rücksicht auf Natur und Landschaft, um die kurdische Guerilla zu bekämpfen. YXK bei FB und ANF (engl.).

Graue Wölfe nutzten bereits 2014 eine Schule in Rüsselsheim

Die Liste „Nutzer schulischer Räumlichkeiten (2013 – 2016)“ der Stadtverwaltung bringt es zu Tage, dass die Organisation der türkischen Faschisten, „Türkischer Kulturverein“, bereits 2014 eine Schule in Rüsselsheim nutzen konnte.
Die Antifa in Rüsselsheim machte die Nutzung der Kant-Aula am 19. April 2015 durch die türkischen Faschisten öffentlich.
Da die Grauen Wölfe sich die Aula im April 2015 über den Ausländerbeiratsvorsitzenden Dayankac zuspielen ließen, schien man im Rathaus fein raus. So meinte die Stadtverwaltung damals schriftlich: „Die Bewegung, Graue Wölfe‘ wird nicht durch die Stadt Rüsselsheim gefördert….“. Damit schien der Antifa-Vorwurf, die Stadt „fördere“ die türkischen Faschisten, aus der Welt.
Wäre da nicht die Auflistung der Stadtverwaltung (hier Nr. 61), mit der Drucksache 199/16-21 die genau das belegt: Die Förderung der Grauen Wölfe („Türkischer Kulturverein“) durch die kostenlose Überlassung von Schulräumlichkeiten.

GEWOBAU-Regenstein kuscht vor Nazidenkmal-Lobby

Bereits zum Hessentag kassierte der Künstler Ottmar Hörl für seine Skulptur „Familientreffen“ vor der Adam Opel Statue eine Abfuhr wegen „Denkmalschutz“. Die Auftraggeberin, die GEWOBAU, und ihr Geschäftsführer Regenstein, geben jetzt klein bei.
Doch Regenstein versucht nicht nur die Leistung seines Unternehmens aufzuwerten. Er versucht auch die Grundidee des Künstlers Hörl zu bagatellisieren. So sollte die Einkreisung des Opeldenkmals des Nazi-Günstlings Emil Hub nach Regenstein von den Hessentagsgästen als Selfie-Kulisse genutzt werden. Der gut bezahlte GEWOBAU-Geschäftsführer entlarvt darüber hinaus noch sein naiv-kindliches Grundverständis zur deutschen Geschichte. Denn er erzählt, dass mit der Kunstaktion eine „humorvolle und sympathische Wahrnehmung unserer Stadtgesellschaft“ angestrebt werden sollte. Rumalbern vor dem Denkmal für Adam Opel, das von einem Hitlerbüsten-Hersteller 1937 für ein „Fressen-und-Saufen-Fest“ der Nazis aufgestellt wurde?
1937 waren die Kriegspläne der Nazis schon fertig, die Kriegsproduktion im vollem Gang, Guernica in Spanien bereits in einem „Auslandseinsatz“ der faschistischen Wehrmacht zerbombt. Ak Kulturshok.

Kollegah nein Danke!

Wer noch einen Grund sucht für die Konzertabsage auf dem Rüsselsheimer Hessentag: Der Studie »Out im Office?!« zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen zufolge machen immer noch mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Befragten Erfahrungen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und sexueller Belästigung.

Reaktionäre Kulturförderung in Rüsselsheim

Satte 21 000 Euro hat die Stadtverwaltung in die Restauration und Technik des „Kurbelwellenmannes“ gesteckt. Die Bronzeplastik wurde 1938 vom Bildhauer Ludwig Spiegel hergestellt. Noch im letzten Oktober wusste man beim Echo: „die Ästhetik des Brunnens (erinnert) an eine sehr dunkle Zeit. …. tatsächlich: „Körperhaltung und Gesichtsausdruck entsprechen dagegen der für die NS-Kunst typischen Heroik“, steht auf einem Schild am Brunnen. Und weiter: „1939 war die Plastik auf der jährlichen NS-Ausstellung ,Große Deutsche Kunstausstellung’ in München ausgestellt.“ Sicher zur Freude von Führer und anderen Nazigrößen.
Jetzt wird das faschistoide Denkmal auch noch beleuchtet. Die Beleuchtung wurde von den trunkenen Winzerfreunden und der Adam Opel AG mit schlappen 2.000 Euro gezahlt. Ein Opel-Sprecher meint gar „dass der Kurbelwellenmann in neuem Licht erstrahlt“. Nazikunst bleibt aber Nazikunst. Und wissen das schon die neuen Herren von PSA? Die laufenden Betriebskosten übernimmt selbstverständlich die Stadtkasse .
Anfang 2015 hatte das Rüsselsheimer Rathaus bereits 20.000 Euro für die Sanierung des Opel-Denkmals von Emil Hub, der ebenfalls im Dienste der Nazis stand, gezahlt. Ak Kulturshok.

Die Rüsselsheimer Kulturfrage und der Hessentag

Nicht erlaubt ist in Rüsselsheim das Adam-Opel-Denkmal am Bahnhof für ein „Familientreffen“ des Künstlers Ottmar Hörl zu „umzingeln“. Emil Hub, der das Opel-Denkmal 1937 für eine „Nazi-Orgie“ in Rüsselsheim schuf, und ansonsten Hitlerbüsten und anderen Nazikitsch produzierte, bleibt ein Tabu nicht nur im Rüsselsheimer Rathaus. Hier wurde die Untere Denkmalschutzbehörde im Rathaus vorgeschickt. Die Auftraggeber dazu können bisher nur vermutet werden.
Rüsselsheimer KünstlerInnen beziehen sich dagegen auffällig positiv und geschichtsblind auf das Denkmal. Die spielen gerne mit beim unkritischen Mitmachen wie beim vergangenen Hessentag.
KünstlerInnen die was gegen Krieg haben und keine Bundeswehr auf dem Hessenfest haben wollen? Fehlanzeige! Dafür ängstliche Äußerungen von den Fördertöpfen abgeschnitten zu werden.
Sollen es doch die Auswärtigen tun!
Tamara Dauenhauer, immerhin eine Rüsselsheimer Kulturförderstipendiatin bekam ebenfalls kein grünes Licht für ihre Performances. „Nicht umsetzbar“, so die Zuständigen der Stadtverwaltung.
Auffällig bleibt dabei, dass nicht nur die Künstlerszene vor Ort zur Kritik unfähig ist. Gleiches gilt für die politische Szene aus Rüsselsheim, die sich nicht nur zu den genannten kulturellen Vorgängen in Schweigen hüllt. AK Kulturshok.