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Rüsselsheim wegen Opeldenkmal in der Klemme

Es gibt keinen „Umgebungsschutzes“ für ein Denkmal der Nazizeit, so Ottmar Hörl, der Präsident der Kunstakademie in Nürnberg ist, zu der offensichtlichen interessensgeleitenden Entscheidung, dass Adam Opel Denkmal unter Annäherungsschutz von anderen Kunstaktionen zu stellen.

In Dersim brennt es

UPDATE: Flugblatt von NAV-DEM e.V. Meldung „…die Welt sieht zu“.
Während deutsche Hubschrauber vom Typ „Tiger“ in Afrika vom Himmel fallen, attakieren türkische Hubschrauber (Typ „Cobra“) in Dersim die Dörfer zwischen Zaxge (Sarıtaş) und Deşt (Doğantaş) mit Beschuss. Zusätzliches Artilleriefeuer sorgt aktuell in vielen kurdischen Gebieten für Waldbrände und Schäden für die Bevölkerung. Das türkische Militär setzt in der Sommerzeit auf dieses Mittel der Kriegsführung ohne Rücksicht auf Natur und Landschaft, um die kurdische Guerilla zu bekämpfen. YXK bei FB und ANF (engl.).

Graue Wölfe nutzten bereits 2014 eine Schule in Rüsselsheim

Die Liste „Nutzer schulischer Räumlichkeiten (2013 – 2016)“ der Stadtverwaltung bringt es zu Tage, dass die Organisation der türkischen Faschisten, „Türkischer Kulturverein“, bereits 2014 eine Schule in Rüsselsheim nutzen konnte.
Die Antifa in Rüsselsheim machte die Nutzung der Kant-Aula am 19. April 2015 durch die türkischen Faschisten öffentlich.
Da die Grauen Wölfe sich die Aula im April 2015 über den Ausländerbeiratsvorsitzenden Dayankac zuspielen ließen, schien man im Rathaus fein raus. So meinte die Stadtverwaltung damals schriftlich: „Die Bewegung, Graue Wölfe‘ wird nicht durch die Stadt Rüsselsheim gefördert….“. Damit schien der Antifa-Vorwurf, die Stadt „fördere“ die türkischen Faschisten, aus der Welt.
Wäre da nicht die Auflistung der Stadtverwaltung (hier Nr. 61), mit der Drucksache 199/16-21 die genau das belegt: Die Förderung der Grauen Wölfe („Türkischer Kulturverein“) durch die kostenlose Überlassung von Schulräumlichkeiten.

GEWOBAU-Regenstein kuscht vor Nazidenkmal-Lobby

Bereits zum Hessentag kassierte der Künstler Ottmar Hörl für seine Skulptur „Familientreffen“ vor der Adam Opel Statue eine Abfuhr wegen „Denkmalschutz“. Die Auftraggeberin, die GEWOBAU, und ihr Geschäftsführer Regenstein, geben jetzt klein bei.
Doch Regenstein versucht nicht nur die Leistung seines Unternehmens aufzuwerten. Er versucht auch die Grundidee des Künstlers Hörl zu bagatellisieren. So sollte die Einkreisung des Opeldenkmals des Nazi-Günstlings Emil Hub nach Regenstein von den Hessentagsgästen als Selfie-Kulisse genutzt werden. Der gut bezahlte GEWOBAU-Geschäftsführer entlarvt darüber hinaus noch sein naiv-kindliches Grundverständis zur deutschen Geschichte. Denn er erzählt, dass mit der Kunstaktion eine „humorvolle und sympathische Wahrnehmung unserer Stadtgesellschaft“ angestrebt werden sollte. Rumalbern vor dem Denkmal für Adam Opel, das von einem Hitlerbüsten-Hersteller 1937 für ein „Fressen-und-Saufen-Fest“ der Nazis aufgestellt wurde?
1937 waren die Kriegspläne der Nazis schon fertig, die Kriegsproduktion im vollem Gang, Guernica in Spanien bereits in einem „Auslandseinsatz“ der faschistischen Wehrmacht zerbombt. Ak Kulturshok.

Kollegah nein Danke!

Wer noch einen Grund sucht für die Konzertabsage auf dem Rüsselsheimer Hessentag: Der Studie »Out im Office?!« zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen zufolge machen immer noch mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) der Befragten Erfahrungen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und sexueller Belästigung.

