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SPD für Walter Rietig

Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Sanaa Boukayeo, spricht sich für eine Namensgebung zugungsten des Opel-Widerstandskämpfers, Walter Rietig, für die Großsporthalle aus. „Walter Rietig hat sich persönlich, sogar mit seinem Leben gegen Nazis und für Zwangsarbeiter eingesetzt. Er hat Menschlichkeit bewiesen, Nächstenliebe gezeigt, dafür Stärke besessen . Ein Charakter, der es verdient, so geehrt zu werden.“ So die SPD-Frau in der Main-Spitze.
Eine Kehrtwende mit Tragweite. Aktuell zögern noch die Grünen in Rüsselsheim. Die WsR hat offensichtlich keine Position zu einem Widerstandskämpfer gegen die Nazis und die CDU, Urheberin der Sponsoren-Lösung (Geld für den Namen der Halle!), kann sich eine Ehrung einer Person vorstellen, wenn dies nach einem Bürgerforum Konsens werden sollte…

ANTIFA und DIE LINKE/Liste Solidarität für Walter-Rietig-Halle

Wird die Rüsselsheimer Großsporthalle (vormals „Walter-Köbel-Halle“) doch nach dem Antifaschisten Walter Rietig benannt?

Ein kurzer Rückblick: Im Mai 2011 machte die Antifa in Rüsselsheim die Nazi-Vergangenheit des früheren SPD-Bürgermeisters, Walter Köbel, publik. Im März 2013 (!) wurde dann endlich der Namenszug des NSDAP Mitglieds Köbel an der Sportstätte entfernt. Fünf Jahre lang hatte die „Großsporthalle“ keinen Namen, bis über die Main-Spitze die Rüsselsheimer Antifa, DIE LINKE/Liste Solidarität und der DGB erneut die Forderung nach einer Walter-Rietig-Halle erheben.

Erwartet wird, nicht nur von LiR, ein zeitnaher Antrag für eine Walter-Rietig-Halle im Rüsselsheimer Stadtparlament.

Walter Rietig ehren!


Walter Rietig wurde 1942 in Berlin-Pötzensee von den Nazis hingerichtet.
In einer Mordorgie wurden gleichfalls die Mitglieder der sogenannten Roten Kapelle hingerichtet.

Wird Walter Rietig wieder verschachert?

Walter Rietig wurde von bezahlten Denunzianten aus dem Opelwerk verraten und dann von der Nazijustiz 1942 hingerichtet. In der Main-Spitze wurde jetzt öffentlich, wie verschiedene Politiker zu dem Widerstandskämpfer stehen.
Der DGB hatte sich in der Vergangenheit durch eine Unterschriftensammlung („Rietig statt Köbel“) mit nur wenigen Unterschriften vollkommen blamiert, so das es sogar in die Aufzeichnungen des Stadtparlaments eingegangen ist. Die CDU konnte da nur lachen. Auf diesen Kurs bleibt der DGB-Vorsitzende Bernd Schiffler, der jetzt „einen Brief“ an Parlament und Magistrat schreiben will.
Scheinbar amtsmüde fällt ihm nichts Besseres ein und meint sogar einen Grund darin zu sehen, dass Rietig seinen Widerstand mit dem Tod bezahlt hat und es deshalb keinen „besseren Namen“ gäbe. Hätte er überlebt – und dann?
Das Rietig bereit war sich mit Waffengewalt vom Faschismus zu befreien und deshalb geehrt hört, würde der DGB-Mann nie sagen. Walter Rietig suchte nämlich unter den Zwangsarbeitern Männer, die die Ein-Mann-Panzer im Opelwerk zur Selbstbefreiung von den Nazis fahren konnten.
Nicht viel besser äußern sich die Parteienvertreter_innen von den Grünen und WsR, die eher keine Meinung haben und alles mit Bürgerbeteiligung wollen. Die CDU ist ziemlich klar auf Sponsorengeld aus, würde also sicher Rüstungsfirmen o. ä. akzeptieren.
Die SPD und ihr Spitzenmann Nils Kraft sind zwar a.) für Rietig, b.) aber auch für einen Lokalsportler? und Kraft würde sich c.) gerne für eine „spürbare Unterstützung umstimmen“ lassen! Der Möchtegern-Bürgermeister Nils Kraft (SPD) würde also für Geld Walter Rietig wie die bezahlten Verräter von 1942, erneut verraten! Als Höhepunkt seiner Ausführungen meint er sogar noch zu Protokoll zu geben, dass für ihn das Waldstadion immer das Waldstadion bleibt. Kraft meint damit nichts anderes, als das die Großsporthalle für ihn immer die nach dem Nazijuristen Walter Köbel (NSDAP/SPD) benannte Halle bleibt. (mehr…)

Rüsselsheim 25.März 1945: Schluss mit Krieg und Faschismus!

UPDATE 2.0: Auch die Unsere Zeit (UZ) berichtet auf Seite 16 über die Ehrung.
UPDATE 1.0: Nach einer Woche der Bericht in der Main-Spitze.
Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus gedachten 15 antifaschistische Rüsselsheimer_innen der mutigen Tat von Emilie und Fritz Zängerle, Rüsselsheim den US-Truppen friedlich übergeben zu haben.
Während das offizielle Rüsselsheim den Jahrestag ohne Ehrung verstreichen ließ, die Lokalpresse den Termin überging, fordert die Antifa
-> die Streichung der „Ehrenbürgerschaft“ von Jakob Sprenger (NSDAP) u.a.
-> zukünftige Ehrungen für das Ehepaar Zängerle,
-> eine Ende mit dem unwürdigen Nebeneinander von Stolpersteinen und z.B. Nazikünstlern wie Emil Hub,
-> die Umbenennung der Walter-Flex-Straße, weil ein faschistoider Kriegstreiber und
-> das die Bundeswehr aus Schulen und Hessentag draußen bleiben soll.
oder hier bei scharf-links.

Zum Todestag des Opel-Widerstandskämpfers Walter Rietig

Noch rühmt der NSDAP-Mann und Bürgermeister Walter Köbel mit Sporthalle und mehr, die Stadt Rüsselsheim. Allerdings gab es während des Faschismus im Rüsselsheimer Opelwerk den Widerstandskämpfer Walter Rietig, den die Nazis vor 70 Jahren in Berlin-Plötzensee hinrichteten.
In der „Main-Spitze“ wurde darüber berichtet, die Antifa ehrt Walter mit einem Flugblatt. Erster Artikel der Msp.

Eine offizielle Ehrung von Walter Rietig gab es wieder einmal nicht.