Archiv der Kategorie 'Rüsselsheim '

Skandal ohne Ende? Wohnhaus im Hassengrund 44

Im Juni letzten Jahres berichtete die Main-Spitze zuletzt über Rüsselsheims „berühmtestes“ Hochhaus und die Probleme der Mieter_innen dort. Jetzt gibt es Hinweise, dass nichts gut wird und das es für die Mietparteien dort unerträglich bleibt.
Schon rein äußerlich fällt der nicht instandgesetzte Wohnblock am Adam-Opel-Straße und Kurt-Schuhmacher-Ring-Kreuz auf. Vor Kurzem sind die Bäume um den Block radikal niedergemäht worden.
Aber wie lange braucht die GHG Immobilienverwaltung um eine einfache Sprechanlage funktionsfähig zu machen?
Ein fünf Wochen altes Schreiben zeugt von den laufenden Problemen. Vielleicht liegt es daran, den aller billigsten Reparaturservice zu suchen? Wird Zeit, dass das Haus zur Ruhe kommt und wieder unter städtische Kontrolle kommt.

Alles verboten: YPG,PYD,YXK, PKK sowieso

ypgypg Vor nicht all zu langer Zeit waren die Verteidigerinnen von Kobane in Syrien, Heldinnen in den deutschen Medien. Ging ja gegen den „IS“. Jetzt schlägt der deutsche Imperialismus zurück und verbietet mal nebenbei deren Symbole und die der kurdischen Studentenvereingung YXK gleich mit. Bei Ulla Jelpke komfortabel.

Kundgebung für Deniz Yücel

UPDATE 15. März Bericht im Echo und in der Main-Spitze

#FREE DENIZ Dienstag, 14. März, 18:00 Uhr Bahnhofsvorplatz Rüsselsheim

Kundgebung: #FREE DENIZ – Sofortige Freilassung des Journalisten Deniz Yücel aus der Untersuchungshaft im türkischen Hochsicherheitsgefängnis Silivri und Freiheit für alle inhaftierten Journalist/innen in der Türkei – Am 14. März 2017 ist Deniz Yücel nunmehr einen Monat wegen Polizeigewahrsams und Untersuchungshaft seiner Freiheit beraubt.

Veranstalter: Freund/innenkreis Deniz Yücel Rüsselsheim

Die dju in ver.di.
Ein ver.di-Bericht. Und der Herr Krug hat auch was...und das Echo.
UPDATE: CDU nicht auf Merkel-Kurs. Inzwischen fordert die Kanzlerin die Freilassung von Yücel.

Update 17.März: Kritischer sehen das Kommunisten. Der Einwand hier.

Bundeswehr Fake News

Ein adeliger (!) Oberstleutnant von Rabenau diktiert im Februar 2017 einer Journalistin der Main-Spitze den „wohl einer der flächenmäßig kleinsten Auftritte der Bundeswehr bei einem Hessentag“ ins Blatt. Um dann weiter auszuführen „Ein Tornado-Jet würde so viel Platz einnehmen, dass für andere Geräte kaum Platz bliebe. Daher bringe man diesmal nur das Triebwerk mit“.
Bereits am 3. März 2015 bekommt ein Journalist der HNA von den selben beiden zitierten PR-Soldaten (von Rabenau/Sönke Remmers) folgende Legende aufgetischt:
„Ein Leopard-Panzer kommt nach Hofgeismar, ein Hubschrauber aus Fritzlar auch, doch der Tornado-Jet muss zuhause bleiben“ und „in Hofgeismar wird es etwas enger, als es die Militärs gewohnt sind“.
Liest sich fast nahezu identisch, was auf einen stumpfsinnigen Dienst bei der Truppe schließen lässt.
Für den geringen Zuspruch der Bundeswehr bei der Bevölkerung fällt also nur die ziemlich dämliche „Wird-alles-nicht-so-schlimm-Beruhigungspille“ ein. Lahme Fake News. Bundeswehr wegtreten!

Viel Panzer, wenig Hirn auf dem Hessentag

UPDATE: In gewohnter Manier berichtete die hessenschau über die Tiger-Kampfeinheit auf den Weg nach Mali