Reaktionäre Kulturförderung in Rüsselsheim

Satte 21 000 Euro hat die Stadtverwaltung in die Restauration und Technik des „Kurbelwellenmannes“ gesteckt. Die Bronzeplastik wurde 1938 vom Bildhauer Ludwig Spiegel hergestellt. Noch im letzten Oktober wusste man beim Echo: „die Ästhetik des Brunnens (erinnert) an eine sehr dunkle Zeit. …. tatsächlich: „Körperhaltung und Gesichtsausdruck entsprechen dagegen der für die NS-Kunst typischen Heroik“, steht auf einem Schild am Brunnen. Und weiter: „1939 war die Plastik auf der jährlichen NS-Ausstellung ,Große Deutsche Kunstausstellung’ in München ausgestellt.“ Sicher zur Freude von Führer und anderen Nazigrößen.
Jetzt wird das faschistoide Denkmal auch noch beleuchtet. Die Beleuchtung wurde von den trunkenen Winzerfreunden und der Adam Opel AG mit schlappen 2.000 Euro gezahlt. Ein Opel-Sprecher meint gar „dass der Kurbelwellenmann in neuem Licht erstrahlt“. Nazikunst bleibt aber Nazikunst. Und wissen das schon die neuen Herren von PSA? Die laufenden Betriebskosten übernimmt selbstverständlich die Stadtkasse .
Anfang 2015 hatte das Rüsselsheimer Rathaus bereits 20.000 Euro für die Sanierung des Opel-Denkmals von Emil Hub, der ebenfalls im Dienste der Nazis stand, gezahlt. Ak Kulturshok.

Die Rüsselsheimer Kulturfrage und der Hessentag

Nicht erlaubt ist in Rüsselsheim das Adam-Opel-Denkmal am Bahnhof für ein „Familientreffen“ des Künstlers Ottmar Hörl zu „umzingeln“. Emil Hub, der das Opel-Denkmal 1937 für eine „Nazi-Orgie“ in Rüsselsheim schuf, und ansonsten Hitlerbüsten und anderen Nazikitsch produzierte, bleibt ein Tabu nicht nur im Rüsselsheimer Rathaus. Hier wurde die Untere Denkmalschutzbehörde im Rathaus vorgeschickt. Die Auftraggeber dazu können bisher nur vermutet werden.
Rüsselsheimer KünstlerInnen beziehen sich dagegen auffällig positiv und geschichtsblind auf das Denkmal. Die spielen gerne mit beim unkritischen Mitmachen wie beim vergangenen Hessentag.
KünstlerInnen die was gegen Krieg haben und keine Bundeswehr auf dem Hessenfest haben wollen? Fehlanzeige! Dafür ängstliche Äußerungen von den Fördertöpfen abgeschnitten zu werden.
Sollen es doch die Auswärtigen tun!
Tamara Dauenhauer, immerhin eine Rüsselsheimer Kulturförderstipendiatin bekam ebenfalls kein grünes Licht für ihre Performances. „Nicht umsetzbar“, so die Zuständigen der Stadtverwaltung.
Auffällig bleibt dabei, dass nicht nur die Künstlerszene vor Ort zur Kritik unfähig ist. Gleiches gilt für die politische Szene aus Rüsselsheim, die sich nicht nur zu den genannten kulturellen Vorgängen in Schweigen hüllt. AK Kulturshok.

OB-Kandidat Walczuch bei Milli Görüs (IGMG)

UPDATE: „NEUER-OB“ sieht sich bei Facebook „verleumdet“ und kurvt als Bundeswehr-Befürworter mit einem Rüsselsheimer Produkt auf vier Rädern durch die Gegend.

Am 8. Juni hat sich der Oberbürgermeister-Kandidat Joachim Walzuch in Raunheim beim Hessischen Unternehmerbund (HUB) mit der islamistischen Milli Görüs (IGMG) getroffen. Anlass war u.a. eine Spendenaktion für Hasene, die auch der IGMG zuzurechnen ist. Ebenfalls zugegen war der FDP-Stadtverordnete Abdullah Sert. Beide klemmten sich für ein Fotoshooting auf ein Bild für türkische Blätter. Die türkischen Zeitungen Bizim Haber und Hayat verbreiteten die frohe Botschaft. Bei der OB-Wahl im September sollen für Stimmen aus dem islamistischen Spektrum Absprachen getroffen worden sein. So zumindest die Aussagen, die in der türkischsprachigen Community vor Ort zu vernehmen sind. „Jederzeit für Sie ansprechbar“ ist Walczuchs Motto, was er für den islamistischen Bereich deutlich belegt hat.

Milli Görüs (IGMG) wurde von dem Moslembruder Yusuf Zeyn el-Abidin gegründet. Ziel ist es ein islamistisches Regime aufzubauen. Ihre Zeitung Milli Gazete (Nationalzeitung) soll „unsere Mitbürger vor der Assimilierung im barbarischen Europa…“ schützen. Der offene Antisemitismus („Ein Jude unterscheidet sich von dem Satan durch nichts“) u.v.a.m. ist durch eine taktische Abkehr „entschärft“ worden. Die IGMG verfügte bereits 1994 über einen beachtlichen Immobilienwert von satten 100 Millionen DM. OB-Kandidat Walczuch ist Immobilienmakler. Das Jahresbudget der IGMG soll 1994 300 Millionen DM betragen haben.
Die Pressefreiheit in diesem Lande versucht die IGMG nicht nur durch Gerichtsverfahren zu behindern. So haben gleich mehrere Herren zusammen in dunklen Anzügen Redakteure der hiesigen Lokalpresse ungebeten aufgesucht. Grund hierfür waren Presseberichte die ihnen offensichtlich nicht passten.

Hessentag: Bundeswehr-Panzer besetzt

Junge Welt: Gekapert!

UPDATE: Echo-Bericht O-Ton Bundeswehr: „So lange niemand gegen geltendes Recht verstößt,… sagt einer für eine Truppe, die sich wenig an Recht hält. Die Main-Spitze: Polizeihilfe für kooperationswillige Demonstraten.

Aus Protest haben Kriegsgegner_innen und Mitglieder der SDAJ ein gepanzertes Fahrzeug der deutschen Kriegsarmee auf dem Hessentag in Rüsselsheim besetzt. „Wir lassen nicht zu, dass die Bundeswehr mit Kriegspropaganda auf einem großen Familienfest für Kriege wirbt und organisieren gemeinsam mit anderen Organisationen und Jugendlichen Proteste gegen den Bundeswehrauftritt am 10. Juni 2017. Wir fordern, dass die Milliarden statt in Rüstung in die Bildung gesteckt werden und dass jeder Jugendliche ein Recht auf einen zivilen Ausbildungsplatz hat“ so die SDAJ und ruft zu weiteren Störaktionen auf.
Eine mäßige „Friedensdemonstration“ am Sonnabend Vormittag wurde von unverhältnismäßigen starken Polizeikräften weg von der Bundeswehr stadtauswärts begleitet, äh gelatscht.

Rekordergebnis in Dersim gegen Erdogan

Mit satten 80,4% gegen die „Verfassungsreform“ von Erdogan hat Rüsselsheims „heimliche Partnerstadt“, Dersim (türk. „Tunceli“), dem Gernediktator deutlich in die Suppe gespuckt. Trotzdem bleibt das Referendum wegen Fälschungsvorwürfen umstritten. Auch die OSZE hat Grund zur Kritik. In der BRD lebende Türk_innen mit Wahlrecht in der Türkei sollen zu 63,1 % gegen die bisherige Verfassung und weniger Demokratie gestimmt haben. Wer das Rüsselsheimer Wahlergebnis der Ausländerbeiratswahl usw. im Hinterkopf hat, kann sich ähnliche Ergebnisse vor Ort denken.
Interessant bleibt auch, dass der europäische Teil der Türkei, der Westen, die Hauptstadt Ankara und der kurdische Osten mehrheitlich gegen Erdogan gestimmt hat. In den ländlichen Regionen, den Hochburgen der AKP, gewinnt Erdogan aber mehrheitlich. In Amed (Diyarkabir), die heimliche Hauptstadt der Kurden, konnte Erdogan trotz großem Auftritt und dumpfen Sprüchen nur 32,4% erreichen.
In Bursa, der Partnerregion von Hessen, der auch die Partei Die Linke, zugeneigt ist (!), gab es ebenfalls eine Mehrheit für Erdogan: 53,2%.