Die Main-Spitze hat am Dienstag die Bundeswehr-Beteiligung auf dem Rüsselsheimer Hessentag im Juni hervorgehoben. Öffentlich macht die Bundeswehr, dass sie (offiziell!) mit bis zu 250 Soldaten ein Gelände am Main von 6.000 qm in ein militärisches Heerlager verwandeln will.
Das Zeitfenster für die Kriegswerbung und die Erhöhung des Rüstungshaushaltes auf 60 Milliarden Euro wird von 10 Uhr bis ca. 0.30 Uhr angegeben. Panzer, Hubschrauber und anderes todbringendes Gerät kann bis 19 Uhr als „ Ausstellung“ begutachtet werden. Die Bundeswehr sucht weiterhin Kriegskollaborateure, die wie ein „Poetry-Slam für Schüler… und der Shanty Chor“ sich für die Kriegspropaganda einspannen lassen. Willige Helferin ist dabei natürlich die Stadtverwaltung. Ziel ist, klarer Fall, die Nachwuchswerbung, wo die Bundeswehr nach wie vor nicht genügend Zuspruch erhält.
Bestätigt ist jetzt, dass das afghanistanerfahrene Kampfhubschrauberregiment aus Fritzlar da sein wird. Aufgabe dieser Soldaten ist z.B. „das bewusste Suchen und auf sich nehmen der Duellsituation mit dem Gegner“. Also töten. Dazu fliegt man den Kampfhubschrauber Tiger (Stückpreis ca. 74 Millionen Euro).
Die 3,7 Milliarden Euro, die für den Tiger versenkt wurden, können dem Steuerzahler auch schon mal vor die Füße klatschen. In Form eines Absturzes. Zu erwarten ist auch, dass wie beim Hessentag in Oberursel die „Elitekiller-Truppe“ KSK einen Auftritt hat. In Oberursel hat ein „Held der KSK“ sogar ein Absprung von einem Hubschrauber gewagt. Für die mediale Begleitung sorgte der HR zur Aufwertung der Truppe.
Sicher zu erwarten sind Proteste von Kriegsgegner_innen und Antimilitarist_innen aus der Region, die bestimmt mit Feldjägern, Zivilbullen und Soldaten, die „Geduld und Freundlichkeit“ an den Tag legen sollen, ihren Spaß haben werden. Und das nicht nur in dem angekündigten Zeitfenster von 10 bis kurz nach Mitternacht.

GALF fordert Freilassung des aus Flörsheim stammenden Deniz Yücel

UPDATE: Mal die taz
Aus der Main-Spitze:
Von Jens Etzelsberger

FLÖRSHEIM – Die Grüne alternative Liste Flörsheim (GALF) und die Kreisgrünen Groß-Gerau haben die Freilassung des aus Flörsheim stammenden Journalisten Deniz Yücel gefordert. Yücel, Türkei-Korrespondent der Tageszeitung Die Welt, wird seit vergangener Woche von der türkischen Polizei festgehalten.
Der 43-Jährige Yücel ist der erste deutsche Journalist, der seit Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei in Polizeigewahrsam genommen wurde. In Flörsheim leben nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Schwester und seine zwei Nichten. Zuletzt war Yücel im vergangenen Oktober anlässlich der Frankfurter Buchmesse in seiner Geburtsstadt.

In Rüsselsheim hat Yücel vor zwei Jahren, damals noch Mitarbeiter der Tageszeitung, im Rind bei der Veranstaltung „Hate-Poetry“ aus hasserfüllten Leserzuschriften zitiert. In seiner Jugend war Deniz Yücel für kurze Zeit auch Mitarbeiter der Main-Spitze.< !--more-->

Bundeswehr von der Ausbildungsmesse vertreiben

Die Rüsselsheimer Ausbildungsmesse bekommt immer stärkeren Protest gegen die Bundeswehr. Bericht hier.
Ralph Keim überschlägt sich fast für die Bundeswehr im Echo. Und in der Main-Spitze nur eine Randnotiz.

CDU-OB Burghardt lädt „Kollegah“ nach Rüsselsheim ein

UPDATE: Diskussion mit „Kollegah“, Zentralrat und Schwulen?/ Gelöschte antisemitische Kommentare in der MSP.

“ „Viel haben wir über #Kollegah diskutiert, es wird Zeit, dass wir mit ihm diskutieren. In einem Telefonat am heutigen Tag habe ich ihn nach Rüsselsheim eingeladen. Ich freue mich, dass er die Einladung angenommen hat und sich der Diskussion stellt. “ So der Rüsselsheimer Oberbürgermeister gestern Nacht bei Facebook. Und das vor der entscheidenden Stadtverordnetensitzung. Einfach mal am Parlament vorbei regiert, um bei der OB-Wahl besser dazu stehen.
KEIN FORUM FÜR „KOLLEGAH“ IN RÜSSELSHEIM!

Rap-Night geplatzt

Mit nur einer Stimme Mehrheit haben Rüsselsheims Stadtverordnete die Absage von „Kollegah“ u.a. Rappern beschlossen.
Damit wurde untermauert, dass es im Stadtparlament trotz der veröffentlichen Texte und Positionen der Rapper, genügend Kommunalpolitiker gibt, die mit öffentlichen Geldern Frauenverachtung, Homophobie und Antisemitismus fördern möchten.

„Kollegah“ versucht Politiker und Zentralrat der Juden vorzuführen

UPDATE: Musikwissenschaftler sieht bei Kollegah antisemitische Inhalte.

Das Rüsselsheimer Echo gibt „Kollegah“ ganz exclusiv Platz für seine Sicht. Kurz vor der heutigen Stadtverordentenversammlung versucht er mit leicht widerlegbaren Feststellungen wie, dass in „13 Jahren Musikkarriere nie der Vorwurf des Antisemitismus auch nur im Raum stand“, behauptet sogar das sei NEU!
Zitate seien 13 Jahre alt und nicht ihm zuzuschreiben… und die Litanei gipfelt sogar darin, dass „Kollegah“ verhindern möchte, das der Zentralrat der Juden „womöglich tragischerweise mit in das Kreuzfeuer eines – zu verurteilenden – „Shitstorms“ gegen jüdische Menschen im Allgemeinen“ gerät. Kreuzfeuer auf Juden?!
Der Hessische Rundfunk hat bereits eine Sonderseite.